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Brutal Nature #1

Brutal Nature #1

Comic - Fantasy | Luciano Saracino , Ariel Olivetti
Bewertung: ★★★★

Autor Luciano Saracino ist der Star in seiner Heimat Argentinien, wenn es um Comics geht. Darüber hinaus hat er u.a. Kinderbücher oder Drehbücher fürs Fernsehen geschrieben. Seine Werke schaffen es sogar bis nach Europa. Sein Comic „Brutal Nature“ hat es bis nach Deutschland geschafft und wird im Albenprogramm von Panini veröffentlicht.

Handlung

Die Europäer landen in Südamerika und erobern das Land. Natürlich wollen sie den Einheimischen ihre Kultur aufstülpen und verändern dadurch das Land. Angeblich christliche Werte, die nicht gerade nach Nächstenliebe schreien, sorgen für Konfliktstoff mit den Ureinwohnern. Nur ein junger Mann namens Ego stellt sich den Invasoren in den Weg. In seinem Besitz befinden sich nämlich magische Masken, die ihn in unterschiedliche mächtige Tiere verwandeln. Mit der gewonnenen Kraft kann er einige Schlachten für sich gewinnen. Doch die Anführer der Europäer machen nun Jagd auf ihn, denn er stellt eine ernste Bedrohung für sie dar.

Bewertung

Geschichte trifft Fantasy. Die Gräueltaten der Eroberer sollten hinlänglich bekannt sein. Wem der blutige Eroberungsfeldzug dennoch ein Fremdwort ist, sollte sich neben „Brutal Nature“ einschlägt Literatur zulegen. Wer darüber hinaus kein Blut sehen kann, sollte zudem einen Bogen um den Comic machen, denn dieses wird fließen. Einige brutale Szenen sorgen für die erforderliche Deutlichkeit und stellen die Einstellung der Invasoren eindrucksvoll zur Show. Luciano Saracino zeigt in kunstvollen Panels den Leser, was es heißt einen optisch guten Comic auf die Beine zu stellen. Was ins Auge fällt sind die gut dargestellten Figuren, die fast schon futuristisch auf einen tollen Hintergrund platziert sind. Alles sehr ansprechend!

Die Handlung ist recht gradlinig. Klar, einer gegen alle ohne die ganz großen Überraschungen. Keimt daher keine Spannung auf? Nein, nicht ganz, denn die eiskalten Nackenschläge sorgen für reichlich Zündstoff, sodass garantiert keine Langeweile auf kommt.

Der Leser wird daraufhin auf eine Reise von Werten und Traditionen genommen. Der Kampf gegen die neuen Einflüsse ist natürlich allgegenwärtig und ist zugleich das Aushängeschild der Ausgabe. Natürlich ist die Auseinandersetzung überspitzt dargestellt, doch wird kein Fantasy-Fan etwas dagegen haben. Das Einsetzen für die gute Sache macht die Hauptfigur so sympathisch und daher fällt das Mitfiebern sehr leicht.

Fazit

„Brutal Nature“ ist nicht nur optisch eine Wucht, sondern setzt mit seinem Kulturkampf ein großes Ausrufezeichen.