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Hera zum Ruhm

Hera zum Ruhm

Comic - Fantasy |Autor: Serge Le Tendre, Zeichner: Christian Rossi
Bewertung: ★★★★★

Die Geschichte um die zwölf Prüfungen des Herakles gehört sicher mit zu den bekanntesten Stoffen alter Sagen und der griechische Halbgott ist der Inbegriff von Stärke. Serge Le Tendre und Christian Rossi erzählen in „Hera zum Ruhm“ die Vorgeschichte zum Mythos und schaffen es dabei der Tragödie trotz einer komödiantischen Gratwanderung nichts von ihrer Wirkung zu nehmen.

Handlung

Als Bastard des Zeus hat man es nicht leicht und obwohl Hera einst schwor Alkest nicht anzurühren, ist dieser nicht sicher vor ihrer Rachsucht. So verzögerte sie einst seine Geburt und brachte ihn auf die Weise um den ihm zugedachten Thron. Eines Tages entschließt sich Alkest dazu sein Geburtsrecht einzufordern und zieht gen Mykene. Der Weg dorthin führt ihn in eine direkte Konfrontation mit Hera und macht ihn zum Herakles der griechischen Sagen…

Bewertung

Jeder kennt die ein oder andere Version der Sagengestalt des Herakles. Zu meiner Schande muss ich jedoch gestehen, dass mir bei dem Namen wahlweise Kevin Sorbo oder die Disney-Variante vor Augen stehen. Beide werden dem klassischen Stoff jedoch nur in Spuren gerecht und unterlassen es dabei tunlichst die jähzornige Seite des Charakters zu thematisieren.

Das ist hier anders. Schon zu Beginn wird das schwierige Verhältnis zwischen Alkest und seinem Zwillingsbruder Iphikles beschrieben, wie überhaupt die Familienverhältnisse nicht ganz unkompliziert zu sein scheinen. Die werden nicht einfacher wenn Alkest loszieht um seinem Vetter Eurysthenes den Thron, der einst ihm zugedacht war, abzunehmen.

Die fantastische Reise nach Mykene wird in schön anzuschauenden Bildern in Szene gesetzt und zeigt mit Zentauren, Satyren und riesigen Seeschlangen einige der mythologischen Figuren griechischer Sagen. Neben diesen stellen sich auch Tempelhuren und die Armee des Königs von Mykene dem Tobenden in den Weg, der nicht nur mit äußeren Widerständen zu kämpfen hat.

Bis kurz vor dem Finale war ich geneigt, Hera zum Ruhm, wenn ich es kurz und knapp beschreiben müsste, als Asterix für Erwachsene zu bezeichnen. Zeichner Christian Rossi sagt selbst, dass er mit seinen Zeichnungen stellenweise aufpassen musste nicht in den Bereich eines Funnies abzudriften. Das Level an „Sex and Crime“ ist hingegen eine andere Nummer. Zum Schluss schlägt die griechische Tragödie voll zu und wer die Geschichte kennt, weiß um ihr bitteres Ende.

Die beiden Teile der französischen Originalausgabe wurden für die deutsche Veröffentlichung in einem schön gestalteten Hardcoverband zusammengefasst und bieten neben dem Comic selbst einige Skizzen und Kommentare vom Autor, der übrigens auch für die Serie „Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit“ verantwortlich zeichnet, und dem Zeichner.

Für das Rezensionsexemplar geht ein herzliches Dankeschön an den Verlag Schreiber & Leser.

Fazit

Hera zum Ruhm bietet klassischen Stoff, verpackt in einem modernen und unterhaltsamen Kleid. Dafür gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und die volle Punktzahl.

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