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Silver 3 (von 4)

Silver 3 (von 4)

Comic - Horror |Stephan Franck
Bewertung: ★★★★

Wenn man mich nach düsteren „Gothiccomics“ fragen würde, dann würde ich neben „Blutspur“ von Michael Mikolajczak und Holger Klein auch „Silver“ von Stephan Franck empfehlen. Mit dem dritten Teil der Reihe erfährt der Leser endlich wie der Raubüberfall von Finnigans Team verläuft und warum „Sledge“ überhaupt mit von der Partie ist. – Wer da nicht zugreift, ist selbst schuld!

Handlung

Wieder sammelt der deutsche Lizenznehmer „Schreiber & Leser“ drei Kapitel der ursprünglich bei Dark Planet Comics erschienenen Serie in einem Band. Zu Beginn sehen wir, wie sich das Team rund um James Finnigan für den Diebstahl in Stellung bringt und die nötigen Vorbereitungen trifft. Die Vampirjägerin Rosalynd „Sledge“ Van Helsing verfolgt indessen zwei Blutsauger, die für ein Ritual frisches unschuldiges Babyblut organisieren müssen. Eben jenes Ritual soll während des Junggesellinnenabschieds von Prinzessin Lillian stattfinden, die alles tut um sich Graf Dracula anzubiedern.

Wie wird die Vermählung? Wird der „Heist“ erfolgreich sein? Wer stirbt? Wer nicht?

Im Anschluss an die Geschichte gibt es wieder ein paar erklärende Seiten von Stephan Franck zu lesen. Dort erläutert er die Entstehung eines alternativen Covers und seine Überlegungen zu einer prall gefüllten Doppelseite.

Bewertung

Bei „Silver“ habe ich inzwischen das Gefühl, als wäre es ratsam die Romanvorlage der Reihe (Bram Stoker‘s „Dracula“) gelesen zu haben, um noch mehr aus der Handlung ziehen zu können. Dieses Comic-Sequel strotzt nur so vor Anspielungen auf das Buch wie Draculas Verflossene „Mina Harker“ oder die tragische Geschichte der Familie Van Helsing. Wer sich in der literarischen Welt des dunklen Vampirfürsten zuhause fühlt, kommt um Franck‘s „Silver“ daher nicht herum.

Da ich am Ende dieses dritten Bandes noch einige Fragen offen habe, hat der finale und in den Vereinigten Staaten noch nicht erschienene Abschlussband nun die Aufgabe, einen versöhnlichen Abschluss zu liefern. Ein Stück weit fühlt sich die Geschichte rund um die Vampirhochzeit recht gestreckt an und nimmt den Fokus vom eigentlichen „Heist“. Es wäre schön, wenn sich dieser Abschnitt letztlich nicht als Filler erweist. Auch das Umstellen der Uhrzeit im Uhrenturm und dass das niemandem aufgefallen sein soll, finde ich merkwürdig und macht die Story für mich weniger rund als noch in den letzten beiden Paperbacks.

Das in schwarz-weiß gehaltene Artwork zeigt sich dem Leser als Wechselspiel zwischen Licht und Schatten und nutzt gekonnt die Dunkelheit, um die Bilder letztlich im Kopf entstehen zu lassen. Hinzu kommt ein „Punkteraster“, das als Grauton dient und ebenfalls Flächen ausfüllt. Leider gibt es keine Variation dieses Rasters. Während einer kurzen Traumsequenz ändert sich der Stil kurzzeitig völlig und wird deutlich abstrakter, was eine schöne Abwechslung darstellt. Dort werden zum Beispiel Splashpages genutzt und nicht die sonst üblichen rechteckigen Panels.

Fazit

Selbst wenn er noch nicht mal fertiggestellt ist, freue ich mich schon sehr auf den vierten und letzten Sammelband der Reihe. Gern darf Schreiber & Leser vorab das Prequel „Rosalynd“ veröffentlichen. Band 3 ist unterhaltsam und flott weg gelesen – mich dürstet nach mehr!

Vielen Dank an Schreiber & Leser für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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