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Jackie

Jackie

Biopic  | Bewertung: ★★★★★ | Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig

Natalie Portman verkörpert wie keine Zweite Jackie Kennedy, die Frau des verstorbenen US-Präsidenten. Eine Oscar-Nominierung 2017 als beste Hauptdarstellerin war die logische Konsequenz. Dass es nicht zur goldenen Trophäe gereicht hat, lag nicht an ihrer Leistung, sondern einzig an der Jury. Das Portman eine amerikanische Ikone spielt, möchte ich an dieser Stelle noch einmal verdeutlichen. Jackie war nicht nur eine x-beliebige First Lady, sondern für eine ganze Generation ein Vorbild. Sie verwandelte die staubtrockene Politik in etwas Greifbares. All die Träume einer Nation, die sich gerade im Umbruch befand, wurden jedoch am 22. November 1963 beerdigt, an dem Tag, als John F. Kennedy in Dallas ermordet wurde.

Handlung

Der Film beruht auf einem Interview, welches Jacqueline „Jackie“ Kennedy wenige Wochen nach der Ermordung ihres Mannes dem Time Magazine gegeben hat. In dieser Unterhaltung schildert sie ausführlich, was nach dem Attentat passiert ist. Wie sie und ihre Familie mit dem Schmerz umgegangen sind sowie den Ablauf der Planungen für die Beerdigung.

Trailer

Bewertung

Der Streifen „Jackie“ steht und fällt mit der Schauspielerin Natalie Portman. Sie ist quasi die Alleinunterhalterin und macht dabei eine verdammt gute Figur. Viele ihrer Kollegen lernen nett in die Kamera zu lächeln. Wenn es aber darum geht, tiefgreifende Emotionen, wie hier die totale Fassungslosigkeit, zu mimen, versagen viele. Portman blüht hingegen auf und vermittelt ein Gefühl der Anteilnahme an das Publikum im heimischen Wohnzimmer.

In zahlreichen Nahaufnahmen versteht es der Kameramann Stéphane Fontaine uns direkt an Jackie herankommen zu lassen. Wir können teilweise die Abläufe nachvollziehen, werden aber auch in unbehagliche Situationen gerissen, die nicht immer gradlinig verlaufen. Die Frage, warum die ehemalige First Lady das Interview gegeben hat, bleibt offen. Hat sie es aus Eitelkeit getan oder um das Vermächtnis ihres Mannes zu retten? Das wirft beim Zuschauer wiederum die Frage auf, ob man sie mögen soll. Haben die angeblichen Affären ihres Mannes sie kaltherzig werden lassen?

Immer wieder werden zudem geschichtliche Ergebnisse hineingeworfen. Die Ermordung von Oswald zum Beispiel oder die weitergehenden politischen Geschäfte. An dieser Stelle darf nicht vergessen werden, dass sich bis heute hartnäckige Verschwörungstheorien um das Attentat auf den 35. US-Präsidenten halten. Schade ist, dass die wahren Ereignisse, die trauernde Witwe und die Familie, in der realen Welt immer ins Hinterstübchen verbannt werden. Natalie Portman schafft es hingen die First Lady zu vermenschlichen und zeigt, was die trauernde Witwe durchlebt hat und mit welchen Widerständen sie zu tun hatte.

Fazit

„Jackie“ ist ein überzeugendes Biopic mit einer noch besseren Natalie Portman, die wohl die beste Leistung ihrer Karriere abgeliefert hat.

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