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The Founder

The Founder

Biopic | mit Michael Keaton, Nick Offerman und John Carroll Lynch
Bewertung:★★★★

Der Streifen „The Founder“ beruht auf einer ganz besonderen (und wahren) Geschichte… Schon einmal bei McDonald's gewesen?! Bestimmt! Gut, denn der Film erzählt die Entstehungsgeschichte des Unternehmens. Darüber hinaus spricht die Handlung viel mehr an. Neben den Anfängen des industriellen Fast Foods, prallen nämlich zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite stehen zwei Brüder, die sich für Werte stark machen. Sie haben eine gute Geschäftsidee, wollen aber nicht den totalen Kommerz. Auf der anderen steht ein Geschäftsmann, der den Deal seines Lebens wittert. Dieser möchte aus dem kleinen Burgerladen ein Imperium aufbauen. „The Founder“, mit Michael Keaton in der Hauptrolle, erzählt auf eine interessante Art und Weise die Geschichte von McDonalds. So gut, dass ich jetzt Hunger auf einen Big Tasty bekomme!

Handlung

Ray Kroc (Michael Keaton) versucht seine Milchshakemaschine an Restaurants zu verkaufen. Dies gelingt ihm nicht wirklich gut. Kaum jemand interessiert sich für seine Erfindung. Ältere Ideen von Ray haben sich ebenfalls als Seifenblasen entpuppt. Der 52 jährige wartet daher immer noch auf die Chance seines Lebens. Eines Tages erfährt er, dass ein Unternehmen namens McDonald's, ein kleiner Imbiss, verhältnismäßig viele seiner Maschinen kaufen möchte. Für ihn ein Grund eine lange Reise auf sich zu nehmen, um die Brüder Dick McDonald (Nick Offerman) und Mac McDonald (John Carroll Lynch) zu besuchen. Beide Unternehmer zeigen Ray bereitwillig ihr System Burger zu braten. In nur 30 Sekunden ist die Bestellung fertig und die Kunden bekommen ihr Essen in einer Tüte. Die Leute lieben den Laden und Ray wittert seine große Chance. Er überredet die Besitzer, dass er ein Franchise aus McDonalds macht. Daraufhin sucht er nach Geldgebern und Investoren, um neue Restaurants zu eröffnen. Doch der Weg bis zum Weltunternehmen ist lang und steinig…

Trailer

Bewertung

Wahre Geschichten und Biopics wachsen wie Unkraut aus dem Boden. Ein Film mit einer ausgedachten Story kann heutzutage nicht mehr überzeugen, so scheint es zumindest. „The Founder“ ist aber nun wahrlich kein neuer banaler Beitrag der sich in das neumodische Genre einreiht. Warum ist das so? Zunächst geht es um eine Firma, zu der wir alle einen Bezug haben. Es gibt Menschen, die futtern in der Fett-Factory sehr gerne, und es gibt diejenigen unter uns, die das Essen dort strikt ablehnen (oder halt irgendetwas dazwischen). Worauf ich hinaus will, ist, dass McDonalds polarisiert und daher ist die Story vom Prinzip her ansprechend.

Der nächste Punkt, in dem sich „The Founder“ vom Mainstream unterscheidet, ist Michael Keaton, der vollkommen zurecht für „Birdman“ einen Oscar gewonnen hat. Keaton verkörpert, wie kein zweiter, den Charakter von Ray Kroc. Es ist selten, dass sich ein Schauspieler mit einer derartigen Leidenschaft und Hingabe in eine Person hineinversetzt und so lange an seinem Ausdruck arbeitet, dass er quasi zu dem gemimten Charakter mutiert. Sicherlich wird der Streifen nicht so sehr im Fokus stehen, aber eine erneute Oscar-Nominierung wäre allemal verdient.

Die Nebenrollen, mit John Carroll Lynch und Nick Offerman besetzt, runden den guten Cast ab. Ruhig und sachlich kommen beide Darsteller daher, was nahezu perfekt für die moralischen Werte steht. Neben dem Schwergewicht Keaton können sie sich zwar behaupten, geraten jedoch immer wieder in den Hintergrund. Das wahre Schicksal der eigentlichen Gründer verschafft ihren Rollen zum Ende den benötigten Freiraum.

Schlussendlich steht „The Founder“ für den Kampf zwischen Sozialromantik und Kapitalismus, also den Klassenkampf. Das Ende ist klar, da spoiler ich nicht, außer ihr hört wirklich zum ersten Mal von McDonalds, das Geld setzt sich durch. In einem rasanten Tempo überholen die Dollar die beiden Ideengeber. Wie so oft ist eine Idee nicht unbedingt der entscheidende Punkt reich zuwenden, sondern Beharrlichkeit und Skrupellosigkeit. Wer am besten über Leichen gehen kann und nur sich und seine Geldbörse im Sinn hat, kann überleben. Frei nach dem Motto: „Fressen oder gefressen werden“.

Die liebevollen Kulissen und Kostüme runden den gelungenen Auftritt von „The Founder“ ab. Die Crew hat selbst auf die kleinen Details, wie Telefone oder Münzen geachtet, dass sie aus der damaligen Zeit entsprungen sind.

Fazit

„The Founder“ ist ein tolles Biopic über Ray Kroc, der das größte FastFood-Unternehmen der Welt erschaffen hat. Ein Blick lohnt sich!

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