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The Witch

The Witch

HorrorTrailer |

Wenn der Trailer etwas anderes aussagt, als der Film, kann der Zuschauer nur verdutzt den Kopf schütteln. Ob etwas es positives ist oder eben nicht, dass muss jeder für sich individuell beurteilen. Das Phänomen trifft auf jeden Fall auf „The Witch“ zu, denn der Trailer zeigt einen Grusel-Horror-Schocker, dabei hat der Streifen eher seine Stärken in den Dialogen und gewinnt dadurch seine Dynamik. Aber, wie schon gesagt, ob dies dann für jedermann etwas ist, liegt immer im Auge des Betrachters. Schaut man auf die User-Kritiken, dann fällt das Fazit eher ernüchternd aus, hingegen viele Kritiker „Witch“ in höchsten Tönen loben. Die Erwartungshaltung scheint ein typischer Genickbruch zu sein.

Handlung

Thomasin wird aus seiner Siedlung verbannt und gründet einen neuen Hof nah an einem Wald. Dieser scheint verhext zu sein, denn Thomasin und seine Frau verbieten ihren Kindern diesen zu betreten. Als plötzlich der jüngste Sprössling spurlos verschwindet und weitere Merkwürdigkeiten eintreten, gewinnt die Theorie der Waldhexe immer mehr an Bedeutung. Da die Familie sehr religiös ist, glaubt sie, dass Gott sie verlassen hat und beginnt mit bestimmten Ritualen, wie zum Beispiel dem Tagesfasten. Das Misstrauen untereinander, selbst zu den Kindern, nimmt immer mehr zu und stört immer mehr dem Familienfrieden.

Bewertung

Ich möchte „The Witch“ keine handelsübliche Geek Whisper Sternebewertung geben, da auch ich in die Trailer-Falle geraten bin, beziehungsweise ein Opfer der Werbestrategie wurde. Meine Erwartung wurde nicht entsprochen, selbstverständlich. Wie soll es auch anders sein. An dieser Stelle würde mein Fazit auch fatal ausfallen. Doch ich möchte auch an dieser Stelle meine Bewunderung für die große Mühe zum Ausdruck bringen. Regisseur Robert Eggers hat für sein kleines Werk nämlich haufenweise Recherchen angestellt. Er hat Bücher über den damaligen Ackerbau gelesen und hat seine Handlung lose auf die Hexenverbrennungen von Salem aufgebaut. Der damalige Glaube war nämlich weit verbreitet, als die ersten Siedler der Mayflower das amerikanische Festland beackert hatten. Die tiefe religiöse Überzeugung war allgegenwärtig.

In „The Witch“ dient Religion als großer Antreiber und es ist schon deftig mit anzusehen, wie die eigenen Kinder deswegen drangsaliert werden. An dieser Stelle kann man ruhigen Gewissens von Fanatismus sprechen! Die Dynamik entsteht durch die Dialoge, die sich immer mehr steigert. Hinzu kommt, dass es tatsächlich eine Hexe gibt, das möchte ich gar nicht verheimlichen, jedoch ist sie in meinen Augen gar nicht der Hauptfeind, denn dieser steckt in den Köpfen der Charaktere.

Optisch ist „The Witch“ in dunklen, blauen und somit kalten Farben gehalten. Die finstere Stimmung wird weiterhin in den Nachtaufnahmen eingefangen, die mit einer Spezialkamera gedreht worden sind. So sind zum Beispiel die abendlichen Tischgespräche atmosphärisch von aller höchster Qualität. Trotz der löblichen Worte von mir, muss ich sagen, dass man sich auf die Begebenheiten einstellen und seine Erwartungshaltung anpassen muss. Ansonsten kann es nicht funktionieren.

Fazit

„The Witch“ hat es im Grunde gar nicht nötig, dass man einen inhaltlichen gut funktionieren Film mit einer falschen Werbebotschaft ausstattet. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es immer mehr in Mode kommt. Vielleicht deswegen, weil ich gerade in „Whiskey Tango Foxtrott“ selbiges geschrieben habe. Das Wagnis auf Independent-Streifen zu setzen oder im Gegensatz nicht auf irgendwelche Mainstream-Hypes aufzuspringen, wäre den Studios zu wünschen. Ich möchte aber auch eingestehen, dass sich die Produzenten keine Flops mehr erlauben, beziehungsweise leisten, dürfen.

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