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Doctor Strange/Punisher: Wunderwaffe

Doctor Strange/Punisher: Wunderwaffe

Comic - Marvel |Autor: John Barber, Zeichner: Andrea Broccardo
Bewertung: ★★★★★

Doctor Strange und der Punisher sind zwei Marvelcharaktere, die hierzulande derzeit ganz gut zu laufen scheinen. So verwundert es nicht, dass Panini mit Doctor Strange/Punisher: Wunderwaffe die 2017 erschienene Miniserie Magic Bullets nach Deutschland bringt und den Lesern somit ein Team-Up der besonderen Art präsentiert. Ob und wie die Kollaboration des Meistermagiers mit dem gnadenlosen Bestrafer funktioniert, habe ich mir mal angeschaut.

Handlung

Frank Castle ist zurück in New York und macht Jagd auf die Familie Fusilli (ja, die heißen wirklich so). Als er in deren Restaurant mit den Aufräumarbeiten beginnt, stößt er in einem Hinterzimmer auf etwas, das seine Fähigkeiten übersteigt. So sucht er die Unterstützung Doctor Stranges, der ihm dabei behilflich sein soll eine unheilige Allianz zwischen Mobstern und Monstern zur Strecke zu bringen. Mit der Zeit stellt sich der Sachverhalt jedoch etwas anders dar als ursprünglich angenommen. Und dass der Doctor nicht mehr über die Kräfte verfügt, die er einst innehatte, macht die Aufgabe New York vor dem Einfall außerdimensionaler Horden zu bewahren nicht gerade einfacher...

Bewertung

Das hier präsentierte Gespann passt an sich nicht wirklich gut zusammen, kommen doch beide aus diametral entgegengesetzten Ecken des Marveluniversums. Da hilft es durchaus, dass der Doctor einen Großteil seiner umfassenden Kräfte verloren hat und auf den Einsatz magischer Utensilien angewiesen ist. Wie es dazu kam kann man in den bereits erschienenen Ausgaben dessen eigener Serie nachlesen. Gleiches gilt für Frank Castles Ankunft in New York wo er nach der Auseinandersetzung mit der Organisation Condor wieder heimisch wird.

Die Geschichte erfüllt keinen anderen Zweck als den, die Leser zu unterhalten und etwaigen Tiefgang muss man schon suchen. In diese Kategorie würde ich noch am ehesten Franks Sicht auf die außerdimensionalen Monster einordnen, die dem Bestrafer einen humanen Touch verleiht und den Doctor vor einem großen Fehler bewahrt. Im Gegenzug ist der dann aber nicht in der Lage, den Punisher an seinem gewöhnlichen Tun zu hindern. Autor John Barber versteht es darüber hinaus immer wieder kleine Anspielungen und Jokes einzubauen, die der „Apokalypse“ einen lockeren Ton verleihen.

Optisch war die Story leider nicht mein Ding. Interessant fand ich allerdings die Idee, stellenweise die Kolorierung der Hintergründe wegzulassen um so den Fokus auf die handelnden Personen zu lenken. Ein schönes Stilmittel.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini Comics.

Fazit

Doctor Strange/Punisher: Wunderwaffen bietet kurzweiligen Lesespaß ohne sich länger ins Gedächtnis der Leser einzubrennen, ein Anspruch, den zu erfüllen sicher nicht angestrebt wurde. Den genannten Zweck erfüllt der Band aber einwandfrei.

Dass er dazu geeignet ist, einen Eindruck von den Soloserien zu vermitteln, kann ich zumindest für den Punisher verneinen. Aber auch das wird kein Anliegen Barbers gewesen sein. Somit eignet sich der Band vor allem für Komplettisten und vergleichsweise Unbedarfte.