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Spider-Men I - Identitätskrise

Spider-Men I - Identitätskrise

Comic - Marvel |Autor: Brian Michael Bendis; Zeichner: Sara Pichelli
Bewertung: ★★★★★

Zusammen mit der Zeichnerin Sara Pichelli hat Autor Brian Michael Bendis 2011 eine neue Ära für Spider-Man gegründet. Denn nachdem er mehr als zehn Jahre Geschichten für Peter Parker geschrieben hat, musste dieser Platz machen für den neuen Spider-Man. Mit Miles Morales haben die beiden eine neue Figur in die Marvel-Welt gesetzt. Was passiert aber, wenn beide Spider-Men – Peter Parker und Miles Morales – sich treffen?

Handlung

Peter Parker aka Spider-Man schwingt sich eigentlich nur munter durch New York, als ein pulsierender, purpurner Lichtstrahl in den Himmel schießt. Weil er es eben nicht anders kann, muss er dem Licht folgen und entdeckt in einem verlassenen Lagerhaus eine komische Apparatur, aus der das Licht stammt. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm jedoch nicht, denn Mysterio steckt hinter dem Licht und schubst Spider-Man aus Versehen in das Licht hinein – und somit in eine parallele Welt. Denn die Apparatur ist ein Portal in andere Dimensionen. Und so landet Peter Parker in dem Ultimate-Universum, wo der junge Peter Parker gestorben ist und ein neuer Spider-Man das Böse bekämpft: Miles Morales.

Bewertung

Brian Michael Bendis ist einer meiner Lieblingsautoren. Vor allem seine Comic-Serie „Powers“ – die 2001 mit dem Eisner-Award prämiert wurde – hat mir sehr gut gefallen. Trotzdem war ich mit seinen Geschichten um Spider-Man fast gar nicht vertraut. Ich habe ein paar der Comics gelesen, die er zusammen mit dem Zeichner David Lafuente zusammen um das Jahr 2010 veröffentlicht hatte und muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht wirklich davon angetan war. Vor allem mit dem Zeichenstil, der für mich sehr überzeichnet und nicht wirklich schön war, konnte ich nichts anfangen. Deswegen war ich sehr froh, dass in „Spider-Men I – Identitätskrise“ die großartige Sara Pichelli für das Artwork verantwortlich war. Und man kann wirklich sagen, dass der Comic sehr schön aussieht. Vor allem das Portal sieht sehr plastisch aus, das Spiel mit dem Licht und der Farbe wirkt sehr echt. Auch die Action ist sehr gut gezeichnet. Hier muss die Begegnung zwischen Peter und Miles hervorgehoben werden. Wie es immer so ist, wenn sich zwei Helden zum ersten Mal treffen, müssen sie sich natürlich erst einmal die Köpfe einhauen. Dieser Kampf wurde sehr witzig in Szene gesetzt, da beide Figuren sehr schlagfertig sind und Miles es nicht fassen kann, dass er gerade mit Peter Parker kämpft. Leider ist aber alles insgesamt ziemlich schnell vorbei, denn der Kampf gegen Mysterio ist meiner Meinung nach sehr kurz geraten. Zwar bekommt Peter sehr viel von der Parallelwelt zu sehen, er hat sogar die Chance, mit Tante May und Gwen Stacy (die in seiner Welt verstorben ist) zu reden. Aber zum Ende hin wird die Story leider sehr schnell erzählt und der letzte Showdown ist in gefühlt einer Seite vorbei. Zwar handelt es sich bei „Spider-Men I – Identitätskrise“ um eine Miniserie. Trotzdem hätte man die Geschichte ein bisschen besser ausbalancieren können, sodass vor allem das Ende ein bisschen runder abgeschlossen werden könnte.

Fazit

„Spider-Men I – Identitätskrise“ hat eine interessante Geschichte und die Dialoge zwischen Peter Parker und Miles Morales sind sehr witzig geschrieben und in Szene gesetzt. Das Team Brian Michael Bendis und Sara Pichelli liefern einen soliden Comic. Ein kleiner, bitterer Nachgeschmack ist jedoch das Ende, das ein bisschen plötzlich und unvermittelt daherkommt. Ich bin aber trotzdem gespannt, was die Fortsetzung, die im August erscheinen wird, mit sich bringen wird.