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Frankensteins Höllenbrut

Frankensteins Höllenbrut

Science-Fiction | mit Jhiroshi Ishikawa, Yuriko Hishimi
Bewertung:★★★★

Bewertung

Eine Bewertung gemessen in Sternen wird dieser Veröffentlichung nicht gerecht, da es sich hier um einen Gerneleckerbissen handelt. Etwas für Feinschmecker, aber eben auch nur etwas für Liebhaber. Zuschauer, die nichts mit altertümlichen Godzilla-Streifen anfangen können, werden nur verdutzt mit den Augen schlackern. Hingegen die Fangemeinde regelrecht aufblüht. An dieser Stelle kann man nur von Glück reden, dass das Label „Anolis“ sich der Ausgabe angenommen hat. Besser noch, denn unter dem Namen „Kaiju Classics“ erscheint eine ganze Reihe von „Frankenstein“. Das sich „Anolis“ nicht lumpen lässt, dass wissen wir bereits und so erscheint „Frankensteins Höllenbrut“ wieder stilecht in einer schönen Steelbox und mit reichlich Extras. Diese beinhaltet im Übrigen wieder einen tollen und lustigen Audiokommentar, der schon einen gewissen Kultstatus besitzt. Diesmal gesprochen von Buttgereit, Traber und Iffländer. Falls Ihr noch nicht die Version mit dem Kommentar gehört habt, habt ihr eindeutig etwas verpasst. Und noch ein Extra: Der Steel liegt noch ein 20-seitges Booklet bei, in welchem Stamm-Autor Ingo Strecker wieder eine Menge Infos und Anekdoten zum Besten gibt. Abgerundet wird die Ausgabe mit der japanischen Fassung.

Dieser Teil gilt in der Uncut-Version als relativ brutal. Das soll nun nicht heißen, dass hier ein deftiger Gore-Splatter-Streifen zum Leben erweckt wurde, sondern dient nur als Vergleichswert zwischen den Filmen. Das es aber mehr zur Sache geht, bemerkt der Zuschauer schnell, da die Kämpfe der Bestien von langer Dauer sind. Auch die japanische Armee ist im Dauereinsatz und feuert aus allen Rohren. Fans von Action kommen auf ihre Kosten. Darunter leidet jedoch ein wenig die Handlung, denn irgendwann ist der Niedlichkeitsfaktor, wenn Modellpanzer und Puppenmonster auf Mininaturhäuser einprügeln, abhanden gekommen. Ein wenig mehr Story hätte es dann auch ruhig sein können. Die Grundidee, dass Aliens auf der Erde landen, ist allerdings gut. Auch die aufkommende moralische Frage nach der mittlerweile obligatorischen Ökokritik, ist ebenfalls gut platziert. Wer allerdings ein paar Szenen aus anderen Teilen wiederkennt, liegt richtig, denn die Produzenten haben sich bei anderen Streifen bedient. Das trifft im Übrigen auch auf den Soundtrack zu, der kommt ebenfalls aus unterschiedlichen Filmen, wie zum Beispiel „Krieg im Weltraum“. Wer sich an dieser Stelle fragt, warum man dies so praktiziert hat, dem sei gesagt, dass es ganz einfach an einem sehr kleinen Budget lag.

Fazit

„Frankensteins Höllenbrut“ aus der „Kaiju Classics“ Kollektion ist eine weitere Genre-Perle. Diesmal gibt es mehr Action, denn es kämpfen unter anderem vier ausgewachsene Killermonster gegeneinander.