Thriller
Register
The Neon Demon

The Neon Demon

Thriller | mit Karl Glusman, von Jeremy Saulnier
Trailer | Bewertung:★★★★

Erste Sympathiepunkte kann „The Neon Demon“ einsammeln, als Regisseur Nicolas Winding Refn  persönlich sein Publikum begrüßt. Sein Film erhebt den Zeigefinger gegen die Modewelt und streut Salz in die offene Wunde. Durch die grelle Machart und einem Stil, der abseits des Mainstreams platziert ist, ist „The Neon Demon“ jedoch nicht für jedermann geeignet.

Handlung

Die hübsche und junge Jesse kommt in die Großstadt und möchte in einer harten Branche Fuß fassen. Gemeint ist die Modewelt, die unerbittlich Models ausbeutet. Nur um einen Schein für die Bevölkerung zu erzeugen, den Traum von Schönheit, Ruhm und Reichtum. Jesse trifft bei ihren Jobs auf Ruby und wird von ihr unter ihre Fittiche genommen. Die Arbeit und der Kontakt zu den Kollegen verändern die Senkrechtstarterin, die zunehmend den Halt verliert. Die Konkurrenz schaut bereits neidisch auf Jesse und die Wut auf sie wächst gleichermaßen.

Bewertung

Wer „Neon“ im Titel trägt, muss schrill daher kommen, alles andere würde überhaupt keinen Sinn ergeben. Der Look von „The Neon Demon“ ist daher in den entscheidenden Szenen recht farbenfroh gehalten und diese Einstellungen werden zusätzlich mit einem grellen Soundtrack begleitet. Dadurch wirken die Schlüsselmomente bedrohlich, sogar abschreckend, und dies trägt sehr zur tollen Atmosphäre bei. Ein weiterer Pluspunkt sind die Anspielungen auf die klischeebehaftete Modewelt, die allerdings im Kontext gesehen werden müssen.

Das große und langgezogene Finale ist für die Allegorien das optimale Schaubild. Der Konkurrenzkampf der schönen Frauen ist so groß, dass es nur noch darum geht, ob man selbst frisst oder gefressen wird. Es gibt immer eine die hübscher oder jünger ist. Dieser ständig geführte Existenzkampf führt dazu, dass die Frauen dicke Brocken schlucken müssen. Einigen sind diese zu groß oder sie schlagen ihnen auf den Magen. Ein weiteres Beispiel, zumindest habe ich es so interpretiert, ist der Abspann, als eine Wüste gezeigt wird. Die trostlose und unfruchtbare Welt steht für das Vergängliche und sollte von allen Models nicht außer Acht gelassen werden. Träume zerplatzen und der Schein ist nicht immer die Realität.

Regisseur Jeremy Saulnier überfrachtet uns allerdings nicht. Gerade am Anfang führt er sein Publikum langsam in die Materie ein. Doch von Minute zu Minute wird die Intensität gesteigert. Die daraus resultierende klaustrophobische Spannung wird immer erdrückender. Die Charakterzeichnung von Jesse, gespielt von Elle Fanning, trägt ihr Übriges dazu bei. Zunächst ist sie das unschuldige Mädchen, das sich in der Welt der Mode profilieren möchte. Mit ihrem Freund Dean (Karl Glusman) liebt sie das Leben. Ihr neuer Job verändert sie jedoch, sie wird ein Teil des eiskalten Systems. Dass sie auf ziemlich wackligen Beinen steht, resultiert aus dem Tod ihrer Eltern. Durch den mangelnden Rückhalt verliert sie den Halt fürs Leben.

Fazit

„The Neon Demon“ ist ein punktuell schriller Film, der eine Botschaft vermittelt, die aus dem Kontext heraus zu lesen ist. Elle Fanning und ihre Kollegen spielen ihre Rollen hervorragend, sodass in der Gesamtheit ein guter Streifen auf die Beine gestellt wurde.

Medien
Geek Whisper
Community
Partner 
Links 
   Autoren-Netzwerk
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
About us


Noch nicht dabei? Dann aber los!
OFDB
Amazon

AGB
Datenschutz
Impressum