Comic - Horror

A walk through Hell #1

Veröffentlicht am 30.11.-0001
A walk through Hell #1
A walk through Hell #1Comic - Horror | mit: Garth Ennis , Goran Sudzuka Bewertung:★★★★★ Der Neue von Garth Ennis. Alleine der Name ist schon ein Kaufgrund. Der Mann der u.a. für „Preacher“ oder „The Boys“ verantwortlich ist. Ich glaube, ich brauche ihn keinem mehr genauer vorstellen. „A Walk through Hell“ ist eine Horrorgeschichte aufgeteilt in zwei Bände. Unterstützung bekommt Ennis von Zeichner Goran Sudzuka („Y - The Last Man“, „Hellblazer“), der auch nicht gerade ein Unbekannter in der Szene ist. Handlung Shaw und McGregor arbeiten beide für das FBI und kümmern sich um alltagsübliche Fälle. Beide Agenten sind jedoch sehr unterschiedlich. Shaw steht kurz vor dem Burnout und kann ihren letzten Fall nicht vergessen, hingegen McGregor ein junger, dynamischer Mann ist, der es am liebsten mit allen Verbrechern der Welt aufnehmen will.

Beide werden zu einem ungewöhnlichen Fall gerufen. Zwei ihrer Kollegen sind in einer Lagerhalle verschwunden. Als Shaw und McGregor diese durchsuchen, erleben sie das Unvorstellbare, das die Grenzen unserer Vorstellungskraft sprengt. BewertungAm Anfang schrieb ich etwas von Horror. Doch eine einfache Genre Zuordnung wird der Handlung nicht gerecht. Autor Garth Ennis hat uns nämlich einen bunten Blumenstrauß zusammengesteckt. Wir können uns daher an Einflüssen aus dem Horror-, Thriller-, Fantasy-Bereich erfreuen. Das besagter Strauß kein 08/15-Gestrüpp für 10 Euro darstellt, sondern einen der Marke 25 Euro, sollte klar sein.

Der Horror-Anteil zeigt uns drastische und harte Szenen. Da kommt es schon einmal vor, dass sich jemand einfach so in den Kopf schießt. Dennoch wird auch mit den Gedanken des Lesers gespielt und nicht alles gezeigt, wie zum Beispiel die Szene im Swat-Transporter. Die Fantasy findet ausschließlich in der Lagerhalle statt. Die Agenten befinden sich in einer ausweglosen Lage und gehen buchstäblich durch die Hölle. „A Walk through Hell“ erzeugt dadurch eine klaustrophobische Spannung, die den Leser einfängt und mitnimmt.

Die weitere Spannung resultiert aus dem Thriller Genre. Dieser Teil wird in zwei Zeitebenen, dem hier und jetzt sowie der Vergangenheit erhält. In der Rückspiegelperspektive erfahren wir mehr über den letzten Fall und all die Grausamkeiten. Dadurch werden die beiden Agenten und ganz besonders Shaw näher durchleuchtet und erhalten somit eine gute Portion Tiefgang. Es ist sogar Zeit für zwischenmenschliche Kontakte. Damit meine ich nicht, dass „A Walk through Hell“ einen Abstecher zur Liebe macht, sondern das raue, typische Leben als Agent. Im Kollegenkreis kommt es nämlich auch zu Reibereien.

Das Erzähltempo ist dabei angenehm gedrosselt, in dem dem Leser die Informationen immer nur häppchenweise präsentiert werden. Dadurch wird die Spannung natürlich noch einmal angeheizt, weil man einfach wissen muss, was sich hinter all dem verbirgt. Die Panels schauen gut aus. Mit aufgefallen sind lediglich sehr markante Lippen. Die gingen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf und so musste ich in jedem Bild auch besonders drauf achten. Ein wenig Bonusmaterial gibt es ebenfalls. Neben den obligatorischen Covern wird uns noch die Entstehung einer Szene gezeigt. Fazit „A Walk through Hell“ ist ein spannendes Comic, welches viel mehr ist, als „nur“ eine Horror-Geschichte.
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