Comic - Geschichte

Alles bleibt anders

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Alles bleibt anders
Alles bleibt andersComic - Geschichte | mit: Felix Pestemer Bewertung:★★★★★ Was für ein schöner Titel für ein Comic, dass uns die Geschichte über das Konzerthaus in Berlin näher bringen möchte. Schöne Anekdoten und finstere Gestalten haben sie besucht. Aber egal, wer an der Macht war, sie kamen alle und folgten ihrem Bann.

Felix Pestemer zeigt uns die Story hinter den Wänden, die Mauern von dem Haus, das in diesem Jahr 200 Jahre alt wird. An dieser Stelle "Alles Gute zum Geburtstag" liebes Konzerthaus Berlin! Handlung Revolutionen und Premieren, Bomben, Feuer, Niemandsland, Wiederaufbau und Freudenfeste: Das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Konzerthaus Berlin steht seit seiner Eröffnung als Schauspielhaus 1821 im Mittelpunkt bewegter Geschichte. Im Comicband Alles bleibt anders erwacht das Haus am Gendarmenmarkt in markanten Episoden und Zeichnungen zum Leben.

Mitwirkende hierbei sind E. T. A. Hoffmann, Carl Maria von Weber, der preußische König Friedrich Wilhelm III., Niccolò Paganini, Theodor Fontane, Marlene Dietrich, Gustaf Gründgens, Leonard Bernstein, das Konzerthausorchester Berlin und viele andere mehr ... Sie haben am Gendarmenmarkt auf der Bühne gestanden, das Parkett und die Logen bevölkert, die Säle renoviert, dort gekämpft, gesungen und für Karten angestanden. Oder sind einfach dort flaniert. Vom Prunkbau für die preußische Elite zu einem Ort, an dem die Musik für alle spielt – eine 200-jährige Reise durch (Kultur-) Geschichte und Gegenwart im Herzen Berlins!BewertungJoe, die Story, die Bilder und die Geschichte sind gut. Gut gemacht, gut recherchiert. In den Texten zwischen dem Comic erfährt der Leser viel. Auch im Anhang gibt es noch mal Wissen. Felix Pestemer hat sich gut informiert und seinen Schatz mit uns geteilt. Sicherlich könnte es mehr in die Tiefe gehen, es könnten noch Details angereichert werden. Doch der oberflächliche Abriss, der dennoch einen großen Tiefgang mitbringt, kann sich sehen lassen und hat einen Geschichtsfan, wie ich es nun einmal bin, glücklich gemacht. Ich denke, dass die Zielgruppe damit auch erreicht wird. Wer die Thematik studiert, die unterschiedlichen Epochen der Zeit, zumindest der letzten 200 Jahre, der taucht tiefer ein, der weiß mehr. Doch darum geht es nicht, es geht um eine Feier, es geht um die Geburtstagsfeier vom Konzerthaus in Berlin.

Wer schon einmal da war, auf dem Platz davor stand, der sieht zu dem Gebäude rüber und weiß, dass hier ein Stück Geschichte vor einem steht. Genauso wie die Berliner Mauer, das Brandenburger Tor oder der Reichstag. Das Haus der Konzerte sollte auch besucht werden, wenn man in dieser großen, verrückten Stadt ist.

Die Zeichnungen, Zucker, sie sind zuckersüß und kommen mit einer gewissen Note daher, die einfach zur Zeit passt, die die Epochen einfängt und sie uns näher bringt. Und doch sind wir dabei, zumindest gefühlt, mittendrin statt nur dabei. Ja, das Feeling stimmt. So soll es sein!
Fazit "Alles bleibt anders" ist toll, es bringt uns Geschichte näher und macht sie gleichzeitig interessant.
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