Comic - Geschichte
Angola Janga - Eine Geschichte von Freiheit
Angola Janga - Eine Geschichte von FreiheitComic - Geschichte | mit: von: Marcelo D’SaleteBewertung:★★★★★ Elf Jahre lang hat Marcelo D’Salete für sein Werk „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ recherchiert. Nun ist der neueste Comic des brasilianischen Autors und Zeichners ins Deutsche übersetzt worden und ist – wie sein mit dem Eisner prämiertes Werk „Cumbe“ – bei Bahoe Books erschienen. Handlung Das unabhängige Königreich Angola Janga, das Ende des 16. Jahrhunderts von entlaufenen Sklaven und Sklavinnen gegründet wurde, war ein Leuchtfeuer der Freiheit im von Unterdrückung geplagten Brasilien. „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ beleuchtet abwechselnd herzzerreißende und ermächtigende Momente des Widerstands gegen Unterdrückung anhand der Geschichten verschiedener Hauptfiguren. BewertungIch finde Marcelo D’Saletes Zeichenstil großartig. Die Bilder in „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ sind alle in schwarz-weiß gehalten. Die Bilder sehen ein bisschen aus wie eine Mischung aus Tuschezeichnung und Linolschnitt, weil die schwarze Farbe so satt aussieht, die Linien etwa der Bäume sind aber sehr geschwungen. Trotz der fehlenden Farbe wirken die Bilder aber nie farblos.
Der Dschungel, die Zuckerrohrplantagen, die Quilombos (so heißen die Siedlungen, die die entflohenen Sklaven gegründet haben) – die Schauplätze des Comics wirken alle sehr lebendig. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Bilder sehr dynamisch wirken. Vor allem die actionreicheren Szenen, in denen die Sklaven fliehen oder die Kämpfe zwischen den Quilombolas – die Bewohner der Siedlungen – und den Männern des Gouverneurs oder den Sklavenjägern sehen sehr gut aus. Ähnlich wie im Vorgänger „Cumbe“, der auch die Geschichte der verschleppten Afrikaner nach Brasilien zur Kolonialzeit behandelt, ergibt die Zusammensetzung der Panels einen sehr flüssigen Gesamteindruck, der einen Film im Kopf entstehen lässt.
Das liegt auch daran, dass D’Salete sehr gekonnt mit den Einstellungen und Blickwinkeln arbeitet, sodass der Comic sich in Teilen fast wie ein Storybord eines Films lesen lässt. Es gibt regelrechte Kamerafahrten, wenn etwa die Flucht der Sklaven gezeigt wird. Oder es gibt Panels, die den Leser „einsaugen“, indem etwa in das Auge der Figur reingezoomt wird und sich die Bilder immer weiter verändern.
Das einzige, was mich ein bisschen verwirrt hat, war teilweise die Handlung. Es gibt sehr, sehr viele Figuren und mir war oft nicht klar, wer wozu gehört. Deswegen hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, den Faden verloren zu haben. „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ ist definitiv ein Comic, den man öfter lesen sollte. Und wenn man sich denkt: „ich kann doch nichts damit anfangen, ich kenne mich nicht aus.“ Kein Problem! Am Ende gibt es ein kleines Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe und Namen erklärt werden. Hätte ich das am Anfang alles gelesen, hätte ich mich vielleicht nicht so verloren gefühlt.
Fazit „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ ist wegen des Themas eine schwere und harte Lektüre. Die unbekannte Geschichte macht es etwas schwierig, der Handlung zu folgen. Mit Hilfe des Glossars und wenn man Auszüge zweimal liest, ist das aber kein Problem. Meiner Meinung nach ist der Comic sehr lesenswert, vor allem aufgrund der Bilder. Ich hatte sehr oft das Gefühl, ein Stück weit einen Animationsfilm zu gucken.
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Der Dschungel, die Zuckerrohrplantagen, die Quilombos (so heißen die Siedlungen, die die entflohenen Sklaven gegründet haben) – die Schauplätze des Comics wirken alle sehr lebendig. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Bilder sehr dynamisch wirken. Vor allem die actionreicheren Szenen, in denen die Sklaven fliehen oder die Kämpfe zwischen den Quilombolas – die Bewohner der Siedlungen – und den Männern des Gouverneurs oder den Sklavenjägern sehen sehr gut aus. Ähnlich wie im Vorgänger „Cumbe“, der auch die Geschichte der verschleppten Afrikaner nach Brasilien zur Kolonialzeit behandelt, ergibt die Zusammensetzung der Panels einen sehr flüssigen Gesamteindruck, der einen Film im Kopf entstehen lässt.
Das liegt auch daran, dass D’Salete sehr gekonnt mit den Einstellungen und Blickwinkeln arbeitet, sodass der Comic sich in Teilen fast wie ein Storybord eines Films lesen lässt. Es gibt regelrechte Kamerafahrten, wenn etwa die Flucht der Sklaven gezeigt wird. Oder es gibt Panels, die den Leser „einsaugen“, indem etwa in das Auge der Figur reingezoomt wird und sich die Bilder immer weiter verändern.
Das einzige, was mich ein bisschen verwirrt hat, war teilweise die Handlung. Es gibt sehr, sehr viele Figuren und mir war oft nicht klar, wer wozu gehört. Deswegen hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, den Faden verloren zu haben. „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ ist definitiv ein Comic, den man öfter lesen sollte. Und wenn man sich denkt: „ich kann doch nichts damit anfangen, ich kenne mich nicht aus.“ Kein Problem! Am Ende gibt es ein kleines Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe und Namen erklärt werden. Hätte ich das am Anfang alles gelesen, hätte ich mich vielleicht nicht so verloren gefühlt.
Fazit „Angola Janga – Eine Geschichte von Freiheit“ ist wegen des Themas eine schwere und harte Lektüre. Die unbekannte Geschichte macht es etwas schwierig, der Handlung zu folgen. Mit Hilfe des Glossars und wenn man Auszüge zweimal liest, ist das aber kein Problem. Meiner Meinung nach ist der Comic sehr lesenswert, vor allem aufgrund der Bilder. Ich hatte sehr oft das Gefühl, ein Stück weit einen Animationsfilm zu gucken.