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Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks
Asterix und das Geheimnis des ZaubertranksFilme - Animation | mit: mit: Milan Peschel, Charly Hübner, Thomas Rau (deutsche Sprecher)Bewertung:★★★★★ Alexandre Astier und Louis Clichy inszenieren mit Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks den zweiten Asterix-Animationsfilm nach Asterix im Land der Götter. Im März erschien die französische Produktion im Kino und ab dem 26. Juli ist der Film für das Heimkino auf DVD und Bluray erhältlich. Handlung Auch an einem Druiden gehen die Zeichen der Zeit nicht spurlos vorüber. Das merkt auch Miraculix, der nach einem Sturz vom Baum beim Sammeln von Zutaten – das darf einem Droiden niemals passieren – entscheidet, dass es an der Zeit ist, einen Nachfolger zu ernennen. Gemeinsam mit Asterix zieht er los, um einen geeigneten Jüngling zu finden. Schon bald schließt sich das halbe Dorf dieser offensichtlich mehr als schwierigen Aufgabe an, denn die Nachwuchsdroiden geben keine gute Figur ab. Und gleichzeitig beginnt der abtrünnige Druide Dämonix im Hintergrund seine Fäden zu ziehen und paktiert mit den Römern, um an die geheime Formel für den Zaubertrank zu gelangen, die Miraculix ausschließlich seinem Nachfolger übergeben möchte. Das gallische Dorf von Asterix und Co. Ist dadurch in großer Gefahr! Trailer BewertungDie oben genannte Geschichte wird kurz und knackig in knapp einer Stunde und zwanzig Minuten erzählt und baut dabei dennoch auf eine klassische Spannungskurve. Einige Mysterien und Unklarheiten zu Anfang, die Vorstellung einige neuer Charaktere, der sich aufbauende Feind im Hintergrund, und schließlich schon nach etwas über einer Stunde der actiongeladene Höhepunkt. Insgesamt ist die Story gut – wenn auch nicht unbedingt neu oder außergewöhnlich –, da sie Platz für einige moralische und emotionale Themen abseits des typischen Römer-Verprügel-Klamauks bietet. Miraculix ist alt und macht sich Sorgen darüber, was einmal aus dem Dorf wird, wenn er nicht mehr da ist. Gleichzeitig eröffnet das die Möglichkeit eine jüngere Generation Gallier in den Fokus zu rücken, eine Generation, die irgendwann selbst zu den Kriegern gehört, die die Dörfer schützen müssen und, eventuell, den Zaubertrank brauen. Gleichzeitig gibt es aber auch unter den Jüngeren wieder solche, die sich nur allzu leicht vom richtigen Weg abringen lassen, und für den schnellen Erfolg in die Falle des Bösen tappen. Die Generationenthematik passt sehr gut zur Story um Asterix und die Gallier.
Auch der Humor kommt natürlich, typischerweise für einen Asterix-Film, nicht zu kurz. Allerdings muss man leider sagen, dass der Großteil der eingesetzten Gags relativ ausgelutschten Slapstick-Humor nicht überschreiten. Nur teilweise sind Dialoge und Situationskomik so stumpf und albern, dass ich mir ein ehrliches Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Ein Beispiel dafür ist Asterix Versuch dem vollkommen erstaunten Obelix beizubringen, dass die Druiden nicht „alle EINEN langen, weißen Bart haben“, d.h. sich nicht alle ein und denselben Bart teilen, sondern lediglich „ALLE einen langen, weißen Bart haben.“ Wenn Obelix dann mit seiner dümmlich-langsamen Stimme fragt, wie das denn möglich wäre, ist das schon sehr witzig.
Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks ist der zweite Asterix-Animationsfilm und orientiert sich stilistisch an seinem Vorgänger Asterix im Land der Götter von 2014, nachdem bereits 2006 der letzte klassische Asterix-Zeichentrickfilm erschien. Ich finde den neuen Stil, der sich fast ein bisschen zwischen neuer Animationstechnik und altem Zeichentrick bewegt aber durchaus ansprechend. Die Figuren, sowie Häuser, Bäume und andere Umgebungsobjekte sind allesamt dreidimensional animiert, während vor allem Effekte und Hintergründe oft noch wie gemalt wirken. Auch ist der Film visuell abwechslungs- und einfallsreich, da für zwischendurch Rückblenden, bzw. Nacherzählungen vergangener Ereignisse, sowie Zeitraffer aktueller Geschehnisse, verschiedene Stile (wie zum Beispiel Bleistiftschraffierungen) verwendet werden.
Was mir leider etwas sauer aufgestoßen ist, ist dass zur Darstellung des schwarzen, numidischen Piraten nach wie vor eine altmodisch-rassistische Karikatur á la Jim Crow gewählt wurde. Auch wenn die Figur schon über mehrere Filme und auch die Comics mit diesem Äußeren bekannt ist, wirkt das auf mich heute doch mindestens unmodern. Fazit Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks ist ein kurzweiliger, unterhaltsamer Film, wenn man nicht allzu viel neues erwartet. Die gute Story wird visuell schick inszeniert und mit stellenweise gutem, häufig allerdings etwas abgenutztem Humor untermalt.
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