Comic - Geschichte
Atan von den Kykladen
Atan von den KykladenComic - Geschichte | mit: Judith VanistendaelBewertung:★★★★★ Wie liebe ich antike, griechische Geschichte. Schon bei meinem ersten Besuch auf der Insel Kreta war ich von der Touribustour begeistert. Ich weiß bis heute, was die Leiterin des Tagesausfluges über Knossos erzählt hat. Ich sauge also gern Geschichten über diese Zeit auf. Daher fiel mir die Entscheidung zum Comic "Stan von den Kykladen" auch nicht sonderlich schwer, obwohl ich schon meine kleinen Bedenken hatte. Wie mir letztendlich das Comic gefallen hat, erfahrt ihr ein Stück weiter unten. Handlung Atan lebt vor etwa viertausendfünfhundert Jahren auf den Kykladen, einer griechischen Inselgruppe. Der stille, introvertierte Junge hat eine außergewöhnliche Begabung für das Modellieren von Ton und erschafft mythologische Figuren, die die Jahrtausende überdauern sollen und schließlich im Louvre in Paris landen werden.
Seine Eltern erkennen früh, dass Atan ohne seine Kunst nicht leben kann und schicken ihn auf die Insel Naxos, wo er zum Marmorbildhauer ausgebildet wird. Doch dort ist er gezwungen, seine Kreativität aufzugeben und sich stattdessen auf Geschicklichkeit und Technik zu konzentrieren – bis seinem Lehrmeister aufgeht, dass er die künstlerische Entwicklung seines Zöglings nicht einschränken darf.BewertungAutorin und Zeichnerin Judith Vanistendael ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Das Comic "Penelopes zwei Leben" war toll. Von daher war es ein weiteres Argument für die vorliegende Ausgabe. Dennoch muss ich gleich zum Beginn meiner Review ehrlicherweise festhalten, dass mich die Story nicht abgeholt hat.
Das lag einfach daran, dass ich keine Verbindung zu Atan aufbauen konnte. Seine Story war mir einfach zu dünn. Ein künstlerisches Talent muss in die nächste Stadt gehen, damit er mit seinen Händen Geld verdient. Dort wird erkannt, dass man seinem Talent freien Lauf lassen muss. Potential ist da und die Autorin hat handwerklich auch alles richtig gemacht, dennoch ist Atan zu beliebig geblieben und ist austauschbar mit unzähligen, ähnlichen Geschichten aus allen Epochen unserer Zeit. Der Startschuss war mir auch zu ereignislos. Bis zur Verabschiedung am Hafen tauchten keine Emotionen auf, zumindest konnte ich beim Lesen keine spüren.
Bitte nicht falsch verstehen, "Stan von den Kykladen" ist kein schlechtes Comic, aber man sollte dann doch ein Feinschmecker sein und sich extrem für die Thematik interessieren. Selbst ich, ein hungriger Interessierter, kam an seine Grenzen. Dabei wird dem Leser im Anschluss noch ein wenig geschichtlicher Kontext geboten, den ich wiederum interessanter fand.
Optisch passt der gezogene Strich in die Handlung und dem verspielten Charakter. Meine Augen haben sich gut aufgehoben gefühlt. Wie bereits gesagt, wurde im handwerklichen Bereich eigentlich alles richtig gemacht. Es war dann vielleicht einfach das Thema, welches nicht ganz so viel hergegeben hat. Fazit "Stan von den Kykladen" ist etwas für interessierte Feinschmecker. Die Autorin hat alles richtig gemacht, dennoch ist das Comic nicht gerade eine Rakete.
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Seine Eltern erkennen früh, dass Atan ohne seine Kunst nicht leben kann und schicken ihn auf die Insel Naxos, wo er zum Marmorbildhauer ausgebildet wird. Doch dort ist er gezwungen, seine Kreativität aufzugeben und sich stattdessen auf Geschicklichkeit und Technik zu konzentrieren – bis seinem Lehrmeister aufgeht, dass er die künstlerische Entwicklung seines Zöglings nicht einschränken darf.BewertungAutorin und Zeichnerin Judith Vanistendael ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Das Comic "Penelopes zwei Leben" war toll. Von daher war es ein weiteres Argument für die vorliegende Ausgabe. Dennoch muss ich gleich zum Beginn meiner Review ehrlicherweise festhalten, dass mich die Story nicht abgeholt hat.
Das lag einfach daran, dass ich keine Verbindung zu Atan aufbauen konnte. Seine Story war mir einfach zu dünn. Ein künstlerisches Talent muss in die nächste Stadt gehen, damit er mit seinen Händen Geld verdient. Dort wird erkannt, dass man seinem Talent freien Lauf lassen muss. Potential ist da und die Autorin hat handwerklich auch alles richtig gemacht, dennoch ist Atan zu beliebig geblieben und ist austauschbar mit unzähligen, ähnlichen Geschichten aus allen Epochen unserer Zeit. Der Startschuss war mir auch zu ereignislos. Bis zur Verabschiedung am Hafen tauchten keine Emotionen auf, zumindest konnte ich beim Lesen keine spüren.
Bitte nicht falsch verstehen, "Stan von den Kykladen" ist kein schlechtes Comic, aber man sollte dann doch ein Feinschmecker sein und sich extrem für die Thematik interessieren. Selbst ich, ein hungriger Interessierter, kam an seine Grenzen. Dabei wird dem Leser im Anschluss noch ein wenig geschichtlicher Kontext geboten, den ich wiederum interessanter fand.
Optisch passt der gezogene Strich in die Handlung und dem verspielten Charakter. Meine Augen haben sich gut aufgehoben gefühlt. Wie bereits gesagt, wurde im handwerklichen Bereich eigentlich alles richtig gemacht. Es war dann vielleicht einfach das Thema, welches nicht ganz so viel hergegeben hat. Fazit "Stan von den Kykladen" ist etwas für interessierte Feinschmecker. Die Autorin hat alles richtig gemacht, dennoch ist das Comic nicht gerade eine Rakete.