Comic - Drama
Auf in den Heldentod!
Auf in den Heldentod!Comic - Drama | mit: Shigeru MizukiBewertung:★★★★★ Shigeru Mizuki war einer der Urväter der Mangas für Erwachsene. Wie schon in der Review zu Hitler geschrieben, handelt es sich dabei nicht um Schmuddelware, sondern um hochkomplexe Themen. „Auf in den Heldentod!“ nimmt sich dem schwierigen Thema des Opfermythos der japanischen Soldaten an. Wir kennen sicherlich alle aus irgendwelchen Dokumentationen die Kampfpiloten, die sich in den Tod stürzen, indem sie einen Flugzeugträger rammen oder sich mit einem Schwert selbst richten. Mizuki ist es gelungen ein mitreißendes Manga auf die Beine zu stellen, dass für viel Kopfschütteln sorgt. Handlung Im Jahr 1943 werden 500 Soldaten der japanischen Armee auf der südpazifischen Insel Neubritannien stationiert. Viele unter ihnen haben keine Kampferfahrung oder gar eine Ausbildung. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes Kanonenfutter. Die Bedingungen sind hart. Vorgesetzte drangsalieren ihre Männer und der Dschungel bringt Tod sowie Krankheit. Als die Amerikaner landen, können sich die unterlegenden Japaner nicht halten. Einer nach dem anderen fällt und als die Situation am aussichtslosesten scheint, befehligt ein junger Offizier den Heldentod. Bessere militärische Optionen ignoriert er, denn er will sich für sein Vaterland opfern. Männer die nicht kämpfen können, werden nicht verschont, sondern erhalten eine Handgranate zur persönlichen Verwendung…BewertungIn dem Manga steckt viel Wahrheit und wenig Fiktion. Am Ende wird noch einmal genauer drauf eingegangen. Unter anderem wird auch die Tatsache berichtet, dass es bei Selbstmordkommandos immer auch Überlebende gegeben hat. Dabei hat das Seppuku (Selbstmord) eine lange Tradition in Japan und wurde bereits im 12. Jahrhundert durchgeführt. Daher ist es auch kein Wunder, dass im großen Krieg noch immer dieser Glaube an den Heldentod weit verbreitet war und insbesondere die Offiziere ihren „besonderen Moment“ brauchten, um in die zweifelhaften Geschichtsbücher einzugehen.
„Auf in den Heldentod!“ berichtet von dem sinnlosen Anrennen der japanischen Soldaten gegen eine Übermacht. Das tragische Schicksal junger Männer, die so viel hätten besseres machen können. Als eine Einheit nicht am Kampfgeschehen teilnimmt, wird sie zum Selbstmord gedrängt. Eine aberwitzige Idee, der helle Wahnsinn und doch so real. Shigeru Mizukis legt den Finger in die Wunde, zeigt jedoch mit cartoonhaften Figuren auch eine andere Seite. Eine mit viel Humor. Diesen Umschwung sieht man auf den ersten Blick, da die drastischen Bilder detaillierter gezeichnet sind und zum Beispiel die US-Soldaten schwarze – namenlose – Schatten sind.
In all dem etwas zum Lachen zu finden, ist schwer. Doch nahezu die komplette erste Hälfte besteht aus dem Lagerleben der japanischen Krieger. Viele Situationen, selbst tödliche Unfälle, sorgen für eine gute Stimmung, die dann von der kompletten Sinnlosigkeit und dem Schrecken des Krieges abgelöst wird. „Auf in den Heldentod!“ ist ein Plädoyer für das Leben, welches in einer Unterhaltung zwischen einem Arzt und einem Vorgesetzten deutlich wird. Das traditionelle Seppuku in der japanischen Armee wird in einem kleinen Dialog aus den Angeln gehoben, doch der feste Glauben daran, lässt den Arzt und uns Leser verzweifeln. Fazit „Auf in den Heldentod!“ ist ein grandioses Manga. Es berührt, bringt einen zum Schmunzeln und setzt mit seiner Generalabrechnung zum Thema Selbstopferung und Krieg einen Höhepunkt, der einen nachdenklich zurücklässt.
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„Auf in den Heldentod!“ berichtet von dem sinnlosen Anrennen der japanischen Soldaten gegen eine Übermacht. Das tragische Schicksal junger Männer, die so viel hätten besseres machen können. Als eine Einheit nicht am Kampfgeschehen teilnimmt, wird sie zum Selbstmord gedrängt. Eine aberwitzige Idee, der helle Wahnsinn und doch so real. Shigeru Mizukis legt den Finger in die Wunde, zeigt jedoch mit cartoonhaften Figuren auch eine andere Seite. Eine mit viel Humor. Diesen Umschwung sieht man auf den ersten Blick, da die drastischen Bilder detaillierter gezeichnet sind und zum Beispiel die US-Soldaten schwarze – namenlose – Schatten sind.
In all dem etwas zum Lachen zu finden, ist schwer. Doch nahezu die komplette erste Hälfte besteht aus dem Lagerleben der japanischen Krieger. Viele Situationen, selbst tödliche Unfälle, sorgen für eine gute Stimmung, die dann von der kompletten Sinnlosigkeit und dem Schrecken des Krieges abgelöst wird. „Auf in den Heldentod!“ ist ein Plädoyer für das Leben, welches in einer Unterhaltung zwischen einem Arzt und einem Vorgesetzten deutlich wird. Das traditionelle Seppuku in der japanischen Armee wird in einem kleinen Dialog aus den Angeln gehoben, doch der feste Glauben daran, lässt den Arzt und uns Leser verzweifeln. Fazit „Auf in den Heldentod!“ ist ein grandioses Manga. Es berührt, bringt einen zum Schmunzeln und setzt mit seiner Generalabrechnung zum Thema Selbstopferung und Krieg einen Höhepunkt, der einen nachdenklich zurücklässt.