Comic - Marvel

Avengers: No Road Home

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Avengers: No Road Home
Avengers: No Road HomeComic - Marvel | mit: Autoren: Al Ewing, Mark Waid, Jim Zub, Zeichner: Varlo Barberi, Sean Izaakse, Pacco MedinaBewertung:★★★★★ Im Kampf gegen die Dunkelheit. Nach dem Avengers-Event „Der letzte Kampf“ in der Legacy-Ära bewacht „Voyager“ den gefangenen „Challenger“. Doch Starautoren Al Ewing und Mark Waid, die auch für „Der letzte Kampf“ verantwortlich waren, versammeln ebenfalls erneut ein großes Team um sich und geben Voyager eine weitere Aufgabe. Handlung Es gibt Ärger im Olymp. Während Halbgott Hercules als Held auf der Erde weilt, gehen plötzlich überall die Lichter aus. Und nicht nur auf der Erde verschwindet sämtliches Licht. Grund dafür ist Nyx, Göttin der Dunkelheit, die auf dem Olymp blutige Rache dafür nimmt, dass sie ausgestoßen wurde. Um gänzlich unbesiegbar zu werden muss sie ihre Kraft aus drei dunklen Kristallen zurückgewinnen. Dies gilt es mit einem Team-Up der besonderen Art zu verhindern. Neuere und ältere Avengers, Hercules und letztlich sogar Conan der Barbar werden in den Kampf verwickelt. BewertungAvengers: No Road Home ist ein monumentales 250-seitiges Werk, dass mich in Story und Inszenierung sehr überzeugt hat. Die Geschichte wird im Wechsel von einzelnen Beteiligten erzählt und so erhalten wir als Leserinnen und Leser Einblick in die jeweilige Gefühlswelt einzelner Charaktere. Gleichzeitig sorgt dies dafür die Story spannend und abwechslungsreich zu strukturieren. Zu Beginn werden einige Abschnitte der Ausgangssituation gewidmet. Als es dunkel wird, hat Hercules gerade Rocket Racoon beim Klauen erwischt, „Hawkeye“ Clint Barton sitzt mit Wanda alias „Scarlett Witch“ in einem Diner, Vision und Spectrum untersuchen Visions schwindende Kräfte und Bruce Banner geht irgendwo alleine durch New Mexiko. Kommentiert werden diese ersten Szenen von „Voyager“, die von der Gefahr als erste erfährt und mit ihren Teleportfähigkeiten diese Avengers versammelt. Im Olymp angekommen treffen sie dann auf Nyx und ihre Kinder, allesamt ebenfalls mächtige Götter. Für die Götter um Zeus kommt allerdings jede Hoffnung zu spät.
Die Avengers müssen nun an verschiedenen Orten die Kinder der Nyx in verschiedenen Teams bekämpfen und gleichzeitig versuchen, vor Nyx die Kristalle ihrer Macht zu finden. Erschwert wird dies durch verschiedene Umstände, wie die Tatsache, dass Nyx Wandas Augenlicht geraubt hat und von da an durch ihre Augen sehen kann. Findet also Wanda einen Kristall, findet ihn auch Nyx. Außerdem gerät sie im Kampf in eine andere Welt, die von Conan dem Barbaren. Insgesamt passiert in dem Comic einfach durchgehend Vieles parallel, ohne, dass es dabei zu unübersichtlich wird. Die Erzählstruktur inklusive erklärender Rückblenden und wechselnder Erzählstimmen, ist exzellent gelungen. Ein wahres Action-Feuerwerk, dass nicht den roten Faden aus den Augen verliert. Auch inhaltlich sind die Seiten prall gefüllt mit Ungewöhnlichem, Überraschendem und emotionalen Momenten. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber Hulk mit Schwert auf einem grün flammenden Pferd, das sieht man nicht allzu häufig.
Auch visuell ist der Comic meiner Meinung nach erstklassig, gerade in Bezug auf die Farbgebung und den Wechsel von Licht und Dunkelheit, der ja auch Kernthema der Geschichte ist. Das gibt in Verbindung zu Story ein sehr stimmiges Bild. Einige Panels – beispielsweise verschiedene Heldinnen und Helden in unterschiedlich leuchtenden Farben vor schwarzem Hintergrund dargestellt – sind so gut, dass ich sie mir am liebsten als Poster aufhängen würde. Fazit Hercules, Conan und einige der Avengers in einem Band: Das hätte auch gut nach hinten losgehen können. Avengers: No Road Home ist aber hervorragend. Die Geschichte ist spannend und trotz der vielen Schauplatz- und Erzählwechsel und der Fülle an Charakteren übersichtlich strukturiert. Auch optisch gefällt mir der Band außergewöhnlich gut. Hierfür gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung.
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