Comic - DC

Batgirl Megaband 3: Zurück in Gotham City

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Batgirl Megaband 3: Zurück in Gotham City
Batgirl Megaband 3: Zurück in Gotham CityComic - DC | mit: Mairghread Scott, Paul PelletierBewertung:★★★★★ Als kleines Kind war Batgirl meine Lieblings-Superheldin, vor allem wegen der Adam-West-Batman-Serie und dem unsäglichen Schumacher-Film Batman & Robin. Trotzdem habe ich bis heute kaum Batgirl-Comics gelesen. Das ändert sich jetzt aber, denn der neue Batgirl-Megaband soll ja besonders einsteigerfreundlich sein… oder? Handlung Barbara Gordon hat eine eigene Firma gegründet, belegt im Burnside College Bibliothekswissenschaften – und wacht nachts als Batgirl über Gothams Außenbezirk Burnside. Ihr neuester Fall aber bringt sie zurück nach Gotham, denn der Kunstdieb Grotesque plant etwas Großes. Dieser Fall lässt Batgirl an ihre Grenzen stoßen. Denn nach einem Kampf mit Grotesque wurde ihr Implantat, das ihr das Laufen ermöglicht, beschädigt und beeinträchtigt sie nicht nur physisch. Denn auch ihr fotografisches Gedächtnis hat einen Knacks abbekommen.BewertungDer Hauptteil des Megabands besteht aus der oben sehr grob zusammengefassten Story, die meiner Meinung nach sehr kompakt und spannend erzählt ist. Der eigentliche Fall – ein Maskierter klaut reichen Bürgern ihre teuren Kunstobjekte und verwandelt die Opfer dann kurzerhand selbst zu blutigen, grausamen Kunstwerken – ist dabei meiner Meinung nach nicht allzu spannend. Er und Batgirl liefern sich ein paar Duelle, die ganz gut bebildert sind, aber allzu innovativ ist das nicht. Was ich spannender finde ist die Tatsache, dass er – eher aus Versehen – Batgirl fasst wieder zur Rollstuhlfahrerin macht. Ihr Kampf gegen ihren Körper und die drohende Gefahr, dass sie nicht nur wieder im Rollstuhl landen könnte, sondern dass die Beschädigung des Implantats ihr Superhirn ausschalten könnte, halte ich für eine sehr spannende Geschichte. Auch, weil sie sich nicht nur mit sich selbst auseinandersetzen muss, sondern auch mit ihrem Vater. Die Spannung zwischen den beiden und der Frust, den sie beide empfinden, löst sich zwar etwas zum Ende dieser Geschichte, wird aber in die nächste weitergetragen. Zu merken, dass die Geschichten nicht in einem luftleeren Raum passieren, sondern dass die Figuren sich weiterentwickeln und ihre Beziehungen untereinander von den vorherigen Ereignissen, die man gerade gelesen hat, beeinflusst werden, ist für mich ein Mehrwert von einem solchen Megaband.
Der Großteil der Geschichten, die im Megaband versammelt sind, stammen aus den Federn von Mairghread Scott und Paul Pelletier. Am Anfang des Megabands hingegen, kommen die Geschichten von anderen AutorInnen und ZeichnerInnen. Dadurch, dass die einzelnen Stories in sich geschlossen sind hat mir der Wechsel nichts ausgemacht. Ich finde es sogar schön zu sehen, wie unterschiedlich die verschiedenen kreativen Köpfe Batgirl inszenieren. Meine Lieblingsgeschichte stammt von Marguerite Bennett und Dan Panosian, ist nur sieben Seiten lang und handelt von Batgirl und Nightwing. Naja, eigentlich nur von Barbara Gordon und Dick Grayson, die sich in einem Hotelzimmer treffen und über ihre Beziehung zueinander diskutieren und darüber sinnieren, wie ihre Traumhochzeit aussehen würde. Keine Action, kein Geballer – einfach nur zwei Leute, die sich gerne haben und sich miteinander unterhalten. Mir gefallen solche stillen Momente in Superhelden-Comics sehr gut, da man dann sehr schön ohne Ablenkungen in die Psyche der Figuren eintauchen kann.
Das einzige, was ich etwas schade finde ist, dass das Kostüm von Batgirl verändert wurde. Ich fand den blauen Anzug mit den gelben Boots richtig toll und er sah meiner Meinung nach sehr funktional aus. Der neue Anzug ist meiner Meinung nach etwas generischer, da er nur ein weiterer knallenger Bodysuit mit einem gelben Gürtel ist. Lediglich der kleine gelbe Rucksack macht ihn für mich etwas „alltagstauglicher“.
Fazit Mir hat Batgirl Megaband 3: Zurück in Gotham City ganz gut gefallen, vor allem was die Hauptstory angeht. Auch, dass viele der anderen Geschichten in sich geschlossen sind, hat mir gut gefallen, da dadurch die Wechsel der Kreativteams nicht so sehr unpassend wirkten. Was ich etwas schade finde ist, dass der meiner Meinung nach sehr coole Anzug, den Batgirl vorher hatte, durch einen sehr generischen Bodysuit ausgetauscht wurde.
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