Comic - DC

Batman/Deathblow: Nach dem Feuer

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Batman/Deathblow: Nach dem Feuer
Batman/Deathblow: Nach dem FeuerComic - DC | mit: Autor: Brian Azzarello; Zeichner: Lee BermejoBewertung:★★★★★ Als ich das Cover von Batman/Deathblow: Nach dem Feuer gesehen habe, habe ich nur gedacht: Was hast du dir da bloß eingebrockt. Denn das Cover strotzt nur so vor Testosteron und Gewalt. Na super… Aber der Comic zeigt mal wieder, dass der Spruch „Beurteile niemals ein Buch nach seinem Einband“ wirklich stimmt. Handlung Der dunkle Detektiv trifft auf einen finsteren Spion… Denn nachdem sein Freund Scott auf mysteriöser Weise ums Leben kommt, führt Batmans Ermittlung ihn direkt zu einer zehn Jahre alten Mission des Geheimagenten und Auftragkillers Deathblow. Was haben die Fälle von Brandstiftung und Mord mit dem US-Geheimndiest IO zu tun und welche Rolle spielt eine abgehackte, verbrannte Hand, die an einer Mautstelle gefunden wurde? BewertungBatman/Deathblow: Nach dem Feuer ist dreckig, laut und blutig. Allein schon das Artwork von Lee Bermejo versetzt einen in eine Welt, in der die Sonne niemals richtig zu scheinen scheint. Alles ist düster, was nicht nur wunderbar zu Batman und Gotham passt, sondern auch diese Spionage-Geschichte passend vermittelt. Gotham ist verdreckt und die Farbpalette ist sehr reduziert. Den meisten Panels ist ein gelb-grünlicher Filter übergelegt, als ob es in Gotham immer nur regnen würde und alle krank wären. Manche Panels sind in ein blaues Licht gehüllt, was aber die bedrückende Stimmung nicht besser macht.
Auch das Charakterdesign wirkt so, als hätte man die Bürger von Gotham durch einen dystopischen Fleischwolf gezogen. Die Gesichter sind zerfurcht und von tiefen Schatten umhüllt. Batman sieht noch mehr aus wie eine der vielen Wasserspeier, die unerklärlicherweise sämtliche Gebäude von Gotham zieren. Zwischendurch habe ich mich schwergetan, die verschiedenen Figuren auseinanderzuhalten, da sie für mich fast alle gleich aussehen.
Es hilft auch nicht, dass Flashbacks und Hauptstory sich sehr ähneln. Mir hätte eine etwas andere farbliche Gestaltung für die verschiedenen Zeitebenen besser gefallen. Trotzdem finde ich die Zeitwechsel gelungen. Irrungen und Wirrungen in den beiden Strängen passieren zeitgleich, sodass man nie schlauer ist als die anderen Figuren und mit ihnen ihre jeweiligen Stories erlebt. Diese Erzählweise hat mich bis zum Ende bei der Stange gehalten und gezwungen, weiterzulesen. Nur das Ende habe ich dann doch nicht kapiert, was das bis dahin sehr schön aufgebaute Kartenhaus für mich in sich hat zusammenfallen lassen. Fazit Die Mini-Serie Batman/Deathblow: Nach dem Feuer hat mir bis kurz vor Ende ziemlich gut gefallen. Die düstere Film-Noir-/Spionage-Geschichte passte sehr gut zum dreckigen, fast farblosen Artwork. Nur das Ende habe ich überhaupt nicht verstanden, was die Leseerfahrung letztendlich doch sehr getrübt hat.
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