Game - Abenteuer
Bear With Me: The Complete Edition
Bear With Me: The Complete EditionGame - Abenteuer | mit: Entwickler: Exordium Games; Publisher: Modus GamesBewertung:★★★★★ Film Noir ist ein Genre, das ich nicht mit knuddeligen Kuscheltieren und kleinen Mädchen verbinden würde. Aber genau das ist das Point’n’Click-Abenteuer „Bear With Me“: Eine Mischung aus Kinderfantasie und 30er-Jahre-Detektiv-Story mit einer Prise Meta-Humor. Handlung Im Hauptteil der Complete Edition von „Bear With Me“ wird Ambers Bruder Flint vermisst. Um ihn zu finden, muss sie sich mit ihrem alten Freund und Detektiv Ted E. Bear zusammentun. Doch zwischen den beiden stehen unaufgelöste Konflikte, die die Zusammenarbeit erst sehr erschweren. Doch sie müssen sich zusammenreißen, denn nicht neben Flints Verschwinden droht ein neuer Gegenspieler, die Stadt Paper City ins Chaos zu stürzen.
Zusätzlich zur Complete Edition, aber auch als Einzelkapitel erhältlich, ist „The Lost Robots“ das Prequel zur Hauptgeschichte, in dem Ted E. Bear nun mit Flint zusammenarbeiten muss, um das Verschwinden vieler Roboter aufzuklären.
Trailer BewertungDie Idee hinter „Bear With Me“ hat mich sofort gepackt, als ich den Trailer zur neuen Complete Edition gesehen habe. Die Grafik im Spiel sieht auch genauso aus, wie im Trailer, was mich sehr gefreut hat. Die Schwarzweißbilder tragen viel zur etwas düsteren, auf jeden Fall sehr atmosphärischen Stimmung des Spiels bei. Diese wird aber sehr schön durch die „kindliche“ Geschichte gebrochen– kindlich hier im Sinne, dass die Welt eindeutig der Fantasie eines Kindes entsprungen ist und die Akteure dieser Welt allesamt Spielzeuge sind.
Ein weiterer Bruch mit dem eigentlich sehr ernsten Genre Film Noir kommt von den witzigen und vor Sarkasmus triefenden Dialogen. Allen voran Ted E. Bear sieht alles durch eine sehr dicke Zynismus-Brille. Kein Wunder, er ist der abgebrühte, von der Welt enttäuschte Detektiv. Das ist nur eine der guten Ideen, wie mit Genrekonventionen gebrochen wird. Weitere solche Elemente sind bspw. die „Femme Fatale“, die in „Bear With Me“ das junge Mädchen Amber ist, oder die zwielichtigen Typen, die Spielzeuge und Kuscheltiere sind.
Das Ganze als Point’n’Click-Spiel umzusetzen, ist meiner Meinung nach auch eine ziemlich nette Idee. Anstatt etwa wie in einem „L.A. Noire“ Verdächtige zu jagen, in Schießereien zu geraten oder Autorennen zu veranstalten, muss man in „Bear With Me“ Sachen anklicken, die Inventar-Items miteinander kombinieren und so die Rätsel lösen. Klingt jetzt vielleicht nicht allzu spannend, macht aber durchaus Spaß.
Bei manchen Rästel bin ich aber hängen geblieben, das lag aber nicht daran, dass diese zu schwer waren. Ich habe „Bear With Me“ auf der Nintendo Switch gespielt und mal wieder gemerkt, dass Point’n’Click-Spiele für mich auf einer Konsole nicht so gut funktionieren. Mit dem Joy-Stick genau den einen Punkt zu erwischen, auf den man klicken will, ist eine kleine Herausforderung und macht das Rätsellösen an der einen oder anderen Stelle etwas schwierig. Auch im Handheld-Modus ist die Steuerung nicht viel besser, vor allem, wenn man versucht, mit den Fingern direkt auf dem Display rumzudrücken. Zwar funktioniert das technisch ganz okay, da das Spiel schnell reagiert, dennoch muss man gefühlt alles antippen, bevor man den richtigen Gegenstand oder die nächste Aufgabe findet. Ich habe „Bear With Me“ vor einiger Zeit auch auf dem PC gespielt und da hat mir das Spiel etwas mehr Spaß gemacht.
Ein anderer Aspekt, den man vielleicht erwähnen sollte, ist, dass die Spielsprache Englisch ist. Zwar kann man Untertitel in verschiedenen Sprachen auswählen, gesprochen wird jedoch immer auf Englisch. Mir hat das sehr gut gefallen, u.a. auch da die Sprecher die witzigen Dialoge sehr schön trocken eingesprochen haben.
Fazit Meiner Meinung nach ist „Bear With Me“ ein kurzweiliges Point’n’Click-Abenteuer, das schön mit den Konventionen des Film-Noir-Genres spielt und mit witzigen Dialogen sehr gut punkten kann. Ich würde das Spiel aber eher für den PC empfehlen, aber nur, weil ich Point’n’Click-Spiele eben lieber mit Maus spiele als mit einem Controller.
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Zusätzlich zur Complete Edition, aber auch als Einzelkapitel erhältlich, ist „The Lost Robots“ das Prequel zur Hauptgeschichte, in dem Ted E. Bear nun mit Flint zusammenarbeiten muss, um das Verschwinden vieler Roboter aufzuklären.
Trailer BewertungDie Idee hinter „Bear With Me“ hat mich sofort gepackt, als ich den Trailer zur neuen Complete Edition gesehen habe. Die Grafik im Spiel sieht auch genauso aus, wie im Trailer, was mich sehr gefreut hat. Die Schwarzweißbilder tragen viel zur etwas düsteren, auf jeden Fall sehr atmosphärischen Stimmung des Spiels bei. Diese wird aber sehr schön durch die „kindliche“ Geschichte gebrochen– kindlich hier im Sinne, dass die Welt eindeutig der Fantasie eines Kindes entsprungen ist und die Akteure dieser Welt allesamt Spielzeuge sind.
Ein weiterer Bruch mit dem eigentlich sehr ernsten Genre Film Noir kommt von den witzigen und vor Sarkasmus triefenden Dialogen. Allen voran Ted E. Bear sieht alles durch eine sehr dicke Zynismus-Brille. Kein Wunder, er ist der abgebrühte, von der Welt enttäuschte Detektiv. Das ist nur eine der guten Ideen, wie mit Genrekonventionen gebrochen wird. Weitere solche Elemente sind bspw. die „Femme Fatale“, die in „Bear With Me“ das junge Mädchen Amber ist, oder die zwielichtigen Typen, die Spielzeuge und Kuscheltiere sind.
Das Ganze als Point’n’Click-Spiel umzusetzen, ist meiner Meinung nach auch eine ziemlich nette Idee. Anstatt etwa wie in einem „L.A. Noire“ Verdächtige zu jagen, in Schießereien zu geraten oder Autorennen zu veranstalten, muss man in „Bear With Me“ Sachen anklicken, die Inventar-Items miteinander kombinieren und so die Rätsel lösen. Klingt jetzt vielleicht nicht allzu spannend, macht aber durchaus Spaß.
Bei manchen Rästel bin ich aber hängen geblieben, das lag aber nicht daran, dass diese zu schwer waren. Ich habe „Bear With Me“ auf der Nintendo Switch gespielt und mal wieder gemerkt, dass Point’n’Click-Spiele für mich auf einer Konsole nicht so gut funktionieren. Mit dem Joy-Stick genau den einen Punkt zu erwischen, auf den man klicken will, ist eine kleine Herausforderung und macht das Rätsellösen an der einen oder anderen Stelle etwas schwierig. Auch im Handheld-Modus ist die Steuerung nicht viel besser, vor allem, wenn man versucht, mit den Fingern direkt auf dem Display rumzudrücken. Zwar funktioniert das technisch ganz okay, da das Spiel schnell reagiert, dennoch muss man gefühlt alles antippen, bevor man den richtigen Gegenstand oder die nächste Aufgabe findet. Ich habe „Bear With Me“ vor einiger Zeit auch auf dem PC gespielt und da hat mir das Spiel etwas mehr Spaß gemacht.
Ein anderer Aspekt, den man vielleicht erwähnen sollte, ist, dass die Spielsprache Englisch ist. Zwar kann man Untertitel in verschiedenen Sprachen auswählen, gesprochen wird jedoch immer auf Englisch. Mir hat das sehr gut gefallen, u.a. auch da die Sprecher die witzigen Dialoge sehr schön trocken eingesprochen haben.
Fazit Meiner Meinung nach ist „Bear With Me“ ein kurzweiliges Point’n’Click-Abenteuer, das schön mit den Konventionen des Film-Noir-Genres spielt und mit witzigen Dialogen sehr gut punkten kann. Ich würde das Spiel aber eher für den PC empfehlen, aber nur, weil ich Point’n’Click-Spiele eben lieber mit Maus spiele als mit einem Controller.