Comic - Geschichte
Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UdSSR)
Berichte aus der Ukraine (Erinnerungen an die Zeit der UdSSR)Comic - Geschichte | mit: IgortBewertung:★★★★★ Der Comic-Künstler Igort, der im Jahr 1958 in Italien geboren wurde, hat im Jahr 2003 auf der Frankfurter Buchmesse den Preis in der Kategorie "Comic des Jahres" gewonnen. Seine Werke haben einen ernsten Hintergrund, wie der Titel "Berichte aus der Ukraine" in der heutigen Zeit leidvoll wiedergibt. Dazu gibt es bereits auch einen zweiten Teil, den ich aber noch nicht gelesen habe. Passend dazu - und den Titel habe ich vorliegen und der wird von mir auch rezensiert - gibt es noch den Comic "Berichte aus Russland". Ernste Dinge, die aber auch einem Massenpublikum zugänglich gemacht werden müssen. Handlung “Man muss nur ein wenig an der Oberfläche kratzen, und schon spürt man hinter der sowjetischen Verschlossenheit das Verlangen, angehört zu werden…”
Serafima Andrejewna war erst vier Jahre alt, als 1932 der Holodomor in ihrem Dorf begann. Sie berichtet von Elend, Tod, sogar von Kannibalismus infolge dieser von Stalin provozierten Hungersnot. Auch Maria Iwanowna hat in ihrer Jugend mit Leichnamen überhäufte Wagen durch ihr Dorf fahren sehen. Während der deutschen Besetzung musste sie dann erleben, wie ihre Mutter von den Deutschen verschleppt wurde. Anatoli erzählt von einem jüngeren Drama der ukrainischen Geschichte, von Tschernobyl.
Anderthalb Jahre ist Igort zwischen 2008 und 2009 durch die Ukraine, Russland und Sibirien gereist, um die Erinnerungen der Menschen festzuhalten. In seinen Aufzeichnungen verbindet der italienische Auto diese Geschichten. BewertungHeftigste Erlebnisse werden uns in "Berichte aus der Ukraine" aufgezeigt. Es sind absolut traurige, deftige Geschichten. Die Ukraine hat in ihrer Vergangenheit einiges durchgemacht. Mir war es trotz der aktuellen Berichterstattung nicht bewusst, was für ein Leid die Menschen über sich erdulden mussten. Alles begann mit der Hungersnot, die durch Stalin verursacht wurde. Ein Diktator, für den ein Menschenleben nicht zählte. Er vernichtete unzählige Leben, indem er ein ganzes Volk aushungerte. Heute streiten sich noch Polikter darüber, ob das ein Genozid war. Der Henker von damals hätte sich in Nürnberg zu den anderen Tätern stellen sollen und gemeinsam das Schicksal am Strang erdulden müssen. Alleine in der Ukraine sind ca. 3.000.000 Existenzen ausgelöscht worden. Insgesamt hat sein Terror sogar acht bis neun Millionen Todesopfer gefordert. Weitere Verbrechen sind aus diesen Zahlen ausgenommen.
Menschen starben auf der Straße, sie wurden dazu gezwungen teilweise andere Menschen aufzuessen. Die Mordrate stieg. Grausam. Und dann kamen auch noch die Deutschen. Die Nazis haben da weiter gemacht, wo die Russen aufgehört hatten. Sie haben das Volk nicht systematisch verhungert, sie haben es versklavt. Anstatt es für ihre Ziele auszunutzen, indem sie den Hass, die angestaute Wut auf den nächsten Eroberungsfeldzug gerichtet hätten, blieben sie ihrer Rassentheorie treu.
Dass das Land noch mehr durchgemacht hat, wissen wir nur zu gut. Damit ist auch gar nicht der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gemeint, sondern Tschernobyl. Dieses Thema wird ebenfalls erwähnt. Wenn man an dieser Stelle zurück rechnet, dann sind es fast 100 Jahre voller Leid. Denn die Zeit nach dem Krieg bis hin zum Mauerfall, war auch nicht leicht. Dennoch hatte der Kommunismus zumindest für Arbeit und Nahrung gesorgt. Jedoch war auch nicht alles Gold was glänzte, was u.a. mit einer überteuerten Arztrechnung aufgearbeitet wird. Fazit "Berichte aus der Ukraine" präsentiert schockierende Geschichten aus der Ukraine und lässt uns alle hoffen, dass die Ukraine nach den aktuellen Ereignissen irgendwann einmal zur Ruhe kommt.
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Serafima Andrejewna war erst vier Jahre alt, als 1932 der Holodomor in ihrem Dorf begann. Sie berichtet von Elend, Tod, sogar von Kannibalismus infolge dieser von Stalin provozierten Hungersnot. Auch Maria Iwanowna hat in ihrer Jugend mit Leichnamen überhäufte Wagen durch ihr Dorf fahren sehen. Während der deutschen Besetzung musste sie dann erleben, wie ihre Mutter von den Deutschen verschleppt wurde. Anatoli erzählt von einem jüngeren Drama der ukrainischen Geschichte, von Tschernobyl.
Anderthalb Jahre ist Igort zwischen 2008 und 2009 durch die Ukraine, Russland und Sibirien gereist, um die Erinnerungen der Menschen festzuhalten. In seinen Aufzeichnungen verbindet der italienische Auto diese Geschichten. BewertungHeftigste Erlebnisse werden uns in "Berichte aus der Ukraine" aufgezeigt. Es sind absolut traurige, deftige Geschichten. Die Ukraine hat in ihrer Vergangenheit einiges durchgemacht. Mir war es trotz der aktuellen Berichterstattung nicht bewusst, was für ein Leid die Menschen über sich erdulden mussten. Alles begann mit der Hungersnot, die durch Stalin verursacht wurde. Ein Diktator, für den ein Menschenleben nicht zählte. Er vernichtete unzählige Leben, indem er ein ganzes Volk aushungerte. Heute streiten sich noch Polikter darüber, ob das ein Genozid war. Der Henker von damals hätte sich in Nürnberg zu den anderen Tätern stellen sollen und gemeinsam das Schicksal am Strang erdulden müssen. Alleine in der Ukraine sind ca. 3.000.000 Existenzen ausgelöscht worden. Insgesamt hat sein Terror sogar acht bis neun Millionen Todesopfer gefordert. Weitere Verbrechen sind aus diesen Zahlen ausgenommen.
Menschen starben auf der Straße, sie wurden dazu gezwungen teilweise andere Menschen aufzuessen. Die Mordrate stieg. Grausam. Und dann kamen auch noch die Deutschen. Die Nazis haben da weiter gemacht, wo die Russen aufgehört hatten. Sie haben das Volk nicht systematisch verhungert, sie haben es versklavt. Anstatt es für ihre Ziele auszunutzen, indem sie den Hass, die angestaute Wut auf den nächsten Eroberungsfeldzug gerichtet hätten, blieben sie ihrer Rassentheorie treu.
Dass das Land noch mehr durchgemacht hat, wissen wir nur zu gut. Damit ist auch gar nicht der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gemeint, sondern Tschernobyl. Dieses Thema wird ebenfalls erwähnt. Wenn man an dieser Stelle zurück rechnet, dann sind es fast 100 Jahre voller Leid. Denn die Zeit nach dem Krieg bis hin zum Mauerfall, war auch nicht leicht. Dennoch hatte der Kommunismus zumindest für Arbeit und Nahrung gesorgt. Jedoch war auch nicht alles Gold was glänzte, was u.a. mit einer überteuerten Arztrechnung aufgearbeitet wird. Fazit "Berichte aus der Ukraine" präsentiert schockierende Geschichten aus der Ukraine und lässt uns alle hoffen, dass die Ukraine nach den aktuellen Ereignissen irgendwann einmal zur Ruhe kommt.