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Bird Box

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Bird Box
Bird Box Netflix | mit: Sandra Bullock, Julian Edwards, Vivien Lyra BlairBewertung:★★★★★ „Bird Box“? Da war doch etwas in den Nachrichten!? Viele Leute verbinden sich beim Autofahren oder im Kaufhaus die Augen. Was sich komisch anhört, ist Wirklichkeit geworden. Ein Netflix-Streifen hat mal wieder medial für Aufsehen gesorgt. Nach dem Sichten frage ich mich allerdings „Warum das Ganze?“. Mehr in der Review. Handlung Auf der Welt geht etwas komisches vor sich. Menschen stürzen sich in den Selbstmord. Eine unbekannte Macht animiert sie dazu. Darum können die wenigen Überlebenden nur noch in abgedunkelten Wohnungen leben und wenn sie nach draußen gehen, müssen sie ihre Augen bedecken. Sobald man eines der Monster sieht, bekommt man den Selbstmordtrieb. Die hochschwangere Malorie (Sandra Bullock) ist eine der Überlebenden und durch Zufall überlebt sie den Massenselbstmord. Fünf Jahre später versucht sie mit ihren beiden Kindern, die sie nur Junge (Julian Edwards) und Mädchen (Vivien Lyra Blair) nennt, eine sichere Zuflucht zu finden. Der Weg dorthin führt über einen gefährlichen Fluss, doch das Risiko scheint es wert zu sein. Trailer Bewertung„Bird Box“ beginnt hart. Die zwei Kinder erhalten ausdrückliche Befehle, anders kann man es nicht nennen, damit sie nicht die Binden abnehmen. Es gibt in dieser Szene keine Empathie und es scheint keine Mutterliebe da zu sein. Im zweiten Zeitstrang, der fünf Jahre davor angesiedelt ist, wird dem Zuschauer ziemlich schnell gezeigt, wie sich die Leute umbringen. Es gibt eine Frau die setzt sich zum Beispiel in ein brennendes Auto und die nächste haut sich den Kopf an einer Scheibe ein. Der Start ist geglückt und dürfte das Interesse des Publikums geweckt haben.

Was dann allerdings passiert, ist wegen dem großen Potential sehr schade, denn die Handlung fängt an vor sich hin zu plätschern. Da man irgendwie alles schon einmal gesehen hat, wie in den Filmen „Der Nebel“ oder „A Quiet Place“, geht die Spannung total flöten. Es werden immer wieder kleine Highlights gestreut, sodass der Zuschauer bei der Stange gehalten wird, aber der ganz große Wurf gelingt der dänische Regisseurin Susanne Bier mit „Bird Box“ nicht.

Die überwiegenden Szenen spielen vor der Bootsfahrt, die im Übrigen vor emotionaler Härte nur so strotzt (an dieser Stelle sei noch einmal die Szene vor den Stromschnellen genannt). In der Vergangenheit startet der Versuch zu zeigen, wie sich Gruppenmitglieder in einer Apokalypse verhalten. Da die Nebenfiguren aber zu schwach sind, also keinen Tiefgang besitzen, da der Fokus auf der tollen Sandra Bullock liegt, verpufft der „The Walking Dead“ Versuch. Und das, obwohl es im späteren Verlauf einen „Rick“ gibt. Ich dachte für einen kurzen Moment, dass gleich ein Zombie auftaucht…

Das Ende hat weiter für Enttäuschung gesorgt, weil ich solch eines eher in einem Mainstream-Popcorn-Film erwartet hätte. Es hat mich absolut nicht geflasht. Abschließend zwei Sätze zur Besetzung: Sandra Bullock spielt natürlich gut, etwas anderes ist man von ihr auch nicht gewohnt. Der restliche Cast bleibt jedoch in ihrem Schatten. Fazit „Bird Box“ bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Übrig bleibt ein durchschnittlicher Streifen, der etwas zu viel gehypt wird.
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