Comic - Marvel
Black Cat 1 – Auf Raubzug
Black Cat 1 – Auf RaubzugComic - Marvel | mit: Autor: Jed MacKay; Zeichner: Travel Foreman, Michael DowlingBewertung:★★★★★ Sie ist eine der vielen Freundinnen von Spider-Man/Peter Parker, eine Meisterdiebin und trägt einen hautengen, schwarzen Anzug, der ziemlich tief blicken lässt – das ist alles, was ich über die Figur Black Cat wusste. Weil ich das Charakter-Design eher mäßig finde, habe ich mich nie allzu sehr für sie interessiert. Aber da mit Black Cat 1 – Auf Raubzug eine neue Solo-Serie hier in Deutschland erschienen ist, war das für mich der perfekte Zeitpunkt, um mich etwas mehr mit Black Cat zu beschäftigen. Handlung Felicia Hardy will eigentlich ihr eigenes Ding mit ihrer Crew durchziehen, doch weil die Diebesgilde ihr auf den Nacken sitzt, muss sie sich mit ihrem alten Mentor Black Fox zusammentun. Gemeinsam brechen sie in Dr. Stranges Sanctum Sanctorum ein und beklauen die Fantastic Four. Diese Abenteuer sind aber erst das Vorspiel zu einem der spektakulärsten Raubüberfälle aller Zeiten.BewertungMich hat Black Cat 1 – Auf Raubzug nicht vom Hocker gerissen. Zwar nimmt die Geschichte im Laufe des ersten Bands an Fahrt auf und die Figuren werden einem doch mit der Zeit etwas sympathisch, richtig eingesogen haben mich die Abenteuer von Black Cat und ihrer Crew aber nicht. Vielleicht liegt es daran, dass Felicia Hardy aka Black Cat von vornherein eine voll entwickelte Figur und auch ihre Crew ist schon etabliert. Deswegen habe ich als Neueinsteigerin es etwas schwer rein gefunden, da mir viele Details und Hintergrundinfos fehlen. Zwar werden ein paar Sachen im Vorwort erzählt und erklärt, so richtig auf die folgende Geschichte hat es mich aber gefühlt trotzdem nicht vorbereitet.
Etwas mehr gepackt hat mich der Comic erst ab dem zweiten Drittel, ungefähr da, wo es mit den Raubzügen in den Häusern der Marvel-Superhelden losging. Die Stories davor sind mir nicht wirklich im Kopf geblieben. Aber zu sehen, wie das Sanctum Sanctorum sich so verhält, wenn mal nicht Dr. Strange zu Hause ist, oder wie Johnny „Die Fackel“ Storm sich auf sein angebliches Date mit Felicia vorbereitet, hat schon etwas Spaß gemacht. Diese Geschichten sind in sich geschlossen, sodass man sie gut in einem Rutsch lesen und den Comic dann beiseitelegen kann. Das einzige, was mich da wirklich gestört hat, waren die Rückblenden, die die Vergangenheit von Black Cat und Black Fox beleuchtet haben. Sie waren gefühlt nur dafür da, um einerseits die Beziehung zwischen den beiden zu vertiefen und andererseits, um Felicia ihre zündenden Ideen zu liefern. Beides finde ich eher schlecht als recht gelungen, denn die Beziehung zwischen den beiden ist mir immer noch ein Rätsel, da die Rückblenden zu kurz dafür sind. Und dass Felicia in ihrer Vergangenheit nach Lösungen kramen muss, die ihr dann ein Mann liefert – Achtung, Angry Feminist Modus an! – raubt sie in meinen Augen von ihrer eigentlich interessantesten Fähigkeit. Den Felicia Hardy ist verdammt intelligent und einfallsreich. Dass ihre schlauen und effektiven Ideen aber immer in Verbindung mit Black Fox gebracht werden, lässt einen das aber leicht übersehen.
Beim Zeichenstil bin ich ähnlich zwiegespalten wie bei der Story. Er ist für mich gleichzeitig toll und hässlich, denn ich finde die sehr groben Figurzeichnungen und die wenig detaillierten Hintergründe sehr interessant. Auch wenn die Gesichter sehr prominent im Panel zu sehen sind, sind die Gesichtszüge doch sehr simpel gezeichnet, was ich sehr charmant finde. Doch diese Leichtigkeit schlägt oft in Nachlässigkeit um. Hier hat Felicia einen sinnlichen Schmollmund, im nächsten Panel ist dieser nur noch zwei Striche, Sekunden später ist die Unterlippe sehr präsent, währen die Oberlippe verschwunden ist. Zum Glück sind die einzelnen Figuren doch sehr individuell, denn sonst hätte ich bestimmt schnell die Übersicht verloren, wer wer ist.
Fazit Ich weiß nicht so recht, was ich von der neuen Solo-Serie von Black Cat halten soll. Vielleicht fehlt mir der Hintergrund zur Figur und konnte mich deswegen nur sehr schwer in die Geschichte reinfinden. Wenn dem so ist, dann ist Black Cat 1 – Auf Raubzug eher nichts für Neulinge. Trotzdem konnte ich sehr gut mit Felicia Hardy sympathisieren. Sie ist lustig, charmant und sehr intelligent. Ein Grund vielleicht, mich mehr mit der Figur auseinanderzusetzen. Ob das auch den zweiten Band der neuen Solo-Serie einschließt… Eher nicht.
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Etwas mehr gepackt hat mich der Comic erst ab dem zweiten Drittel, ungefähr da, wo es mit den Raubzügen in den Häusern der Marvel-Superhelden losging. Die Stories davor sind mir nicht wirklich im Kopf geblieben. Aber zu sehen, wie das Sanctum Sanctorum sich so verhält, wenn mal nicht Dr. Strange zu Hause ist, oder wie Johnny „Die Fackel“ Storm sich auf sein angebliches Date mit Felicia vorbereitet, hat schon etwas Spaß gemacht. Diese Geschichten sind in sich geschlossen, sodass man sie gut in einem Rutsch lesen und den Comic dann beiseitelegen kann. Das einzige, was mich da wirklich gestört hat, waren die Rückblenden, die die Vergangenheit von Black Cat und Black Fox beleuchtet haben. Sie waren gefühlt nur dafür da, um einerseits die Beziehung zwischen den beiden zu vertiefen und andererseits, um Felicia ihre zündenden Ideen zu liefern. Beides finde ich eher schlecht als recht gelungen, denn die Beziehung zwischen den beiden ist mir immer noch ein Rätsel, da die Rückblenden zu kurz dafür sind. Und dass Felicia in ihrer Vergangenheit nach Lösungen kramen muss, die ihr dann ein Mann liefert – Achtung, Angry Feminist Modus an! – raubt sie in meinen Augen von ihrer eigentlich interessantesten Fähigkeit. Den Felicia Hardy ist verdammt intelligent und einfallsreich. Dass ihre schlauen und effektiven Ideen aber immer in Verbindung mit Black Fox gebracht werden, lässt einen das aber leicht übersehen.
Beim Zeichenstil bin ich ähnlich zwiegespalten wie bei der Story. Er ist für mich gleichzeitig toll und hässlich, denn ich finde die sehr groben Figurzeichnungen und die wenig detaillierten Hintergründe sehr interessant. Auch wenn die Gesichter sehr prominent im Panel zu sehen sind, sind die Gesichtszüge doch sehr simpel gezeichnet, was ich sehr charmant finde. Doch diese Leichtigkeit schlägt oft in Nachlässigkeit um. Hier hat Felicia einen sinnlichen Schmollmund, im nächsten Panel ist dieser nur noch zwei Striche, Sekunden später ist die Unterlippe sehr präsent, währen die Oberlippe verschwunden ist. Zum Glück sind die einzelnen Figuren doch sehr individuell, denn sonst hätte ich bestimmt schnell die Übersicht verloren, wer wer ist.
Fazit Ich weiß nicht so recht, was ich von der neuen Solo-Serie von Black Cat halten soll. Vielleicht fehlt mir der Hintergrund zur Figur und konnte mich deswegen nur sehr schwer in die Geschichte reinfinden. Wenn dem so ist, dann ist Black Cat 1 – Auf Raubzug eher nichts für Neulinge. Trotzdem konnte ich sehr gut mit Felicia Hardy sympathisieren. Sie ist lustig, charmant und sehr intelligent. Ein Grund vielleicht, mich mehr mit der Figur auseinanderzusetzen. Ob das auch den zweiten Band der neuen Solo-Serie einschließt… Eher nicht.