Comic - DC
Black Lightning – Finger am Abzug
Black Lightning – Finger am AbzugComic - DC | mit: Autor: Tony Isabella; Zeichner: Clayton HenryBewertung:★★★★★ Letztes Jahr hat der amerikanische TV-Sender CW einem weiteren Superhelden seine eigene Fernsehserie verpasst. Seit Oktober läuft bereits die zweite Staffel von Black Lightning, über Netflix können wir die Serie auch hier in Deutschland sehen. Um Comic-Neulinge auf den Geschmack zu bringen, hat Black-Lightning-Schöpfer Tony Isabella eine in sich abgeschlossene Story erschaffen, die weder auf der Serie noch auf der Comic-Kontinuität basiert. Ob sich die Lektüre von „Black Lightning – Finger am Abzug“ lohnt? Handlung Nach langer Auszeit kehr Jefferson Pierce in seine Heimat Cleveland zurück. Doch die Stadt wimmelt nur so vor Gangstern, die diese mit Hightech-Waffen in ein Schlachtfeld verwandeln. Grund genug, dass Pierce als sein Alter Ego Black Lightning in den Straßen Clevelands wieder für Recht und Ordnung sorgen möchte. Doch dann wenden sich die Polizei und die breite Öffentlichkeit gegen ihn. Hinter allem steht Tobias Whale. Der Strippenzieher arbeitet im Hintergrund nicht nur an der Verbreitung der Hightech-Waffen, sondern auch am Untergang seines alten Feindes Black Lightning.BewertungBlack Lightning kannte ich nur als Figur in der neuen, gleichnamigen Superhelden-Serie. Deswegen dachte ich mir, dass ein in sich abgeschlossener Band, der weder die Geschichte der jetzigen Comics, noch die der Serie aufgreift, sondern etwas komplett Neues erzählt, der perfekte Einstieg für mich sei. Und da diese Story dann auch noch vom Schöpfer der Figur geschrieben wurde, konnte ich mit meiner Wahl nicht viel falsch machen. Im Nachhinein habe ich auch nichts Falsches gemacht, bloß habe ich meine Erwartungshaltung zu hoch angesetzt. Denn „Black Lightning – Finger am Abzug“ ist kein schlechter Comic, etwas Besonderes ist er aber auch nicht. Also erst einmal zum Positiven. Jefferson Pierce als Figur ist sehr schön ausgearbeitet, vor allem was seine Zerrissenheit zwischen Superhelden-Dasein und seinem privaten Leben angeht. An einigen Stellen in der Geschichte muss er sich entscheiden, welches „Ich“ die jeweilige Situation am besten lösen kann. Oder er hadert mit sich selbst, nicht jeden einzelnen gerettet haben zu können. Obwohl diese Zweifel sehr klischeehaft und in fast jeder Superhelden-Geschichte zu finden sind, finde ich diese in „Black Lightning – Finger am Abzug“ sehr gut umgesetzt. Was aber vor allem gut umgesetzt ist, ist der Plan von Tobias Whale. Denn er will einfach nur Geld machen und so viele Waffen wie es nur geht verkaufen. Dafür schürt er die Angst in der Bevölkerung und versucht somit, seine Waffen begehrt zu machen. Aber er will diese nicht nur an Gangster und an verängstigte Leute verkaufen. Denn wenn die Bösen so überlegene Waffen haben, muss auch die Polizei damit ausgestattet werden. So schafft Whale sich einen Markt, den nur er beliefern kann. Seine Motivation ist dabei klar das Geld, und das wird sehr deutlich.
Leider wurde die Geschichte zum Ende hin ein bisschen wirr und durch ein paar „Deus Ex Machina“-Momente die Spannung genommen. Und obwohl der Comic sehr einsteigerfreundlich sein soll, kommen Figuren vor, die man nicht kennt. Wie z.B. Anissa und Jennifer, die Cousinen von Jefferson Pierce. Denn auch sie haben Superkräfte, nutzen diese aber nicht. Warum sie diese haben und warum sie nicht mit Black Lightning zusammen gegen das Böse kämpfen, wird nicht erklärt. Es ist auch erstaunlich, wie viele Menschen von Black Lightnings Geheimidentität wissen. Wer diese Leute sind kann man sich zwar denken, aber wirklich erklärt (vor allem was die Figur Usagi angeht) werden diese Zusammenhänge nicht.
Zum Artwork lässt sich nicht viel sagen, denn das ist weder schlecht, noch gut. Zwar ist die Action ganz gut umgesetzt, doch ich hatte das Gefühl, dass Black Lightning und Jefferson Pierce sehr unterschiedlich aussehen. Denn obwohl Black Lightning ja eigentlich nur Jefferson Pierce mit einer Augenmaske ist, haben sie sehr unterschiedliche Gesichtszüge. Deswegen waren für mich Black Lightning und Jefferson Pierce nicht zwei Seiten einer Person, sondern zwei unterschiedliche Figuren.
Fazit Ich weiß nicht, ob ich von „Black Lightning – Finger am Abzug“ als einsteigerfreundlich bezeichnen würde. Denn viel wird nicht erklärt und es somit dem Leser überlassen, sich Zusammenhänge selbst zu entschlüsseln. Dennoch finde ich den Comic ganz gut, vor allem wegen des Plans von Tobias Whale und wie Pierces Zweifel an sich und seinem Superhelden-Alter-Ego erzählt werden. Aber um ganz ehrlich zu sein, da gucke ich doch lieber die „Black Lightning“-Serie auf Netflix.
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Leider wurde die Geschichte zum Ende hin ein bisschen wirr und durch ein paar „Deus Ex Machina“-Momente die Spannung genommen. Und obwohl der Comic sehr einsteigerfreundlich sein soll, kommen Figuren vor, die man nicht kennt. Wie z.B. Anissa und Jennifer, die Cousinen von Jefferson Pierce. Denn auch sie haben Superkräfte, nutzen diese aber nicht. Warum sie diese haben und warum sie nicht mit Black Lightning zusammen gegen das Böse kämpfen, wird nicht erklärt. Es ist auch erstaunlich, wie viele Menschen von Black Lightnings Geheimidentität wissen. Wer diese Leute sind kann man sich zwar denken, aber wirklich erklärt (vor allem was die Figur Usagi angeht) werden diese Zusammenhänge nicht.
Zum Artwork lässt sich nicht viel sagen, denn das ist weder schlecht, noch gut. Zwar ist die Action ganz gut umgesetzt, doch ich hatte das Gefühl, dass Black Lightning und Jefferson Pierce sehr unterschiedlich aussehen. Denn obwohl Black Lightning ja eigentlich nur Jefferson Pierce mit einer Augenmaske ist, haben sie sehr unterschiedliche Gesichtszüge. Deswegen waren für mich Black Lightning und Jefferson Pierce nicht zwei Seiten einer Person, sondern zwei unterschiedliche Figuren.
Fazit Ich weiß nicht, ob ich von „Black Lightning – Finger am Abzug“ als einsteigerfreundlich bezeichnen würde. Denn viel wird nicht erklärt und es somit dem Leser überlassen, sich Zusammenhänge selbst zu entschlüsseln. Dennoch finde ich den Comic ganz gut, vor allem wegen des Plans von Tobias Whale und wie Pierces Zweifel an sich und seinem Superhelden-Alter-Ego erzählt werden. Aber um ganz ehrlich zu sein, da gucke ich doch lieber die „Black Lightning“-Serie auf Netflix.