Comic - Marvel

Black Panther – das erste Jahr

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Black Panther – das erste Jahr
Black Panther – das erste Jahr Comic - Marvel | mit: Autoren: Evan Narcisse, Ta-Nehisi Coates
 | Zeichner: Paul Renaud, Javier PinaBewertung:★★★★★ Die Black Panther Verfilmung wurde teilweise hochgelobt und konnte viele Zuschauer begeistern. So auch mich, der im Vorfeld von Black Panther weder etwas gelesen, noch gesehen hatte. Die Leichtigkeit, mit der im Film über politische Gegebenheiten erzählt wird, hat mich beeindruckt. Genauso konnte mich die Vielseitigkeit der Charaktere innerhalb ihres eigenen Kosmos, Wankanda, überzeugen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Panini diese Miniserie angekündigt hat. Endlich mal die Möglichkeit, Black Panther innerhalb eines Comics, in einer abgeschlossenen Story, zu erleben. Natürlich in der Hoffnung, dass der Comic genauso überzeugen kann wie der Film. Handlung Direkt am Anfang steigt die Story in die frühere Geschichte Wakandas ein. Um genauer zu sein, sehen wir T'Challas Urgroßvater, der Bekanntschaft mit Captain America macht. Cap hat den Weg nach Wakanda gefunden und wird von Azzuri wieder vertrieben. Nachdem Steve ihm aber bei der Abwehr von Eindringlingen helfen kann, überlässt er ihm ein Stück Vibranium, aus dem später das Schild gefertigt wird, das später zum Erkennungsmerkmal von Captain America werden soll.


Direkt danach lernen wir T'Challas Eltern kennen und werden Zeuge wie seine Mutter kurz nach dessen Geburt tragisch verstirbt. Danach versinkt der Vater in Selbstmitleid, bis er eine neue Frau findet und heiratet. Als Wakanda jedoch erneut von Eindringlingen angegriffen wird und T'Chaka dabei ums Leben kommt, muss T'Challa von nun an ohne seine leiblichen Eltern zureckt kommen. Nachdem sich dieser einige Jahre später den Königsthron erkämpft hatte, herrscht er, unterstützt durch seine Schwester Shuri, über Wakanda. Er sucht dabei, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die Verbindung zur Außenwelt und trifft mit dieser Einstellung nicht überall auf Zustimmung.
Es werden immer wieder Wakander entführt und bei der Aufklärung dieses Falls, kommt er in Kontakt mit Namor, der auch auf der Suche nach Atlantern ist. Nachdem der Fall aufgeklärt wurde und Wakanda immer mehr in die Öffentlichkeit rückt, werden einige Leute auf das bisher verborgene Land aufmerksam. So stattet der Winter Soldier dem König einen Besuch ab und Dr. Doom lässt sich blicken. Doch am Schluss läuft alles auf einen Showdown mit Erik Killmonger hinaus.BewertungDie Geschichte von Wakanda, mit den Vorfahren von T'Challa war schön mit anzusehen und sehr interessant geschrieben. Wobei sich diese Vorgeschichte für meinen Geschmack etwas in die Länge gezogen hat. Das ist aber durchaus Kritik auf hohem Niveau, denn jedes Panel hat seine Daseinsberechtigung und trägt dazu bei, dass man komplett in die Welt von Wakanda abtauchen kann. Das Setting ist einfach, wie im Film, gigantisch.

Der König und seine Gefolgschaft werden wunderbar umschrieben und die Charakterisierung kommt nicht zu kurz. Wobei hier ganz klar die eine oder andere Parallele zum Film zu erkennen ist. Die Beziehung zwischen T'Challa und seiner Schwester frischt die Handlung an einigen Stellen sehr schön auf. Sobald aber die Vorgeschichte abgehandelt wurde, geht die Story in einem starken Tempo voran. Die Bösewichte geben sich fast die Klinke in die Hand und T'Challa hat keine Hemmungen auch außerhalb von Wakanda aktiv zu werden. Der Wandel der hier in Wakanda vollzogen werden soll, wird sehr interessant dargestellt. Dabei wirkt das Ganze an keiner Stelle überladen oder sonstiges. Die Geschichte ist jederzeit nachvollziehbar und plausibel. Der Autor versteht es ohne Frage eine tolle Geschichte zu erzählen und verliert dabei nie den roten Faden.

Natürlich war mir im Vorfeld schon klar, dass es auf einen Showdown mit Killmonger rauslaufen wird. Jedoch hatte ich mich gefragt, wie der Winter Soldier und Dr. Doom wohl in die Geschichte passen werden. Das hat Coates zwar sehr schön umgesetzt, wurde aber für mich ein bisschen zu schnell abgearbeitet. Die Zeichnungen sind auf allerhöchstem Niveau und brauchen sich nicht verstecken. Hier wird das Setting von Wakanda perfekt getroffen.
Fazit Für Black Panther Neueinsteiger der perfekte Comic. Hier kann man bedenkenlos eine Kaufempfehlung aussprechen. Eine packende Story, die mit starken Charakteren und solider Action punkten kann!


Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.
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