Comic - Drama
Blue Giant Supreme Band 1
Blue Giant Supreme Band 1Comic - Drama | mit: Shinichi IshizukaBewertung:★★★★★ Denkt man an Mangas, denkt man unweigerlich entweder an High-School-Dramen oder Abenteuergeschichten mit Muskelprotzen. Doch Mangas bieten – wie unsere westlichen Comics auch – Raum für unterschiedlichste Geschichten. Wie etwa Blue Giant Supreme. Handlung Der junge Dai möchte der größte Jazz-Saxophonist der Welt werden. Um sein Horizont zu erweitern beschließt er, nach München zu fliegen. Was er in dort machen will und wie er seinen Aufenthalt finanzieren soll, das weiß Dai noch nicht. Was er weißt: Er will die deutsche Jazz-Szene kennenlernen und erobern. Die erste Herausforderung besteht jedoch darin, einen Platz zum Üben zu finden. Trailer BewertungViel Ahnung von Mangas habe ich nicht, von Jazz noch viel weniger. Trotzdem hat Blue Giant Supreme es geschafft, mich zu packen. Der kurze Band ward schnell gelesen und jetzt will ich einfach mehr!
Dai ist ein äußerst sympathischer Protagonist, dem man die Liebe für die Musik und speziell für den Jazz vollkommen abkauft. Solch eine Passion für eine Sache ist echt beneidenswert (auch wenn die Geschichte fiktional ist). Obwohl ich ihn nicht wirklich verstehe – ich würde niemals in ein fremdes Land reisen, ohne einen Plan zu haben –, ist Dai zu keinem Moment als Figur unstimmig oder unverständlich. Ganz im Gegenteil: Es ist spannend zu sehen, wie Dai zielstrebig und stur seinem Traum entgegengeht und seine Umgebung dadurch verändert. Etwa, indem er einer Gruppe Studierenden, die nichts mit der Musikrichtung anfangen können, zeigt, was Jazz ist und sein kann.
Auch wenn ich nicht viel von Jazz verstehe, konnte man durch die Zeichnungen sehr gut erahnen, wie es in der jeweiligen Szene wohl klingen mag. Shinichi Ishizuka schafft es sehr gut Musik zu zeichnen. Der Schweiß auf Dais Gesicht und die dynamischen Bewegungslinien geben einen Eindruck, wie kraftvoll Saxophonspielen sein kann. Aber auch die stilleren Momente, wie wenn Dai im Wohnzimmer übt, ohne einen Laut von seinem Instrument zu geben, oder an einem stillen Morgen, an dem er nicht einmal die Enten mit seiner Musik wecken will.
Auch wenn Musik das Hauptthema von Blue Giant Supreme ist, besteht der Manga nicht nur aus Bildern, die Dai beim Saxophonspielen zeigen. Er wandert viel umher und so bekommt man immer wieder sehr schöne Bilder von München zu sehen, die sehr detailgetreu sind. Die zweite Jazz-Bar, die Dai ansteuert, ist an eine echte Location angelehnt und ist wohl sowohl was Ambiente als auch Aussehen angeht, sehr nah am Original dran. Fazit Ich bin echt gespannt, wie es mit Dai weitergeht. Zwar wird am Ende – Achtung, Spoiler – deutlich, dass Dai es tatsächlich geschafft hat, einen großen Jazz-Musiker zu werden. Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Den passenden Soundtrack für den nächsten Band habe ich schon, denn Universal Music Japan hat ein Manga-Compilation-Album zu Blue Giant (die Vorgänger-Serie zu Blue Giant Supreme) herausgebracht. Vielleicht macht mich diese Manga-Serie ja zu einer Jazz-Liebhaberin!
ZURÜCK INS ARCHIV
Dai ist ein äußerst sympathischer Protagonist, dem man die Liebe für die Musik und speziell für den Jazz vollkommen abkauft. Solch eine Passion für eine Sache ist echt beneidenswert (auch wenn die Geschichte fiktional ist). Obwohl ich ihn nicht wirklich verstehe – ich würde niemals in ein fremdes Land reisen, ohne einen Plan zu haben –, ist Dai zu keinem Moment als Figur unstimmig oder unverständlich. Ganz im Gegenteil: Es ist spannend zu sehen, wie Dai zielstrebig und stur seinem Traum entgegengeht und seine Umgebung dadurch verändert. Etwa, indem er einer Gruppe Studierenden, die nichts mit der Musikrichtung anfangen können, zeigt, was Jazz ist und sein kann.
Auch wenn ich nicht viel von Jazz verstehe, konnte man durch die Zeichnungen sehr gut erahnen, wie es in der jeweiligen Szene wohl klingen mag. Shinichi Ishizuka schafft es sehr gut Musik zu zeichnen. Der Schweiß auf Dais Gesicht und die dynamischen Bewegungslinien geben einen Eindruck, wie kraftvoll Saxophonspielen sein kann. Aber auch die stilleren Momente, wie wenn Dai im Wohnzimmer übt, ohne einen Laut von seinem Instrument zu geben, oder an einem stillen Morgen, an dem er nicht einmal die Enten mit seiner Musik wecken will.
Auch wenn Musik das Hauptthema von Blue Giant Supreme ist, besteht der Manga nicht nur aus Bildern, die Dai beim Saxophonspielen zeigen. Er wandert viel umher und so bekommt man immer wieder sehr schöne Bilder von München zu sehen, die sehr detailgetreu sind. Die zweite Jazz-Bar, die Dai ansteuert, ist an eine echte Location angelehnt und ist wohl sowohl was Ambiente als auch Aussehen angeht, sehr nah am Original dran. Fazit Ich bin echt gespannt, wie es mit Dai weitergeht. Zwar wird am Ende – Achtung, Spoiler – deutlich, dass Dai es tatsächlich geschafft hat, einen großen Jazz-Musiker zu werden. Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Den passenden Soundtrack für den nächsten Band habe ich schon, denn Universal Music Japan hat ein Manga-Compilation-Album zu Blue Giant (die Vorgänger-Serie zu Blue Giant Supreme) herausgebracht. Vielleicht macht mich diese Manga-Serie ja zu einer Jazz-Liebhaberin!