Filme - Drama
Bombshell – Das Ende des Schweigens
Bombshell – Das Ende des SchweigensFilme - Drama | mit: Nicole Kidman, Charlize Theron, Margot RobbieBewertung:★★★★★ Die gesellschaftliche Debatte um die #MeToo Bewegung bekommt immer mehr Anerkennung und Zuwachs. Mit dem Kinofilm „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ wird der Skandal über sexuelle Belästigung beim Sender Fox auf die Leinwand gebracht. Es ist kein Wunder, dass bei dem Thema namenhafte Schauspielerinnen mit dabei sind: Nicole Kidman, Charlize Theron und Margot Robbie führen das Flaggschiff an, dass selbst in den Nebenrollen noch den einen oder anderen Star aufbietet. „Bombshell“ schafft es das Thema ruhig und sachlich auf den Zuschauer zu transferieren und kommt ohne die obligatorische Stimmungsmache und den US-Hollywood-Pathos aus. Handlung Gretchen Carlson (Nicole Kidman) verliert ihren Job. Sie verliert ihn nicht, weil sie etwas Böses gemacht hat, sie verliert ihn, weil sie nicht mehr ins Konzept passt. Sie muss weichen, damit eine andere Frau mit jüngeren Beinen ihren Platz einnehmen kann. Carlson wurde vor einiger Zeit von dem CEO Roger Ailes (John Lithgow) von Fox News sexuell belästigt und konnte ihren Job nur antreten, weil sie es ausgehalten hat. Gleiches Schicksal hat Megyn Kelly (Charlize Theron) erlitten, ebenso wie Kayla Pospisil (Margot Robbie). Die starken Frauen schließen sich zusammen, um gegen das Unrecht vor zu gehen. Doch wer die Mächtigen herausfordert, der kann schnell eine Bruchlandung erleben…
Trailer BewertungDas Ende ist das Beste vom guten Film „Bombshell“. Die suggerierte Botschaft ist klar und eindeutig. Sexuelle Belästigung kann überall stattfinden, es gibt überall Männer, die ihre Macht ausnutzen, indem sie Frauen nötigen etwas zu tun, was sie nicht wollen. Verweigern sich die Frauen, dann ist ihre Karriere beendet oder fängt erst gar nicht an. Es sind keine Einzelfälle, es ist ein breites Massenphänomen. An dieser Stelle sei noch kurz gesagt, dass auch Männer Opfer sein können, jedoch sind die Fallzahlen bei Frauen deutlich höher. Oftmals wird die Tat als Kavaliersdelikt angesehen, es wird müde belächelt. Das wird im Film ebenfalls sehr deutlich. Kayla Pospisil macht sich zum Beispiel über einen solchen Vorfall lustig. Obwohl sie vom Geschlecht her auf der richtigen Seite steht und nachempfinden müsste, was ihrer Kollegin passiert ist, macht sie einen Spaß über die geschilderte Situation, wie denn ein Mann einen Vxxxx benutzen könnte. Einige Zeit später zieht sie sich besonders aufreizend an, sie trägt ein wunderschönes Kleid. Warum ist klar. Sie will damit Eindruck schinden. Aber auch wenn sich eine Frau derart kleidet, ist das noch lange kein Argument für einen Mann sie wie Freiwild zu behandeln. Es gibt Grenzen und die sind nicht zu überschreiten.
In einer gerechteren Welt würde das menschliche Auge vielleicht frei von äußerlichen Erscheinungsmustern bewerten, damit auch derjenige die Stelle bekommt, der sie auf dem Papier verdient hat. Aber Vitamin-B gibt es in vielen Bereichen, Freunde verschaffen einen Vorteil, Beliebtheit oder eben Schönheit. Eine Person, die sich schön anzieht, sucht natürlich ihren Vorteil. In unserer Gesellschaft voller Einzelkämpfer sind solche Mittel aber erlaubt und dürfen nicht das Wasser für die Mühlen derer sein, die behaupten, dass eine Frau oder ein Mann schuld an einer Belästigung ist, nur, weil man es gewagt hat, sexy auszusehen. Insbesondere in dem Arbeitsumfeld von „Fox News“, denn dort gehörte es augenscheinlich zum guten Ton, nur eingestellt zu werden, wenn man eben schöne Beine hat… Um zurück auf den Film zu kommen, es war der Wendepunkt für Pospisil und den Zuschauer. Wir wurden direkt und schonungslos mit den Machenschaften konfrontiert und erlebten, was für Auswirkungen diese auf die Mitarbeiterin hatten. Dieses beklemmende Gefühl, die Hoffnungslosigkeit. Zu wissen, dass keine Hilfe an der nächsten Ecke steht.
Genau zu diesem Zeitpunkt beginnt der große Auftritt von Margot Robbie. Bekanntermaßen hat sie für die Rolle eine Nominierung für den Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ erhalten und hat mit der gezeigten Performance beste Chancen den kleinen Goldjungen zu gewinnen. Ihre Gefühlsausbrüche sind saustark, da wirkte nichts gekünzelt und der Zuschauer konnte sich somit bestens in sie hineinversetzen. Charlize Theron zeigte eine genauso starke Leistung. Daher auch vollkommen zu Recht die Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Zunächst rückt ihre Figur in die Opferfalle von Donald Trump, der sie heftig anfeindet und seine Anhänger tun ihr Übriges, um ihr das Leben zur Hölle zu machen. Sie zieht einen Schlussstrich und stolpert dann quasi in den Skandal.
Im Sender selbst entbrennt eine riesige Schlammschlacht. Jeder misstraut jedem und es ist nicht sicher, wer von den Frauen noch ein Opfer ist. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Mitarbeiterinnen, die die Werbetrommel für Roger Ailes rühren und ihn versuchen zu schützen. Wohlgemerkt handelt es sich um einen Nachrichtensender, der eigentlich dafür da sein sollte, den Menschen die Wahrheit zu berichten. Das Unternehmen „Fox News“ muss man also nicht mehr unbedingt dazu zählen.
„Bombshell“ kommt ohne große Effekthascherei aus. Der Streifen ist nüchtern und trocken, bietet aber sehr wohl spannende Elemente. Es ist ein Stück weit die Situation, die Hilflosigkeit der Frauen, die stets spürbar über allem liegt. Die Hoffnung auf eine bessere Welt bleibt bestehen und es ist allen Arbeitnehmer*innen zu wünschen, dass keiner so etwas erleben muss. In der realen Welt sieht es leider anders aus und darum gehört „Bombshell“ bereits jetzt zu den wichtigsten Filmen des Jahres!
Und zu guter Letzt der Hinweis auf den nächsten Goldjungen. Diesmal in der Kategorie „Das Beste Make-up und Hairstyling‘. Die Maskenbildner haben nämlich ganze Arbeit geleistet und haben Charlize Theron oder Nicole Kidman mal ganz anders aussehen lassen. Sie haben vollen Einsatz gezeigt und haben unter anderen Prothesen angefertigt, damit die Schauspieler*innen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich aussehen. Ich würde mal sagen, dass ist ihnen gelungen und somit geht die Maskenbildner-Crew als Favorit in das Rennen um den beliebten Oscar!
Fazit „Bombshell“ ist ein wichtiger Beitrag und sollte einfach von jedem gesehen werden. Was passiert oder besser gesagt, ist hinter den Kulissen eines großen Fernsehsenders passiert. Alle haben die Augen geschlossen, nur wenige Mutige haben etwas unternommen. Leider wird auch „Bombshell“ nicht die erreichen, die immer noch einem politischen Lager angehören, dass eher einem traditionelleren Gesellschaftsbild die Treue geschworen haben…
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Trailer BewertungDas Ende ist das Beste vom guten Film „Bombshell“. Die suggerierte Botschaft ist klar und eindeutig. Sexuelle Belästigung kann überall stattfinden, es gibt überall Männer, die ihre Macht ausnutzen, indem sie Frauen nötigen etwas zu tun, was sie nicht wollen. Verweigern sich die Frauen, dann ist ihre Karriere beendet oder fängt erst gar nicht an. Es sind keine Einzelfälle, es ist ein breites Massenphänomen. An dieser Stelle sei noch kurz gesagt, dass auch Männer Opfer sein können, jedoch sind die Fallzahlen bei Frauen deutlich höher. Oftmals wird die Tat als Kavaliersdelikt angesehen, es wird müde belächelt. Das wird im Film ebenfalls sehr deutlich. Kayla Pospisil macht sich zum Beispiel über einen solchen Vorfall lustig. Obwohl sie vom Geschlecht her auf der richtigen Seite steht und nachempfinden müsste, was ihrer Kollegin passiert ist, macht sie einen Spaß über die geschilderte Situation, wie denn ein Mann einen Vxxxx benutzen könnte. Einige Zeit später zieht sie sich besonders aufreizend an, sie trägt ein wunderschönes Kleid. Warum ist klar. Sie will damit Eindruck schinden. Aber auch wenn sich eine Frau derart kleidet, ist das noch lange kein Argument für einen Mann sie wie Freiwild zu behandeln. Es gibt Grenzen und die sind nicht zu überschreiten.
In einer gerechteren Welt würde das menschliche Auge vielleicht frei von äußerlichen Erscheinungsmustern bewerten, damit auch derjenige die Stelle bekommt, der sie auf dem Papier verdient hat. Aber Vitamin-B gibt es in vielen Bereichen, Freunde verschaffen einen Vorteil, Beliebtheit oder eben Schönheit. Eine Person, die sich schön anzieht, sucht natürlich ihren Vorteil. In unserer Gesellschaft voller Einzelkämpfer sind solche Mittel aber erlaubt und dürfen nicht das Wasser für die Mühlen derer sein, die behaupten, dass eine Frau oder ein Mann schuld an einer Belästigung ist, nur, weil man es gewagt hat, sexy auszusehen. Insbesondere in dem Arbeitsumfeld von „Fox News“, denn dort gehörte es augenscheinlich zum guten Ton, nur eingestellt zu werden, wenn man eben schöne Beine hat… Um zurück auf den Film zu kommen, es war der Wendepunkt für Pospisil und den Zuschauer. Wir wurden direkt und schonungslos mit den Machenschaften konfrontiert und erlebten, was für Auswirkungen diese auf die Mitarbeiterin hatten. Dieses beklemmende Gefühl, die Hoffnungslosigkeit. Zu wissen, dass keine Hilfe an der nächsten Ecke steht.
Genau zu diesem Zeitpunkt beginnt der große Auftritt von Margot Robbie. Bekanntermaßen hat sie für die Rolle eine Nominierung für den Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ erhalten und hat mit der gezeigten Performance beste Chancen den kleinen Goldjungen zu gewinnen. Ihre Gefühlsausbrüche sind saustark, da wirkte nichts gekünzelt und der Zuschauer konnte sich somit bestens in sie hineinversetzen. Charlize Theron zeigte eine genauso starke Leistung. Daher auch vollkommen zu Recht die Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Zunächst rückt ihre Figur in die Opferfalle von Donald Trump, der sie heftig anfeindet und seine Anhänger tun ihr Übriges, um ihr das Leben zur Hölle zu machen. Sie zieht einen Schlussstrich und stolpert dann quasi in den Skandal.
Im Sender selbst entbrennt eine riesige Schlammschlacht. Jeder misstraut jedem und es ist nicht sicher, wer von den Frauen noch ein Opfer ist. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Mitarbeiterinnen, die die Werbetrommel für Roger Ailes rühren und ihn versuchen zu schützen. Wohlgemerkt handelt es sich um einen Nachrichtensender, der eigentlich dafür da sein sollte, den Menschen die Wahrheit zu berichten. Das Unternehmen „Fox News“ muss man also nicht mehr unbedingt dazu zählen.
„Bombshell“ kommt ohne große Effekthascherei aus. Der Streifen ist nüchtern und trocken, bietet aber sehr wohl spannende Elemente. Es ist ein Stück weit die Situation, die Hilflosigkeit der Frauen, die stets spürbar über allem liegt. Die Hoffnung auf eine bessere Welt bleibt bestehen und es ist allen Arbeitnehmer*innen zu wünschen, dass keiner so etwas erleben muss. In der realen Welt sieht es leider anders aus und darum gehört „Bombshell“ bereits jetzt zu den wichtigsten Filmen des Jahres!
Und zu guter Letzt der Hinweis auf den nächsten Goldjungen. Diesmal in der Kategorie „Das Beste Make-up und Hairstyling‘. Die Maskenbildner haben nämlich ganze Arbeit geleistet und haben Charlize Theron oder Nicole Kidman mal ganz anders aussehen lassen. Sie haben vollen Einsatz gezeigt und haben unter anderen Prothesen angefertigt, damit die Schauspieler*innen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich aussehen. Ich würde mal sagen, dass ist ihnen gelungen und somit geht die Maskenbildner-Crew als Favorit in das Rennen um den beliebten Oscar!
Fazit „Bombshell“ ist ein wichtiger Beitrag und sollte einfach von jedem gesehen werden. Was passiert oder besser gesagt, ist hinter den Kulissen eines großen Fernsehsenders passiert. Alle haben die Augen geschlossen, nur wenige Mutige haben etwas unternommen. Leider wird auch „Bombshell“ nicht die erreichen, die immer noch einem politischen Lager angehören, dass eher einem traditionelleren Gesellschaftsbild die Treue geschworen haben…