Comic - Science Fiction
BUG #2
BUG #2Comic - Science Fiction | mit: Enki BilalBewertung:★★★★★ Der erste Teil von „BUG“ hatte mich damals schon recht positiv überrascht. Es ist nicht nur die Genrevermischung, die als gelungen bezeichnet werden kann, sondern, dass sich einem interessanten Thema auf intelligente Art und Weise angenähert wird. In „BUG #2“ erfährt der Leser mehr über die Hintergründe und wird darüber hinaus noch tiefer und weiter in die doch so nahe Zukunft geschleudert. Enki Bilal, veröffentlicht bereits seit den frühen 1970er- Jahren Comics, schafft es mal wieder sein Publikum den nahen Weltuntergang bildlich gut darzustellen und uns inhaltlich zu packen. Handlung Hups, auf einer Erde, die nur noch digital läuft. Ohne die Computer und Roboter geht nichts. Ausgerechnet dann fallen alle Systeme aus. Der Ursprung liegt wahrscheinlich auf einer Marsmission. Von dieser Mission kehrt nur ein Überlebender zurück und der hat nun auch noch das komplette Wissen der Erde in seinem Kopf. Das macht ihn natürlich zum Objekt der Begierde. Geheimdienste, die Mafia und einfach jeder sucht nach ihm. Alle Gruppen verfolgen unterschiedliche Ziele und die Interessen ergeben ein undurchsichtiges Knäul an Einflüssen.BewertungAutor Enki Bilal unterhält uns auf einer höheren Ebene. „BUG“ ist nicht einfach eine 0815-Story die man so nebenbei liest, bei ihr muss auf die Details geachtet werden. Vor allem auch daher, weil die weiblichen Charaktere sehr gleich aussehen, sodass der Leser leicht den Überblick verlieren kann. Aber, wenn man aufpasst, funktioniert das bestens. Es ist eben auch jene Detailverliebtheit, gar Besessenheit, die Bilal gekonnt ausnutzt. Er hat eine Welt erschaffen, die sehr glaubhaft ist und doch der Fantasie keine Grenzen setzt. Es gibt lustige Dinge zu erkunden, genauso, wie ernste. Da wäre zum Beispiel ein Atom-U-Boot, dass bei falscher Handhabe explodieren könnte. Zu den amüsanten Seiten zählt unter anderem ein Mann, der gefangen in einem Luftfrachter ist. Das ist wie, wenn bei uns der Strom ausfällt und die Leute in einem Fahrstuhl festsitzen.
Diesmal erfahren wir noch ein paar Hintergrundinfos. Was passierte auf dem Rückflug vom Mars, welche Gruppierungen gibt es auf der Erde und wer treibt welches Spiel. Natürlich erwarte ich in den nächsten Ausgaben noch viel mehr, doch für den Anfang reicht es. Der Plot selbst besticht aber noch mit seinen Thriller-Elementen. Schließlich gibt es eine weltweite Verfolgungsjagd, die ständig von den Medien begleitet wird. Jeder will den Mann, der alles weiß. So treten unterschiedliche politische Strömungen auf den Plan, die ihr Manifest so durchsetzen wollen. Dabei setzt sich allmählich das weibliche Geschlecht durch. Es wird dadurch erklärt, dass die Frauen stärker sind. Es gibt aber noch weitere Einflüsse, zum Beispiel das künstlich Jung halten und dessen Grenzen. Eine Menge Stoff zum Entdecken!
Der Autor lässt dabei noch Platz für das Zwischenmenschliche. Seine Figuren stehen Ängste aus, vereinen sich oder finden sich wieder. Es ist also auch Zeit für Emotionen, die die Welt von morgen nicht nur realer erscheinen lassen, sondern auch dafür sorgen, dass wir uns mit ihnen identifizieren können. Die Zeichnungen sind düster gehalten, sind klar, verspielt und vollkommen lebensecht dargestellt. Der optische Blick rundet das gute Gesamtbild von „BUG“ gekonnt ab.
Fazit „BUG 2“ überzeugt wieder auf ganzer Linie und entwickelt seine Geschichte gut struktueriert weiter.
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Diesmal erfahren wir noch ein paar Hintergrundinfos. Was passierte auf dem Rückflug vom Mars, welche Gruppierungen gibt es auf der Erde und wer treibt welches Spiel. Natürlich erwarte ich in den nächsten Ausgaben noch viel mehr, doch für den Anfang reicht es. Der Plot selbst besticht aber noch mit seinen Thriller-Elementen. Schließlich gibt es eine weltweite Verfolgungsjagd, die ständig von den Medien begleitet wird. Jeder will den Mann, der alles weiß. So treten unterschiedliche politische Strömungen auf den Plan, die ihr Manifest so durchsetzen wollen. Dabei setzt sich allmählich das weibliche Geschlecht durch. Es wird dadurch erklärt, dass die Frauen stärker sind. Es gibt aber noch weitere Einflüsse, zum Beispiel das künstlich Jung halten und dessen Grenzen. Eine Menge Stoff zum Entdecken!
Der Autor lässt dabei noch Platz für das Zwischenmenschliche. Seine Figuren stehen Ängste aus, vereinen sich oder finden sich wieder. Es ist also auch Zeit für Emotionen, die die Welt von morgen nicht nur realer erscheinen lassen, sondern auch dafür sorgen, dass wir uns mit ihnen identifizieren können. Die Zeichnungen sind düster gehalten, sind klar, verspielt und vollkommen lebensecht dargestellt. Der optische Blick rundet das gute Gesamtbild von „BUG“ gekonnt ab.
Fazit „BUG 2“ überzeugt wieder auf ganzer Linie und entwickelt seine Geschichte gut struktueriert weiter.