Comic - Komödie
Busengewunder: Feministische Kolumnen
Busengewunder: Feministische KolumnenComic - Komödie | mit: Lisa Frühbeis Bewertung:★★★★★ Lisa Frühbeis hat sich als feministische Comic-Zeichnerin einen Namen gemacht. Von ihr ist die Comic-Kolumne „My 100 Days of Strangelife“, die erstmalig im „Berliner Tagesspiegel“ erschienen ist. Ihr müsst Euch aber nicht unzählige Zeitungen kaufen, um Euch ein Bild von den Strips zu machen. Ihr müsst Euch lediglich „Busengewunder“ vom „Carlsen Verlag“ bestellen oder beim Dealer Eures Vertrauens erwerben. Die ansprechende, hintergründige Panelkunst ist auf jeden Fall sehr lesenswert, besonders geeignet für Einsteiger. Solltet ihr also noch nicht in die Tiefen des Feminismus, der in der letzten Zeit gerne von den Verlagen veröffentlicht wird, an dieser Stelle sei der Name Liv Strömquist genannt, vertraut sein, dann ist "Busengewunder" das Comic der Comics um in die komplexe Welt der Nichtgleichberechtigung einzutauchen.
Handlung Schon einmal darüber nachgedacht, warum die meisten Figuren bei "Mario Kart" männlich sind und warum gerade die Frau in der Runde mit dem langsamsten Auto ausgestattet wurde!? Ist Euch bekannt, dass das Bürgerliche Gesetzbuch keinen weiblichen Exhibitionismus kennt? Und wieso wird das weibliche Genital nach Behältnissen für Kostbarkeiten benannt? All diesen Fragen und noch vielen weiteren geht Lisa Frühbeis auf den Grund.BewertungAls ich den Titel "Busengewunder" eintippen wollte, markierte mir mein Rechtschreibprogramm, dass ich ein falsches Wort geschrieben habe. Schön markant in rot unterstrichen. Als Alternativvorschlag gab es das Wort "Busenwunder". Würde ich Comic-Kolumnen schreiben, ich hätte mein erstes Thema im Bereich des Feminismus. Hätte ich so auch nicht gedacht, dass ich gerade als Aufklärer diene, aber man soll ja bekanntlich nie nie sagen. Dass ich vielleicht nicht der beste Querdenker und Gedankenanstoßer bin, ich kann ehrlicherweise damit leben, und umso froher bin ich, dass es Frauen wie Lisa Frühbeis gibt, die etwas von ihrem Job verstehen.
"Busengewunder" spricht bewährte Themen an, wie die Regelblutung der Frau oder Beinbeharrung. Es sind Klassiker des Genres, die anscheinend nicht fehlen dürfen. Darum schrieb ich anfangs, dass sich Neueinsteiger sichtlich wohlfühlen dürften. Wer sich allerdings, die ebenfalls in der Einleitung erwähnte, Liv Strömquist schon reingezogen hat, ihre Comics wohlgemerkt, der kennt sich bereits bestens in der Thematik aus. Mir haben daher besonders die Kolumnen über den weiblichen Exhibitionismus im Bürgerlichen Gesetzbuch erfreut. Es ist schon verwunderlich, dass in sehr vielen Dingen immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird. Gesetze wurden häufig von Männern geschrieben und von daher fehlt einfach die weibliche Perspektive. Wenn sich eine Frau nackt auf die Parkbank setzt, dann droht ihr eine Ordnungswidrigkeit und sie muss vielleicht 1000 Euro zahlen. Begeht das gleiche Verbrechen ein Mann, begeht er eine Straftat und es droht ein Jahr Gefängnis.
Die Thematik hat Zündstoff und dieser wird von Frühbeis bestens dargestellt. Mit Witz und Charme hält sie ihre Leserschaft bei Laune und klärt gut auf. Wer also nicht auf langweilige Vorträge steht, der sollte auf jeden Fall einen Blick in "Busengewunder" werfen. Zeichnerisch sehen wir gehobene Cartoon-Kunst, die einfach den Geist des Comics trifft.
Fazit "Busengewunder" ist ein guter Beitrag für die feministische Comic-Kultur und verdient einen Blick für Interessierte!
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Handlung Schon einmal darüber nachgedacht, warum die meisten Figuren bei "Mario Kart" männlich sind und warum gerade die Frau in der Runde mit dem langsamsten Auto ausgestattet wurde!? Ist Euch bekannt, dass das Bürgerliche Gesetzbuch keinen weiblichen Exhibitionismus kennt? Und wieso wird das weibliche Genital nach Behältnissen für Kostbarkeiten benannt? All diesen Fragen und noch vielen weiteren geht Lisa Frühbeis auf den Grund.BewertungAls ich den Titel "Busengewunder" eintippen wollte, markierte mir mein Rechtschreibprogramm, dass ich ein falsches Wort geschrieben habe. Schön markant in rot unterstrichen. Als Alternativvorschlag gab es das Wort "Busenwunder". Würde ich Comic-Kolumnen schreiben, ich hätte mein erstes Thema im Bereich des Feminismus. Hätte ich so auch nicht gedacht, dass ich gerade als Aufklärer diene, aber man soll ja bekanntlich nie nie sagen. Dass ich vielleicht nicht der beste Querdenker und Gedankenanstoßer bin, ich kann ehrlicherweise damit leben, und umso froher bin ich, dass es Frauen wie Lisa Frühbeis gibt, die etwas von ihrem Job verstehen.
"Busengewunder" spricht bewährte Themen an, wie die Regelblutung der Frau oder Beinbeharrung. Es sind Klassiker des Genres, die anscheinend nicht fehlen dürfen. Darum schrieb ich anfangs, dass sich Neueinsteiger sichtlich wohlfühlen dürften. Wer sich allerdings, die ebenfalls in der Einleitung erwähnte, Liv Strömquist schon reingezogen hat, ihre Comics wohlgemerkt, der kennt sich bereits bestens in der Thematik aus. Mir haben daher besonders die Kolumnen über den weiblichen Exhibitionismus im Bürgerlichen Gesetzbuch erfreut. Es ist schon verwunderlich, dass in sehr vielen Dingen immer noch mit zweierlei Maß gemessen wird. Gesetze wurden häufig von Männern geschrieben und von daher fehlt einfach die weibliche Perspektive. Wenn sich eine Frau nackt auf die Parkbank setzt, dann droht ihr eine Ordnungswidrigkeit und sie muss vielleicht 1000 Euro zahlen. Begeht das gleiche Verbrechen ein Mann, begeht er eine Straftat und es droht ein Jahr Gefängnis.
Die Thematik hat Zündstoff und dieser wird von Frühbeis bestens dargestellt. Mit Witz und Charme hält sie ihre Leserschaft bei Laune und klärt gut auf. Wer also nicht auf langweilige Vorträge steht, der sollte auf jeden Fall einen Blick in "Busengewunder" werfen. Zeichnerisch sehen wir gehobene Cartoon-Kunst, die einfach den Geist des Comics trifft.
Fazit "Busengewunder" ist ein guter Beitrag für die feministische Comic-Kultur und verdient einen Blick für Interessierte!