Comic - Marvel

Captain America #6 – Land der Tapferen

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Captain America #6 – Land der Tapferen
Captain America #6 – Land der TapferenComic - Marvel | mit: Autor: Mark Waid
, Zeichner: Chris SamneeBewertung:★★★★★ Die aktuelle Captain America Serie wurde bis zum letzten Paperback von einem Cap geprägt, dessen Vergangenheit durch einen kosmischen Würfel verändert wurde. Durch diese Veränderung wurde das Wahrzeichen amerikanischer Wertvorstellungen umgedreht und durch einen Hydra Doppelagenten ersetzt. Diese Geschehnisse wurden im Allgemeinen sehr kontrovers diskutiert, was wahrscheinlich nicht zuletzt an der erschreckenden Darstellung der Geschichte gelegen hat. Mir hat diese Serie sehr gut gefallen und Mark Waid hat meiner Meinung nach ein Meisterwerk abgeliefert. Nachdem dieser Arc im Marvel Event "Secret Empire" seinen Abschluss gefunden hat, startet die Captain America Serie mit der aktuellen Nummer neu durch und besinnt sich auf Caps Ursprung. Handlung Zu Beginn sehen wir Captain America auf einer Reise durch Amerika. Nach den Geschehnissen aus Secret Empire, wirkt er nachdenklich und scheint nicht zu wissen wo er hingehört. Er ist auf der Suche nach sich selbst und will sich ein etwas zurückziehen. Deswegen reist er durch das Land und besucht Orte aus seiner Vergangenheit. Er wird mit der Bevölkerung konfrontiert und erfährt dabei die unterschiedlichen Reaktionen auf sich selbst. Diese Reaktionen fallen aber hauptsächlich positiv aus und er findet heraus, dass die meisten Menschen in nach wie vor als ihren Captain America sehen.
Nach einem kurzen Intermezzo mit Swordsman wird die Öffentlichkeit auf Steve aufmerksam und kein geringerer als Kraven der Jäger will Cap als seine wertvollste Trophäe haben. Dieser ahnt noch nicht, dass dahinter jemand ganz anderes steckt, der ihn einfriert und als Eis Figur in der Zukunft zur Schau stellen will. In der Zukunft wird Cap jedoch aufgetaut und steht plötzlich vor einem Trümmerhaufen...
BewertungIch war wirklich sehr gespannt, wie die Geschichte um Captain America weitergehen wird, da Secret Empire doch die eine oder andere bleibende Auswirkung hatte. Vor allem, wie Cap es wohl schafft, dass die amerikanische Bevölkerung ihm wieder vertraut. Und da kommt schon der größte Kritikpunkt des vorliegenden Comics. Die Menschen die er trifft, wirken alle so, als wäre nie etwas passiert. Als hätte Cap vor nicht allzu langer Zeit, Las Vegas nicht dem Erdboden gleich gemacht. Das kam mir schon sehr unrealistisch vor und passt meiner Meinung nach so gar nicht.

Ansonsten wird Steve super charakterisiert und er wirkt sehr nachdenklich und auch etwas verloren. Die Entwicklung rund um Swordsman und Kraven waren schön inszeniert und haben Spaß gemacht, obwohl es nur ein kurzes Vergnügen war. Der darauffolgende Abschnitt in der Zukunft war stellenweise vielleicht einen Ticken to much, aber mit dem Hulk und Ben Grimes als "Gäste" ganz nett.

Alles in allem lässt mich der aktuelle Band mit gemischten Gefühlen zurück. natürlich ist es logisch, dass nach dem Event erst mal etwas Ruhe einkehren muss und ein neuer Status quo gefunden werden muss. Allerdings wirkten diese Geschichten etwas zusammenhanglos, da nur sehr wenig auf Secret Empire Bezug genommen wird. Und gerade das hätte für mich den Reiz dieser Geschichte ausgemacht. Mich hätte interessiert, wie es zukünftig mit Steve weiter geht und wie er es schafft sein Image wieder aufzupolieren, nur um dann zu sehen, dass sein Image nicht im Geringsten angeschlagen ist und von seinen Mitmenschen (bspw. Sharon) keiner zu sehen ist. Da hilft der Gastauftritt eines auferstandenen Helden, am Schluss, auch nicht darüber hinweg.

Positiv muss man die Zeichnungen Samnee hervorheben. Diese sind als sehr gut zu bezeichnen und passen zum Setting wie die Faust aufs Auge. Große Klasse! Fazit Für Neueinsteiger ist der aktuelle Captain America Band die perfekte Stelle für einen Einstieg und eine Lese Empfehlung allemal wert. Wer allerdings schon seit der Nummer Eins dabei ist, sollte nicht zu viel von der Story erwarten.
Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.
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