Comic - Marvel
Captain Marvel 1: Eine für alle, alle für eine
Captain Marvel 1: Eine für alle, alle für eineComic - Marvel | mit: Kelly Thompson, Carmen CarneroBewertung:★★★★★ Captain Marvel ist zurück! Nachdem sie eine lange Zeit im Weltraum verbracht hat kehrt Carol Danvers zurück zu ihrem Heimatplaneten, nur um herauszufinden, dass sie nie ganz menschlich war. Handlung Kaum ist sie wieder da, schon fängt der Ärger an. Captain Marvel wird nach einem kurzen Kampf mit Nuclear Man in das Innere einer Kuppel gelockt, die Roosevelt Island vom Rest von New York abtrennt. Dort will Nuclear Man ein Imperium männlicher Dominanz errichten – und Carol soll seine Braut werden. Doch mit dem Widerstand der Frauen, die auf dieser Insel gefangen sind, hat er nicht gerechnet. Und dass Carol als Anführerin diese Rebellion zu neuen Erfolgen führt, auch nicht. Doch Nuclear Man hat eine Spezialwaffe parat, die Carol zurück zu einem der finstersten Kapitel ihrer Geschichte führt.BewertungIm Großen und Ganzen hat mir der erste Band der neuen Captain-Marvel-Reihe von Kelly Thompson und Carmen Carnero ganz gut gefallen. Die Figuren sind interessant und man kann sich mit ihnen identifizieren. Auch die Handlung ist eigentlich spannend erzählt. Vor allem aber sind die Bilder von Carnero hervorzuheben, die den Comic zu einer guten Lektüre machen. Sie kann sowohl knallige Action bieten als auch ruhigere Momente, in denen die Figuren und Dialoge im Fokus stehen. Mir gefällt es auch sehr gut, wie sie die Seiten strukturiert. Die Panels sind sehr dynamisch und greifen sehr oft ineinander über. Am meisten gefällt es mir, wenn Carnero ihre großen, einseitigen Bilder mit Panels ergänzt, die kleinere Details aus der Szene prominenter zeigen.
Ich mag auch sehr gerne Geschichten, die in einer postapokalyptischen Welt spielen. Auch hier gefällt mir Carneros Darstellung der kleinen Welt, die Nuclear Man geschaffen hat. Alles sieht verbraucht aus und auch die bräunliche Farbpalette passt gut zum Setting. Ich persönlich hätte es schön gefunden, ein bisschen mehr von der Außenwelt zu sehen zu bekommen. Die Geschichte spielt zum großen Teil in unterirdischen Bunkern und wenn es mal nach draußen geht, dominiert die Action und der Hintergrund ist – wenn überhaupt vorhanden – sehr verschwommen.
Trotzdem hat mich Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine doch sehr enttäuscht. Dass der Bösewicht in der Geschichte dieser feministischen Ikone ein sexistischer Muskelprotz ist, finde ich gelinde gesagt unkreativ. Eine Frauen-Rebellion gegen einen männlichen Overloard macht eine Geschichte nicht sofort zu einem feministischen Manifest. Was diesen Captain-Marvel-Band jedoch meiner Ansicht nach sehr feministisch macht ist, dass die weiblichen Figuren sehr komplex und vielschichtig sind. Sie sind alle unterschiedlich und haben sowohl gute als auch negative Eigenschaften. Und sie halten alle zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind. Wäre das alles in einer etwas kreativeren Geschichte verpackt worden, hätte mir Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine deutlich besser gefallen.
Fazit Mir haben die Figuren und das tolle Artwork in Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine am meisten gefallen. Nur der meiner Meinung nach überaus unkreative Bösewicht hat mich an vielen Stellen mit den Augen rollen lassen. Das Ende lässt aber auf eine neue Gegnerin für Captain Marvel hoffen, die vielleicht nicht so sehr klischeehaft ist wie Nuclear Man.
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Ich mag auch sehr gerne Geschichten, die in einer postapokalyptischen Welt spielen. Auch hier gefällt mir Carneros Darstellung der kleinen Welt, die Nuclear Man geschaffen hat. Alles sieht verbraucht aus und auch die bräunliche Farbpalette passt gut zum Setting. Ich persönlich hätte es schön gefunden, ein bisschen mehr von der Außenwelt zu sehen zu bekommen. Die Geschichte spielt zum großen Teil in unterirdischen Bunkern und wenn es mal nach draußen geht, dominiert die Action und der Hintergrund ist – wenn überhaupt vorhanden – sehr verschwommen.
Trotzdem hat mich Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine doch sehr enttäuscht. Dass der Bösewicht in der Geschichte dieser feministischen Ikone ein sexistischer Muskelprotz ist, finde ich gelinde gesagt unkreativ. Eine Frauen-Rebellion gegen einen männlichen Overloard macht eine Geschichte nicht sofort zu einem feministischen Manifest. Was diesen Captain-Marvel-Band jedoch meiner Ansicht nach sehr feministisch macht ist, dass die weiblichen Figuren sehr komplex und vielschichtig sind. Sie sind alle unterschiedlich und haben sowohl gute als auch negative Eigenschaften. Und sie halten alle zusammen, auch wenn sie unterschiedlicher Meinungen sind. Wäre das alles in einer etwas kreativeren Geschichte verpackt worden, hätte mir Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine deutlich besser gefallen.
Fazit Mir haben die Figuren und das tolle Artwork in Captain Marvel: Eine für alle, alle für eine am meisten gefallen. Nur der meiner Meinung nach überaus unkreative Bösewicht hat mich an vielen Stellen mit den Augen rollen lassen. Das Ende lässt aber auf eine neue Gegnerin für Captain Marvel hoffen, die vielleicht nicht so sehr klischeehaft ist wie Nuclear Man.