Comic - Science Fiction

Celestia

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Celestia
CelestiaComic - Science Fiction | mit: Manuele Fior Bewertung:★★★★★ Zeichner und Autor Manuele Fior stammt aus Italien, lebte aber eine lange Zeit in Berlin, wo er als Architekt und Illustrator seine Brötchen verdient hatte. In dieser Zeit schuf Fior auch seinen ersten Comic. Danach ging es relativ schnell Berg auf und er konnte einige Verkaufsschlager landen. Mit "Celestia" hat er einen juristischen Sci-Fi-Treffer landen können, der sehr stark an seine Heimat erinnert. Zumindest was die Architektur betrifft. Venedig lässt grüßen. Handlung Die „große Invasion“ kam vom Meer und bewegte sich entlang der Küste nach Norden. Viele sind geflohen, einige haben auf einer Inselstadt Zuflucht gesucht, die vor über tausend Jahren auf dem Wasser erbaut wurde. Sie heißt Celestia. Vom Festland abgeschnitten, ist sie zu einem seltsamen Ghetto geworden, einer Heimat für Kriminelle und Außenseiter, aber auch der Zufluchtsort für eine Gruppe junger Telepathen.

Zwei von ihnen, Dora und Pierrot, fliehen von der Insel und entdecken auf dem Festland eine Welt, in der Erwachsene sich als Hüter der „alten Welt“ verstehen und eine neue Generation von Kindern die Gesellschaft zu einer neuen Menschlichkeit führen soll.BewertungBeworben wird das Comic mit: "Celestia ist eine SF-Geschichte, eine Reflexion über die Zukunft der Menschheit, über ihre mögliche Entwicklung als Spezies und über die kommenden Herausforderungen, denen sie sich stellen muss in mehr oder weniger naher Zukunft." Nun ja. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, gefallen hat mir die verschwitzte Optik und nicht gerade der Inhalt. Die aufkeimende Sozialkritik war gut. Das raue Leben in der Inselstadt birgt Risiko und Gefahr. Dazu noch ein paar Gedankenleser und ein breites Gemisch war serviert. Doch es war nicht schmackhaft. Irgendwie sind die ersten Seiten schon geheimnisvoll, doch dann flachte die Handlung ab. Sie reizte nicht gerade zum Weiterlesen. Dann keimte so etwas wie sexuelle Spannung auf. Gut, aber dann auch nicht zu fesselnd, wobei sich ein gewisser finaler Akt doch sehen lassen kann.

Und da wären wir auch schon bei der Optik. Die hat mir am besten gefallen. Die Inselstadt ist eindeutig an Venedig angelegt. Ich weiß nun nicht ob es gewollt ist oder nicht. Alle die schon einmal die italienische Stadt besucht haben oder zumindest die Karte vor Augen haben, werden wissen was ich meine. Auch die Häuser sehen klassisch nach Italien aus. Auch die Figuren sind verschwitzt, verliebt gezeichnet. Alles fühlt sich gut an.

Die Optik kann mich zwar überzeugen, doch in der Gesamtheit hat mich "Celestia" einfach nicht mitgerissen. Fazit "Celestia" ist schon etwas für den Feinschmecker, mich konnte es nicht in seinen Bann ziehen. Allerdings hat mir die Panelkunst zugesagt.
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