Game - Strategie

Citadels

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Citadels
CitadelsGame - Strategie | mit: AsmodeeBewertung:★★★★★ Könnt ihr euch noch an das Brettspiel „Ohne Furcht und Adel“ erinnern!? Ich muss ganz ehrlich sein, ich kann es nicht. Dennoch sollten die den Hit aus dem Jahr 2000 nicht so leicht abstempeln, denn dieser war im Erscheinungsjahr für den Preis „Spiel des Jahres“ normiert. Ich habe ihn mir aber auf Fotos aus dem Internet angesehen und muss sagen, dass zumindest optisch einiges passiert ist und es nun einfach besser aussieht. Ansonsten verrate ich euch ein Stück weiter unten, was ich von „Citadels“ halte.
Handlung In Citadels wetteifert ihr darum, die beeindruckendste mittelalterliche Stadt im Königreich zu bauen. Dazu bedient ihr euch vieler verschiedener Charaktere, die miteinander interagieren. Jede Runde wählt ihr verdeckt einen Charakter, der eine besondere Fähigkeit besitzt. Seid ihr am Zug, nutzt ihr diese, baut verschiedene Gebäude und verwaltet euer Einkommen. Je nachdem, welchen Charakter ihr gewählt habt, bekommt ihr Boni oder könnt eure Mitspieler zum Beispiel verhexen, bestehlen oder erpressen. Aber Vorsicht: mit besonderen Gebäuden können sie sich wehren – oder ebenfalls kräftig austeilen. Um zu gewinnen, müsst ihr eure Mitspieler überlisten und möglichst viele Siegpunkte durch den Bau von Gebäuden ergatternBewertungWie ich bereits oben erwähnt hatte, das Artwork wurde augenscheinlich aufgewertet. Ja, es gefällt mir sehr gut. Ich möchte schon sagen, dass es sogar grandios aussieht und ich einfach begeistert bin. So verzückt war ich schon lange nicht mehr.

Was dann folgt ist eine einfache Regelkunst. Ihr werdet sicherlich alle schnell in die Systematik hereinkommen und nicht auf unüberbrückbare Hindernisse stoßen. Allerdings habe ich trotz der händelbaren Regeln eine Runde benötigt, um die komplette Tragweite zu verstehen. Anfangs wollte ich dem Brettspiel schon eine schlechtere Note vergeben, doch dann fasste ich mir noch einmal ans Herz und es lohnt sich. Plötzlich flutschte es, die vielfältigen Karten konnten von mir bestens ausgespielt werden.

Und dann entfaltete sich der breit gestreute Mechanismus. Wir haben die Runde zunächst zu zweit gespielt und haben uns gegenseitig stets ein Bein gestellt. Um dies zu schaffen, müsst ihr aber sehr fokussiert sein und Euch konzentrieren. Was hat der Gegner auf der Hand, was wurde gezogen und wohin geht die Reise. In Partien mit noch mehr - ihr könnt bis zu acht Gamer sein - Personen am Tisch, fällt die Konzentrationsübung selbstverständlich noch komplexer aus. Das hat aber durchaus seinen Reiz.

Der Verlag „Hans im Glück“ hat auch schon reagiert und mit „Metropole“ eine Minierweiterung auf den Markt gebracht. Ob man sich ein Update holen sollte, wenn man das Original aus 2000 im Schrank stehen hat. Das kann ich natürlich nicht beantworten, aber alleine vom Artwork her, könnte es sich lohnen.
Fazit „Citadels“ ist ein schönes Kartenspiel, welches sich als Setting das Mittelalter ausgesucht hat, und in dem man seinem Mitspieler liebend gern ein Bein stellen kann. Mir hat es gefallen!
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