Game - Action

Clever hoch drei

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Clever hoch drei
Clever hoch dreiGame - Action | mit: Wolfgang WarschBewertung:★★★★★ Das Roll- & Write-Spiel „Clever hoch drei“ ist der dritte Teil der Reihe („Ganz schön clever“ und „Doppel so clever“) von Autor Wolfgang Warsch und gruppiert sich in die vom Schmidt Verlag erschaffene Serie „Klein & Fein“ ein. Das Schöne ist, dass es eine Menge Spielspaß für relativ wenig Geld gibt. Und derjenige, der nicht genug bekommt, kann sich auch noch die App für unterwegs für noch weniger Geld herunterladen. Aber aufgepasst, „Clever hoch drei“ kann süchtig machen, was leider nur indirekt auf der Verpackung unter der Angabe „Wiederspielwert“ mit der vollen Punktzahl angezeigt wird. Hier hätte ich mir doch einen größeren und prägnanteren Aufdruck gewünscht…
Handlung In „Clever hoch drei“ erwarten die Spieler ganz neue Herausforderungen und Entscheidungen. Die Reihenfolge der gewählten Würfel kann entscheidend sein, um bestimmte Felder zu füllen … teilweise sogar mehrere gleichzeitig. Der richtige Zeitpunkt wird zum wesentlichen Faktor. Bei der Wahl zwischen Punkten und Bonusfeldern gilt es, immer wieder neu zu entscheiden welcher Weg zum perfekten Ergebnis führt.

Enthalten sind: Stifte, Würfel und ein Spielbogenblock.BewertungIn der letzten Zeit habe ich immer die großen Spiele auf meinem Tisch gehabt. Ich scheute mich auch irgendwie davor, etwas Kleines anzufangen. Glücklicherweise habe ich mich umentschieden, weil „Clever hoch drei“ einfach Spaß macht und dazu den Ehrgeiz weckt immer besser zu werden. Daraus resultiert schon fast eine Sucht. Und ob diese mein Psychodoc wieder hinbekommt, bleibt abzuwarten.

Das Schöne an dem Roll & Write-Spiel ist, dass es ein schneller Quicke ist. Eine Runde kann jedoch 30 Minuten dauern, was sich allerdings nicht wie eine halbe Stunde anfühlt, weil die Spannung – wie fallen die Würfel – einfach zu groß ist. Das hört sich nun nach einem reinen Glücksspiel an, doch dies ist es bei weitem nicht, denn es gehört schon ein wenig taktisches Geschick dazu, um erfolgreich zu sein. Dabei kann sogar der Solo-Modus überzeugen, denn der schlimmste Gegner ist man immer noch selbst. Einen weiteren Modus konnte ich wegen Corona nicht testen, da ich noch weitere Spiele hatte, die das Team aus zwei Haushalten gespielt hat. Ich kann mir aber durchaus sehr gut vorstellen, dass es mit mehreren genauso viel Laune bringt, wie bereits in der Solo-Nummer. Allerdings – ein kleiner Wehrmutstropfen – sind die Regeln recht komplex, was am Anfang sicherlich den Spielfluss etwas bremsen wird und alle sollten zumindest vor dem Eintreffen am Spieletisch schon einmal die Regeln studiert haben. Obwohl es aus der Reihe „Klein aber fein“ stammt, ist „Clever hoch drei“ ein Kennerspiel.

Dadurch, dass das Würfelspiel eher komplexer ist, würde ich einem Achtjährigen – so die Altersfreigabe vom Schmidt Verlag – nicht unbedingt zutrauen, alle Regeln zu beherrschen und auch anwenden zu können. Das scheint mir gefühlt zumindest ein wenig früh zu sein, kann mich aber auch täuschen, da ich aktuell kein achtjähriges Versuchskaninchen zu Hause habe. Wenn das Kind mit solchen Spielen aber schon öfter konfrontiert wurde, kann es aber auch gut sein, dass ihr kleines Genie sie bereits in der ersten Runde schlägt… Im Internet wird das Spiel bereits mit „Für Spieler ab 10 Jahren“ beworben.
Fazit „Clever hoch drei“ ist ein tolles Roll- and White-Spiel, das eindeutig süchtig macht und mit einer komplexen Mechanik daher kommt, sodass nicht nur der Zufall und das Glück entscheiden, sondern auch das taktische Geschick des Spielers ebenfalls über Sieg oder Niederlage entscheidet.
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