Filme - Horror
Climax
ClimaxFilme - Horror | mit: Sofia Boutella, Romain Guillermic, Kiddy SmileBewertung:★★★★★ Nach dem durchwachsenen Versuch Arthouse-Kino und Pornographie zu vermischen, schafft Gaspar Noé mit „Climax“ mal wieder das, was ihm bereits seit Beginn seiner filmischen Karriere immer wieder gelungen ist: den Zuschauer mit einem möglichst unangenehmen Gefühl zurückzulassen und das macht keiner so unterhaltsam wie Noé. Handlung Eigentlich wollte die Tanzgruppe von Emmanuelle in einem alten Schulgebäude nur für die bevorstehende Tour proben. Doch die Abschlussfeier am letzten Abend entpuppt sich als wahrere Albtraum, nachdem die Bowle mit LSD gestreckt wird und die bereits zuvor schwelenden zwischenmenschlichen Konflikte einen äußerst ungemütlichen Höhepunkt erreichen… Trailer BewertungWenn der Name Gaspar Noé fällt, ist die nächste Kontroverse nicht fern. Mit Filmen wie „Menschenfeind“, „Irréversible“ und „Enter The Void“ sorgte der gebürtige Argentinier schon für einige Skandale in der Welt des Films. Doch darf man sich nicht von diesen vermeintlichen Schockfilmen einschüchtern lassen. So handelt es sich bei Noés Werk doch um einige der intensivsten Filmerfahrungen aller Zeiten. Gerade der experimentelle „Enter The Void“ überschreitet dabei regelrecht Grenzen.
Und auch in „Climax“ geht Noé mal wieder nicht zimperlich zu Werke. Doch anders als in „Irréversible“ ist es nicht der spontane Ausbruch von Gewalt, der den Film zu so einer zugleich unangenehmen und doch beeindruckenden Erfahrung macht, sondern die durchdringende Atmosphäre der Paranoia, die über der eingeschneiten Schule liegt.
Doch bevor das Chaos um sich greift und die zweite Filmhälfte in etwas verwandelt, das man nur als Horrorfilm bezeichnen kann, beginnt „Climax“ noch recht eigenartig. Nachdem sich die Charaktere des Films in einer Art Interview vorgestellt haben, bekommen wir eine beeindruckende Tanzsequenz präsentiert, die sowohl durch die Kameraarbeit von Benoît Debie (bereits der vierte gemeinsame Spielfilm der beiden), als auch durch die wirklich starke Choreographie zu begeistern weiß.
Spätestens als sich die Tänzerinnen und Tänzer nach der Generalprobe der Bowle widmen, beginnt die Stimmung allerdings zu kippen. Was anfänglich noch Sprüche und Beleidigungen sind, eskaliert schon bald zu Gewalt und Ekstase. Noé arbeitet dabei stetig auf den Höhepunkt hin, den der Titel verspricht.
„Climax“ lässt sich dabei sicherlich auf viele verschiedene Arten deuten. Als Werk über Paranoia, als Kritik an der französischen Jugend, die sich beim ersten Verdacht selbst zerfleischt oder als expressionistische Vision der (Vor-)Hölle. Auch wenn der Film nur in wenigen Momenten die schockierenden Szenen liefert, für die Noé ansonsten so bekannt ist, spürt man seine Handschrift doch in jeder Sekunde.
Fazit Gaspar Noé kehrt mit „Climax“ wieder zurück zu alter Stärke. Die Mischung aus betörendem Tanz und eskalierender Gewalt kann sich dabei mehr als sehen lassen. Selten war ein unangenehmer Film so unterhaltsam wie dieser.
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Und auch in „Climax“ geht Noé mal wieder nicht zimperlich zu Werke. Doch anders als in „Irréversible“ ist es nicht der spontane Ausbruch von Gewalt, der den Film zu so einer zugleich unangenehmen und doch beeindruckenden Erfahrung macht, sondern die durchdringende Atmosphäre der Paranoia, die über der eingeschneiten Schule liegt.
Doch bevor das Chaos um sich greift und die zweite Filmhälfte in etwas verwandelt, das man nur als Horrorfilm bezeichnen kann, beginnt „Climax“ noch recht eigenartig. Nachdem sich die Charaktere des Films in einer Art Interview vorgestellt haben, bekommen wir eine beeindruckende Tanzsequenz präsentiert, die sowohl durch die Kameraarbeit von Benoît Debie (bereits der vierte gemeinsame Spielfilm der beiden), als auch durch die wirklich starke Choreographie zu begeistern weiß.
Spätestens als sich die Tänzerinnen und Tänzer nach der Generalprobe der Bowle widmen, beginnt die Stimmung allerdings zu kippen. Was anfänglich noch Sprüche und Beleidigungen sind, eskaliert schon bald zu Gewalt und Ekstase. Noé arbeitet dabei stetig auf den Höhepunkt hin, den der Titel verspricht.
„Climax“ lässt sich dabei sicherlich auf viele verschiedene Arten deuten. Als Werk über Paranoia, als Kritik an der französischen Jugend, die sich beim ersten Verdacht selbst zerfleischt oder als expressionistische Vision der (Vor-)Hölle. Auch wenn der Film nur in wenigen Momenten die schockierenden Szenen liefert, für die Noé ansonsten so bekannt ist, spürt man seine Handschrift doch in jeder Sekunde.
Fazit Gaspar Noé kehrt mit „Climax“ wieder zurück zu alter Stärke. Die Mischung aus betörendem Tanz und eskalierender Gewalt kann sich dabei mehr als sehen lassen. Selten war ein unangenehmer Film so unterhaltsam wie dieser.