Game - Abenteuer

Code Vein

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Code Vein
Code VeinGame - Abenteuer | mit: Bewertung:★★★★★ Seitdem Fromsoftware mit Demons Souls und dem ersten Dark Souls Game den Weg für schwere Spiele mit unzähligen Toten, übergroßen Gegnern und gefährlichen Bossgegnern frei machte, wollten viele Entwickler einen Teil des Erfolges abbekommen und haben ihr eigenes Souls-Like produziert.
Viele davon waren gelungen, konnten jedoch dem Urvater sehr schwer das Wasser reichen.
Mit Code Vein wird nun das nächste Game dieser Art in den Kampf geschickt. Ob es sich gegen weitere Genrevertreter beweisen kann, habe ich getestet. Handlung Gewohnt dem Genre befinden wir uns in einem Endzeitszenario. Wir spielen einen selbsterstellten Wiedergänger. Dies sind Menschen, welche durch einen Parasiten von den Toten auferstanden sind.
Da diese immer durstig nach Blut sind, kann man dies mit einem Vampir vergleichen.
Sollte der Hunger nicht gestillt werden, wird man zu einem Verlorenen. Diese irren durch die Welt ohne eigenen Willen und stellen eine Bedrohung für die Wiedergänger dar. Unser Ziel ist es ein Gegenmittel zu finden und die Welt zu retten. Die Story wird in schön animierten Sequenzen mit englischer Sprachausgabe erzählt und dies geschieht weniger verworren als in den Souls-Games. Trailer BewertungWie immer beginnt das Spiel mit der Erstellung des Charakters. Geschlecht, Körper, Gesicht,... alles ist wie immer anpassbar. Das Outfit kann auch selber zusammengestellt werden. Diese fallen von Steampunk bis hin zu animetypischen knappen Stoffen aus. Hier dürfte ebenfalls für jeden etwas dabei sein. Anders als in den meisten Games muss der Spieler sich nicht für eine bestimmte Klasse entscheiden. Im Laufe des Spieles erhalten wir verschiedene Blutcodes. Es kann immer nur einer ausgewählt werden. Alle haben aber verschiedene Eigenschaften. Ist der eine Code für den starken Nahkämpfer geeignet, benötigen Magier wiederum einen anderen. So kann jeder theoretisch alle Klassen im Laufe des Spieles testen und die beste für sich geeignete herausfinden. Ist man allerdings auf eine bereits eingespielt, wird man erfahrungsgemäß nicht im späteren Verlauf wechseln.

Beginnen wir nun das Spiel, starten wir in der ersten Tutorialwelt. Hier lernen wir die Steuerung. Kurz darauf geht es auch direkt zum ersten Bossfight. An dieser Stelle würde man eigentlich erstmal die Angriffsmuster studieren, schauen wie man am besten Schaden macht um den Boss schnell klein zu bekommen. In Code Vein klappt aber gerade am Anfang auch die einfache Hau-Drauf-Taktik. Im Handumdrehen ist der Gegner Geschichte. Die Bossgegner sehen zwar gefährlich aus, sind aber fast alle ziemlich einfach und kaum eine Gefahr. Bei einigen hat man auch das Gefühl, diese bereits aus anderen Games zu kennen. Bei den Kämpfen hilft auch ein NPC-Begleiter, welcher sich mit uns durch die einzelnen Welten kämpft. Dieser zieht oft die Aggro des Gegners, sodass wir einfach zuschlagen können,da dieser noch mit unserem Partner beschäftigt ist. Das ganze geht natürlich auch umgekehrt.

Das Leveldesign spielt immer eine große Rolle. Am besten sollten die einzelnen Areale eines Souls-Likes clever miteinander verknüpft sein, freischaltbare Abkürzungen den Weg einfacher machen und die Gegner gut platziert sein. In Code Vein ist dies etwas anders. Die einzelnen Welten sind oft durch Portale miteinander verbunden. Einen fließenden Übergang gibt es somit nicht.
Etwas, dass das Spiel erleichtern soll, ist die Map. Diese hilft oftmals bei der Orientierung und wird nur Stück für Stück durch Misteln freigeschaltet. Misteln sind quasi die Leuchtfeuer von Code Vein, somit Schnellreisepunkte, Orte zum Aufleveln und wenn man dort rastet, erhält man seine Lebensenergie und Tränke wieder, Gegner respawnen allerdings auch, dieses Prinzip dürfte aber mittlerweile jedem bekannt sein. Die meisten Welten sind sehr linear gestaltet. Verlaufen somit kaum möglich. Nun ja. Bis auf ein Level. Die Kathedrale des heiligen Blutes. Zu Beginn war ich noch sehr begeistert. Erinnert dies doch sehr stark an Anor Londo aus Dark Souls. Der Schein trügt allerdings. Hier verliert man sehr schnell den Überblick, wo man als nächstes überhaupt hin muss. Viele Wege führen in eine Sackgasse und man muss umdrehen. Löcher im Boden helfen auch schnell dem digitalen Tot zu erlegen. Das ganze Gebiet ist für mich das am schlechtesten designte Level, was ich je gesehen habe. Nach einigen Stunden,in denen ich versuchte es selber zu meistern, habe ich mir Hilfe über das Multiplayersystem geholt. Spieler können andere Spieler zur Hilfe rufen. Man kann also auch mit einem anderen Menschen und dem NPC-Begleiter zusammen das Spiel erleben. Dank Passwortfunktion auch gezielt mit Freunden.

In den Welten sind verschiedene Items versteckt, unteranderem auch Karten, welche zu optionalen Dungeons führen. In diesen geht es meist darum, Schlüssel für die Tür zu finden und den dahinter steckenden Boss umzuhauen.

Diese Funktion hat aber einen weiteren Haken. Es macht das Spiel noch leichter.
Für mich ist es eines der leichtesten Genrevertreter und mit einer Spielzeit von ca. 30 Stunden hat es allerdings einen ganz guten Umfang. Verschiedene Enden geben einen weiteren Grund, das Spiel mehr als nur einmal durchzuspielen. Fazit Code Vein ist ein Souls-Like für Anfänger. Stellenweise schon schwer, aber nie wirklich eine große Herausforderung. Im Vordergrund stehen für mich der gelungene Anime-Grafikstil und der Soundtrack. Für mich ist es ein einsteigerfreundlicher Genreverteter. Souls-Like Veteranen werden eventuell etwas zu leicht durch das Spiel kommen.
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