Comic - Drama
Comic of H
Comic of HComic - Drama | mit: Hamed EshratBewertung:★★★★★ Autor und Zeichner Hamed Eshrat veröffentlicht bereits das dritte Comic beim "avant-verlag". "Nieder mit Hitler" hatte ich mir bereits besorgt und mit insgesamt vier Sterne bewertet. Hauptsächlich hatte ich mich auf die dort relativ unbekannte Widerstandsgruppe fokussiert, was den Ausschlag für vier Sterne gab. Diesmal lässt uns Eshrat in sein eigenes Leben eintauchen. Ob dies gelungen ist, ob seine Geschichte schlussendlich fesselt, erfahrt ihr in der Review... Handlung Westdeutsche Provinz Ende der 1990er-Jahre. Zwischen Skaten in urbanen Bauruinen, Kiffen, Sprayen und Oberstufe stolpert der junge Hamed aufs Abitur und das Erwachsenwerden zu. Provinzjugend, das volle Programm: Hamed erlebt die erste Liebe, bastelt an seiner Zeichnerzukunft und bangt um seinen besten Freund, der nach etlichen Drogenexperimenten beim berüchtigten „H“ angekommen ist. Währenddessen merkt er kaum, wie seine Familie auseinanderbricht.BewertungEs ist kein großes Geheimnis, dass drei Sterne nicht gerade für eine fesselnde Story stehen. Die Geschichte von Hamed Eshrat ist interessant, zeigt einige Verwürfnisse der Gesellschaft. Damit meine ich den Drogenkonsum der jungen Menschen, welcher auch den Titel angibt. Zumindest geht einer der Freunde so weit, sodass er sich dem Abgrund nähert. Aber gerade diese Episode kommt mir einfach zu kurz. Sicherlich nimmt der Konsum der bewusstseinsveränderten Stoffe viel Raum ein, aber kam bei mir nur wie eine kleine Gageinlage daher. Dramatisch wurde es zu keinem Zeitpunkt, was ich schade finde, denn wenn es schon um die Substanz H geht, dann hätte es in diesem Punkt einfach mehr sein müssen. Auf der anderen Seite treibt eine Gruppe von Nazis ihr Unwesen und eine weitere Gruppe von Jugendlichen markiert im Viertel den harten Hund. Auch nicht gut. Naja, es ist nun einmal wie es ist, beziehungsweise, wie es einmal war. Auch die Tragik hinter dem Verschwinden des Vaters, kommt nicht ganz rüber. Was ich besonders komisch fand.
Hingegen der Passus der ersten Liebe schon deutlich mehr Schwung hat. An dieser Stelle merkt der Leser doch die Gefühle von Hamed. Andere oberflächlichen Begegnungen mit dem anderen Geschlecht sind doch arg schaurig. Beim Zocken mit der Konsole fassen sich die Heranwachsenden plötzlich an die Brüste oder geben sich einen Handjob. Nunja. Lustig? Naja. Ich würde sagen, es ist eher ein wenig skurril. Die Liebe zum Zeichnen ist da, verpufft dann aber genauso im Gesamtkontext. Es ist halt alles so, als würde man es schon irgendwo bereits einmal gelesen haben. Jetzt habe ich viel und weit ausgeholt. Ging sehr ins Negative. Damit will ich nicht den Eindruck erwecken, dass das Comic schlecht ist. Nein, dass stimmt nämlich nicht. Die Story ist solide, haut aber keinen vom Hocker.
Optisch würde ich den Daumen heben. Im Grunde ist es die Geschichte von Eshrat und somit ist jeder Strich genauestens getroffen, weil es die Perspektive des Zeichners ist. Ganz klar.
Fazit "Coming of H" ist solide, kann aber insgesamt gesehen nicht richtig zünden und erweckt wegen dem Titel eine ganz falsche Vorstellung.
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Hingegen der Passus der ersten Liebe schon deutlich mehr Schwung hat. An dieser Stelle merkt der Leser doch die Gefühle von Hamed. Andere oberflächlichen Begegnungen mit dem anderen Geschlecht sind doch arg schaurig. Beim Zocken mit der Konsole fassen sich die Heranwachsenden plötzlich an die Brüste oder geben sich einen Handjob. Nunja. Lustig? Naja. Ich würde sagen, es ist eher ein wenig skurril. Die Liebe zum Zeichnen ist da, verpufft dann aber genauso im Gesamtkontext. Es ist halt alles so, als würde man es schon irgendwo bereits einmal gelesen haben. Jetzt habe ich viel und weit ausgeholt. Ging sehr ins Negative. Damit will ich nicht den Eindruck erwecken, dass das Comic schlecht ist. Nein, dass stimmt nämlich nicht. Die Story ist solide, haut aber keinen vom Hocker.
Optisch würde ich den Daumen heben. Im Grunde ist es die Geschichte von Eshrat und somit ist jeder Strich genauestens getroffen, weil es die Perspektive des Zeichners ist. Ganz klar.
Fazit "Coming of H" ist solide, kann aber insgesamt gesehen nicht richtig zünden und erweckt wegen dem Titel eine ganz falsche Vorstellung.