Comic - Marvel

Cosmic Ghost Rider zerstört die Marvel-Geschichte

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Cosmic Ghost Rider zerstört die Marvel-Geschichte
Cosmic Ghost Rider zerstört die Marvel-GeschichteComic - Marvel | mit: Story: Nick Giovannetti, Paul Scheer, Zeichnungen: Gerardo Sandoval u.a.Bewertung:★★★★★ Frank Castle – auf der Erde zuvor als Punisher bekannt – ist nun als neuer Ghost Rider unterwegs. Doch bewegt er sich nicht nur in der Welt der Menschen, sondern im gesamten Weltall und reist auch durch Raum und Zeit. Das macht ihn zum Cosmic Ghost Rider. Handlung Als Cosmic Ghostrider wurde der Rider zum interdimensionalen und letztlich sogar zeitreisenden Rachegeist. Als solcher beginnt er in die Schlüsselmomente der Marvel-Geschichten einzugreifen und kämpft Seite an Seite mit den X-Men, den Fantastic Four, Spider-Man und sogar mit Captain America im zweiten Weltkrieg gegen die Nazis. All das scheint die Geschichte aber gar nicht unbedingt stark durcheinanderzubringen, was ihn zu einem für ihn persönlich entscheidenden Moment in seinem Leben zurückführt. Einen Tag vor der Ermordung seiner Familie im Central Park stößt er zu ihnen und gibt sich als sein eigener Onkel Fredo aus. BewertungCosmic Ghost Rider zerstört die Marvel-Geschichte ist für mich gar nicht so leicht zu bewerten. Denn der Comic schwankt stark in seiner Qualität, bzw. mir gefallen einige Teile der Geschichte weitaus besser als andere. Prämisse der ersten Hälfte, wenn nicht gar zwei Drittel der Geschichte sind Stories seiner Taten bei und mit den anderen Superheldinnen und -helden, die er seiner Familie, seiner Frau und seinen zwei Kindern, erzählt. Diese sind teils fragmentarisch, immer aus seiner Perspektive geschildert und selten wirklich spannend erzählt. Es geht vielmehr darum exemplarisch und bruchstückhaft zu zeigen, in welch chaotischer Weise er Einfluss auf bekannte Geschichten des Marvel-Kosmos genommen hat. Das gelingt aber letztlich so gut, dass mir das Lesen wirklich Schwierigkeiten bereitet hat. Sehr lange ist nicht klar, worauf die einzelnen Geschichten abzielen, auch wenn immer wieder versucht wird, Franks Erzählungen in die Interaktionen mit seiner Familie und letztlich sogar mit seinem jüngeren Ich sinnstiftend einzuflechten. So erzählt er beispielsweise seiner mürrischen Teenagertochter eine Story, die mit seinem eigenen Wutproblem zu tun hat, um zu versuchen erzieherisch auf sie Einfluss zu nehmen. Frank Castle selbst war dazu früher kaum in der Lage. Auch von der Psyche des heimgekehrten Soldaten handelt der Band und auch hinter diesem Aspekt des Charakters und seiner Geschichte verbergen sich einige positive Aspekte, die auch im ersten Teil des Bandes durchblicken. Dennoch musste ich mich gerade aufgrund der fragmentarischen, unklaren und chaotischen Struktur lange zum Weiterlesen zwingen.
Gut allerdings, dass ich es getan habe, denn die letzten Seiten des Comics lösen einige der zuvor existierend Probleme auf. Im Zusammenhang der gesamten Story ergeben viele Aspekte letztlich durchaus Sinn, machen aber den vorherigen, stockenden Lesefluss nicht ganz wett. Es bleibt kompliziert – Zeitreise eben – aber der Band findet eben doch einen plausiblen Abschluss.
Fazit Frank Castle ist als Cosmic Ghost Rider, wie auch als Punisher, für mich einer der spannendsten und komplexesten Marvel-Charaktere, vor allem wenn es um die persönlichen Hintergründe geht. Die Geschichte dazu ist zwar nicht neu, aber eben trotzdem gut. Auch wenn der kosmische Inhalt diesen Band zu einer etwas wirren Lesekost macht, lohnt sich das Weiterlesen am Ende doch. Cool auch, dass der Cosmic Ghost Rider noch eine Weile bleibt und als nächstes im neuen Guardians-of-the-Galaxy-Band zu sehen sein wird.
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