Comic - Star Wars
Darth Vader - Brennende Meere
Darth Vader - Brennende MeereComic - Star Wars | mit: Autor: Charles Soule, Chuck Wendig, Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Leonard KirkBewertung:★★★★★ Die Jagd auf die letzten verbliebenen Jedi geht weiter. Doch Darth Vader wird von seinem Meister, dem Imperator Palpatine, längst auch in die Wirren der imperialen Unterdrückungspolitik einbezogen. So geht es im Band „Brennende Meere“ (US-Ausgaben #13-18) für den dunklen Lord der Sith auch nach Mon Cala, den Planeten der Mon Calamari und Quarren, und im Darth Vader Annual #2 am Ende des Bandes erfährt Vader endlich von den vollständigen Hintergründen zur Operation „Kleiner Stern“, dem Bau des Todessterns. Handlung Darth Vader führt weiterhin die Inquisitoren an, die die letzten Jedi aufspüren und umbringen sollen. Doch aufkeimender Widerstand auf der Wasserwelt Mon Cala zwingt den Imperator dazu, Vader und sein Team aus abtrünnigen Jedi auch dort einzusetzen. Mit involviert in die Verhandlungs- und Unterdrückungsstrategien, die den Planeten zur Aufgabe zwingen sollen, ist auch namhaftes imperiales Personal. Großmuff Tarkin höchstpersönlich lenkt die militärischen Geschicke in dieser Angelegenheit. Und dessen strategische Genialität sorgt am Ende des Bandes sogar für eine unerwartete Verbindung zu Darth Vader.BewertungMit „Brennende Meere“ führen Autor Charles Soule und Zeichner Giuseppe Camuncoli die aktuelle Darth-Vader-Reihe gewohnt gut fort. Nach „Der Auserwählte“ und „Das erlöschende Licht“ bekommen Star-Wars-Fans erneut ein starkes Potpourri aus alten und neuen Charakteren und Welten.
Neben einem weiteren Jedi, den Vaders Inquisitoren aufspüren, bekommen Leserinnen und Leser nun auch Einblicke in Vaders Gedankenwelt. Rückblenden verdeutlichen den inneren Konflikt und die Wut, die zum Beispiel die Niederlage gegen Obi Wan Kenobi auf Mustafar ausgelöst hat. Gerade derartige, kleine Zwischenspiele, machen den Comic zu einem großen, komplexen Lesevergnügen. Neben dem Hauptgeschehen in den Verhandlungen und der anschließenden Schlacht auf Mon Cala bekommen wir auch die Hintergründe einiger Figuren mit und warum sie sich zum Beispiel dem Jedi angeschlossen haben. Ebenfalls sehr aussagekräftig sind beispielsweise einige Panels, die Parallelen zu bekannten Szenen aus den Filmen ziehen, etwa Anakins berühmte Beichte, alle Sandleute abgeschlachtet zu haben wie Tiere. Etwas ähnliches passiert erneut, nur dass der mittlerweile nahezu vollkommen von der dunklen Seite verschlungene Vader diesbezüglich keine Emotionen verspürt.
Neben dem Fokus auf Vader selbst spielen aber auch die größeren Zusammenhänge der galaktischen Konflikte eine wichtige Rolle. Mon Cala bietet dem Imperium eine strategisch wichtige Grundlage, weshalb die ranghöchsten Imperialen beauftragt werden, sich der Sache anzunehmen. Dort stoßen sie dann aber auf ebenfalls charakterstarke Figuren, die im Star-Wars-Kosmos noch zentrale Rollen spielen sollen. Einer der obersten Befehlshaber der Mon Calamari etwa ist kein geringerer als Gial Akbar, späterer Admiral der Rebellenflotte. Gerade diese Zusammenhänge machen den Comic so gut. Sie wirken nicht künstlich, als „Fan-Service“ eingearbeitet, sondern wie natürliche, kleine Ergänzungen zu einer ansonsten individuellen, originellen Story.
Ebenfalls wieder absolut passend sind die Zeichnungen von Giuseppe Camuncoli und die Farbgebung des Bandes.
Auch das Annual #2 am Ende des Bandes passt gut in den Band. Hier erfährt Vader mehr über das geheime Waffenprojekt „Kleiner Stern“ und untersucht eine Reihe von Sabotage-Akten, die den Bau des Todessterns scheinbar ausbremsen sollten.
Fazit Viel mehr Star Wars geht nicht. Die Geschichte ist umfangreich und bietet verschiedene Perspektiven auf galaktische Konflikte und die immer größer werdende Bedrohung durch das Imperium, aber das größtenteils aus Sicht der Bedrohung selbst. Vaders Gefühlswelt wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven angedeutet, ohne dass dafür der Lord der Sith selbst „emotional“ werden muss. Gerade das ist besonders clever gelöst.
Besonders zu empfehlen ist nach diesem Band die Lektüre von Star Wars: Aufstand auf Mon Cala , in dem ebenfalls der Wasserplanet und seine Bewohner thematisiert werden, dessen Geschichte aber einige Jahre später spielt. Zusammen bieten die beiden Comics eine wertvolle Hintergrundgeschichte für Fans der originalen Trilogie.
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Neben einem weiteren Jedi, den Vaders Inquisitoren aufspüren, bekommen Leserinnen und Leser nun auch Einblicke in Vaders Gedankenwelt. Rückblenden verdeutlichen den inneren Konflikt und die Wut, die zum Beispiel die Niederlage gegen Obi Wan Kenobi auf Mustafar ausgelöst hat. Gerade derartige, kleine Zwischenspiele, machen den Comic zu einem großen, komplexen Lesevergnügen. Neben dem Hauptgeschehen in den Verhandlungen und der anschließenden Schlacht auf Mon Cala bekommen wir auch die Hintergründe einiger Figuren mit und warum sie sich zum Beispiel dem Jedi angeschlossen haben. Ebenfalls sehr aussagekräftig sind beispielsweise einige Panels, die Parallelen zu bekannten Szenen aus den Filmen ziehen, etwa Anakins berühmte Beichte, alle Sandleute abgeschlachtet zu haben wie Tiere. Etwas ähnliches passiert erneut, nur dass der mittlerweile nahezu vollkommen von der dunklen Seite verschlungene Vader diesbezüglich keine Emotionen verspürt.
Neben dem Fokus auf Vader selbst spielen aber auch die größeren Zusammenhänge der galaktischen Konflikte eine wichtige Rolle. Mon Cala bietet dem Imperium eine strategisch wichtige Grundlage, weshalb die ranghöchsten Imperialen beauftragt werden, sich der Sache anzunehmen. Dort stoßen sie dann aber auf ebenfalls charakterstarke Figuren, die im Star-Wars-Kosmos noch zentrale Rollen spielen sollen. Einer der obersten Befehlshaber der Mon Calamari etwa ist kein geringerer als Gial Akbar, späterer Admiral der Rebellenflotte. Gerade diese Zusammenhänge machen den Comic so gut. Sie wirken nicht künstlich, als „Fan-Service“ eingearbeitet, sondern wie natürliche, kleine Ergänzungen zu einer ansonsten individuellen, originellen Story.
Ebenfalls wieder absolut passend sind die Zeichnungen von Giuseppe Camuncoli und die Farbgebung des Bandes.
Auch das Annual #2 am Ende des Bandes passt gut in den Band. Hier erfährt Vader mehr über das geheime Waffenprojekt „Kleiner Stern“ und untersucht eine Reihe von Sabotage-Akten, die den Bau des Todessterns scheinbar ausbremsen sollten.
Fazit Viel mehr Star Wars geht nicht. Die Geschichte ist umfangreich und bietet verschiedene Perspektiven auf galaktische Konflikte und die immer größer werdende Bedrohung durch das Imperium, aber das größtenteils aus Sicht der Bedrohung selbst. Vaders Gefühlswelt wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven angedeutet, ohne dass dafür der Lord der Sith selbst „emotional“ werden muss. Gerade das ist besonders clever gelöst.
Besonders zu empfehlen ist nach diesem Band die Lektüre von Star Wars: Aufstand auf Mon Cala , in dem ebenfalls der Wasserplanet und seine Bewohner thematisiert werden, dessen Geschichte aber einige Jahre später spielt. Zusammen bieten die beiden Comics eine wertvolle Hintergrundgeschichte für Fans der originalen Trilogie.