Comic - Star Wars
Darth Vader - Das erlöschende Licht
Darth Vader - Das erlöschende LichtComic - Star Wars | mit: Text: Charles Soule, Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Übersetzer: Michael NagulaBewertung:★★★★★ Mit Darth Vader – Der Auserwählte begann eine neue Serie um den mächtigen Sith-Lord und Schüler von Darth Sidious, auch bekannt als Imperator Palpatine. Die Geschichte von Charles Soule und Zeichner Giuseppe Camuncoli wird mit dem zweiten Handlungsbogen Darth Vader – Das erlöschende Licht nun, auch in Deutschland herausgegeben von Panini, fortgesetzt. Handlung Palpatine hat Darth Vader in seinen Reihen installiert und zwar als Kopf einer Truppe ehemaliger Jedi, die auf die Jagd nach den letzten überlebenden gehen sollen, die dem alten Orden noch nicht abgeschworen haben, wie sie selbst. Diese Inquisitoren allerdings sind teilweise schon länger unter Palpatine tätig, als der neue direkte Schüler Palpatines. Und auch in den Reihen der Klonarmeen führt das zu Konflikten von Unklarheiten bis hin zu Unverständnis. Wer genau ist der neue, mysteriöse Mann in der schwarzen Rüsten? Welchen Dienstgrad trägt er und welchen Rang bekleidet er innerhalb des Imperiums? Es ist an Darth Vader selbst seine Stellung im Imperium zu behaupten und die Inquisitoren nach seinen und den Wünschen des Imperators zu mächtigen Werkzeugen zu formen. Und eins ist klar. Zimperlich wird dabei nicht vorgegangen. Trailer BewertungDas, für mich als Comic-Novize, wichtigste vorweg: Der Band Darth Vader – Das erlöschende Licht enthält die US-Ausgaben #7-12 und knüpft damit direkt an den ersten Handlungsbogen der Ausgaben #1-6 (in Deutschland als Darth Vader – Der Auserwählte als Sammelband erschienen) an. Die Geschichte hat wieder Charles Soule geschrieben und gezeichnet hat wieder Giuseppe Camuncoli. Für die deutsche Leserschaft von Bedeutung ist in dem Punkt, auf den ich hinaus möchte auch, dass der Übersetzer, Michael Nagula, wieder der Gleiche ist. Für mich hat das eine Relevanz, da so der Serie eine gute Kontinuität und Kohärenz gegeben ist. Die Handlung knüpft gut strukturiert und verständlich genau dort an, wo der letzte Band inhaltlich geschlossen hat und auch der Stil (Zeichnung, Dialoge, Übersetzung) spiegelt wieder, dass hiermit eine zusammenhängende Serie fortgeführt wird.
Auch die Story kann in diesem zweiten Teil der neuen Darth-Vader-Reihe überzeugen. Während der erste Band noch recht einleitend und zusammenfassend wirkte, geht es nun vielmehr ins Detail. Zum einen werden einzelne Aufträge abgehandelt. So können kleine Episoden, Handlungstränge, erzählt werden, in denen neue Charaktere eingeführt werden, um so zur inhaltlichen Vielschichtigkeit der Geschichte beizutragen. Ob sie nun länger bleiben oder nicht. Da wäre etwa die ehemalige Bibliothekarin des Jedi-Tempels auf Corouscant, Jocasta Nu, die nach ihrer Flucht versucht den Wissensschatz der Jedi zu bewahren, und somit auch für die Sith von großer Bedeutung ist. Oder es gibt zum Beispiel eine kleine Familie – Mutter, Vater, Tochter – die ihr täglich Brot als Auftragskiller verdienen und so durch einen anonymen Auftrag in die Rangkämpfe des neuen Imperiums hineingezogen werden.
Und genau diese Rangkämpfe machen einen weiteren großen Teil der Story aus, der die restlichen Geschehnisse sozusagen einrahmt. Darth Vader soll als seine „rechte Hand“ direkt an der Seite von Imperator Palpatine installiert werden, aber um es diesem – da er ja gleichzeitig sein Sith-Schüler ist – nicht zu einfach zu gestalten, wird diese neue Rangordnung nicht von gleich an allen mitgeteilt. Vader soll sich selbst behaupten. Auch Szenen, die diese Handlungsstränge ausbauen, sind interessant erzählt. Sie wirken wie ein Blick hinter die Kulissen einer despotischen Terrorherrschaft, die in sich Individuen vereint, die auch alle unterschiedliche Ziele verfolgen, bzw. ihren Platz im System suchen. So bekommen wir als Leserin oder Leser teils Seitenhiebe durch einfach Soldaten, die die neue Situation des Imperiums kommentieren. Wiederum andere haben dann aber zum Beispiel von Darth Vader noch nie etwas gehört und sehen ihn vor allem aufgrund seines Lichtschwerts als Jedi und somit als Bedrohung an.
Untermauert wird die gute Story von einem passenden Zeichenstil, der mir schon in meiner Sichtung des ersten Bandes sehr gut gefallen hat.
Gleichzeit transportiert Camuncoli die düstere Stimmung der kalten, nur nach Macht strebenden Hierarchie des Imperiums. Palpatine und Vader selbst verkörpern das mit ihren schwarzen Umhängen und der Rüstung. Dennoch scheinen aber hier und da die Mysterien der Macht, die helle Seite, sowie die Vielfalt und Faszination der weit, weit entfernten Galaxis durch. Einzelne Panels wirken nahezu cineastisch und stellen gut dar, was mir an Star Wars so gefällt, nämlich die scheinbar grenzenlose Vielfalt in einem dennoch geschlossen wirkenden Universum. Prototypisch dafür ist eine Szene in der Vader eine Bar betritt. Ähnlich dem Mittel, welches sowohl in der originalen Filmtrilogie, als auch nachgeahmt in Episode VIII, verwendet wurde, zeigen mehrere aufeinanderfolgende, doppelseitige Panels eine Schwenk durch die Bar und somit die Vielfalt der Lebensformen, die sich in dem Universum an einzelnen Orten tummeln können. Fazit Darth Vader – Das erlöschende Licht ist klasse. In kohärenter Erzählweise schließt die Story konsequent an den Vorgänger an, geht aber glücklicherweise dazu über mehr ins Detail zu gehen und eine vielschichte Geschichte um den Kampf innerhalb des Imperium und den Kampf mit den letzten Überlebenden Jedi zu erzählen. Text, Zeichnung und Übersetzung fügen sich gut zusammen und machen den Comic zu einen sehr runden Leseerlebnis. Meiner Meinung nach ist er super gelungen. Ich hab´ Lust auf mehr!
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Auch die Story kann in diesem zweiten Teil der neuen Darth-Vader-Reihe überzeugen. Während der erste Band noch recht einleitend und zusammenfassend wirkte, geht es nun vielmehr ins Detail. Zum einen werden einzelne Aufträge abgehandelt. So können kleine Episoden, Handlungstränge, erzählt werden, in denen neue Charaktere eingeführt werden, um so zur inhaltlichen Vielschichtigkeit der Geschichte beizutragen. Ob sie nun länger bleiben oder nicht. Da wäre etwa die ehemalige Bibliothekarin des Jedi-Tempels auf Corouscant, Jocasta Nu, die nach ihrer Flucht versucht den Wissensschatz der Jedi zu bewahren, und somit auch für die Sith von großer Bedeutung ist. Oder es gibt zum Beispiel eine kleine Familie – Mutter, Vater, Tochter – die ihr täglich Brot als Auftragskiller verdienen und so durch einen anonymen Auftrag in die Rangkämpfe des neuen Imperiums hineingezogen werden.
Und genau diese Rangkämpfe machen einen weiteren großen Teil der Story aus, der die restlichen Geschehnisse sozusagen einrahmt. Darth Vader soll als seine „rechte Hand“ direkt an der Seite von Imperator Palpatine installiert werden, aber um es diesem – da er ja gleichzeitig sein Sith-Schüler ist – nicht zu einfach zu gestalten, wird diese neue Rangordnung nicht von gleich an allen mitgeteilt. Vader soll sich selbst behaupten. Auch Szenen, die diese Handlungsstränge ausbauen, sind interessant erzählt. Sie wirken wie ein Blick hinter die Kulissen einer despotischen Terrorherrschaft, die in sich Individuen vereint, die auch alle unterschiedliche Ziele verfolgen, bzw. ihren Platz im System suchen. So bekommen wir als Leserin oder Leser teils Seitenhiebe durch einfach Soldaten, die die neue Situation des Imperiums kommentieren. Wiederum andere haben dann aber zum Beispiel von Darth Vader noch nie etwas gehört und sehen ihn vor allem aufgrund seines Lichtschwerts als Jedi und somit als Bedrohung an.
Untermauert wird die gute Story von einem passenden Zeichenstil, der mir schon in meiner Sichtung des ersten Bandes sehr gut gefallen hat.
Gleichzeit transportiert Camuncoli die düstere Stimmung der kalten, nur nach Macht strebenden Hierarchie des Imperiums. Palpatine und Vader selbst verkörpern das mit ihren schwarzen Umhängen und der Rüstung. Dennoch scheinen aber hier und da die Mysterien der Macht, die helle Seite, sowie die Vielfalt und Faszination der weit, weit entfernten Galaxis durch. Einzelne Panels wirken nahezu cineastisch und stellen gut dar, was mir an Star Wars so gefällt, nämlich die scheinbar grenzenlose Vielfalt in einem dennoch geschlossen wirkenden Universum. Prototypisch dafür ist eine Szene in der Vader eine Bar betritt. Ähnlich dem Mittel, welches sowohl in der originalen Filmtrilogie, als auch nachgeahmt in Episode VIII, verwendet wurde, zeigen mehrere aufeinanderfolgende, doppelseitige Panels eine Schwenk durch die Bar und somit die Vielfalt der Lebensformen, die sich in dem Universum an einzelnen Orten tummeln können. Fazit Darth Vader – Das erlöschende Licht ist klasse. In kohärenter Erzählweise schließt die Story konsequent an den Vorgänger an, geht aber glücklicherweise dazu über mehr ins Detail zu gehen und eine vielschichte Geschichte um den Kampf innerhalb des Imperium und den Kampf mit den letzten Überlebenden Jedi zu erzählen. Text, Zeichnung und Übersetzung fügen sich gut zusammen und machen den Comic zu einen sehr runden Leseerlebnis. Meiner Meinung nach ist er super gelungen. Ich hab´ Lust auf mehr!