Filme - Thriller

Das Ende der Wahrheit

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Das Ende der Wahrheit
Das Ende der WahrheitFilme - Thriller | mit: Zehrfeld, Ronald (Darsteller), Traue, Antje (Darsteller), Leinemann, Philipp (Regisseur) Bewertung:★★★★★ Der Politikthriller „Das Ende der Wahrheit“ ist aus heimischer Produktion. Ja, ein Film aus gut alt Deutschland. Normalerweise, so zumindest der Ruf von unseren Produktionen, schlechtes Bild, dröges Drehbuch, nur für ARD und ZDF gemacht und sowieso sau doof. Ja, mag ja sein, aber „Das Ende der Wahrheit“ hebt sich da ganz weit von ab und zeigt eine gute Performance. Der Film hat reichlich Pfeffer und Schmackes. Handlung Es kommt in Deutschland zu einem Terroranschlag, indem eine junge Journalistin ums Leben gekommen ist. Auf den ersten Blick eine ganz normale Tat, bei der es gilt die Hintermänner aufzuspüren und sie mit einer Drohne auszuschalten. Diesmal sind es aber keine Terroristen, die hinter der verwerflichen Tat stecken, sondern eine ganz andere Organisation. Martin Behrens (Ronald Zehrfeld) arbeitet beim BND und ist der heimliche Liebhaber der Journalistin. Er ist zudem zufälligerweise mit den Ermittlungen beauftragt. Für ihn ist es also eine sehr persönliche Angelegenheit die Männer und Frauen die hinter der Ermordung stecken zu finden. Trailer Bewertung„Das Ende der Wahrheit“ bedient sich aus dem aktuellen Tagesgeschehen. Der Kampf gegen den Terror wird weltweit geführt und ist immer wieder Thema. Natürlich immer dann, wenn etwas passiert. Was jedoch im Hintergrund passiert, also die Arbeit der Geheimdienste, bekommt der Otto-Normal-Bürger nicht mit. Es ist ein ganz großes Spiel um Macht und Geld. Der Spielfilm nimmt diese komplette Grauzone mit, fischt im Dunkeln und schafft es den Zuschauer in eine realistische Kulisse zu katapultieren. Der Thriller ist (zumindest gefühlt) ganz dicht an der Wahrheit. Genau so kann man sich das ganze Szenario vorstellen.

Leider geht das Stück nur 101 Minuten, was deutlich zu merken ist. Regisseur Philipp Leinemann hätte den Stoff auf gut 150 bis 200 Minuten ausbauen können. Es blieb noch zu viel Potential auf der Strecke. Das drückt aber nicht auf den Filmgenuss, denn der Plot arbeitet sich zügig voran, sodass sich die Ereignisse schnell überschlagen. Anschnallen und aufpassen. Jedoch hätte ich mir einfach gewünscht, dass einige Szenen noch mehr abgefrühstückt werden. Als Beispiel soll hier das angespannte Verhältnis zwischen Hauptdarsteller und Tochter herhalten. Es gab zwei Einstellungen, die zeigen, in wie weit die Tochter unter dem Beruf des Vaters zu leiden hat. Ausreichend, ja, aber es hätte doch mehr sein dürfen.

Der Cast macht seinen Job gut. Insbesondere Hauptdarsteller Ronald Zehrfeld war ein glaubwürdiger Schauspieler, der mit seiner Art perfekt als Spion durchgeht. Seine Mischung aus Zorn, Liebe und akribischer Arbeit zeugt von einer gereiften Leistung. Ansonsten kann Claudia Michelsen mit einer eiskalten Art und Weise nicht nur die harte Führungsperson spielen, sondern trotz allem auch einfühlsam auf den Zuschauer wirken. Abgerundet wird alles von Alexander Fehling, der zunächst den Arsch vom Dienst mimen muss, dies aber richtig gut macht.
Fazit „Das Ende der Wahrheit“ ist ein spannender aktueller Politikthriller, der einfach gut ist. Ein Lichtblick des deutschen Films!
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