Buch - Horror

Das Fundstück

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Das Fundstück
Das FundstückBuch - Horror | mit: Frank KodiakBewertung:★★★★★ Frank Kodiak ist das Produkt einer Fantasie von Andreas Winkelmann. Der Name ist nicht nur ein Pseudonym, sondern gleichzeitig das dunklere Ich von Winkelmann. Nur Kodiak ist in der Lage die richtig bösen Dinge zu verfassen. Die beiden stehen sich im Übrigen sehr nahe, denn sie teilen sich nicht nur ein Arbeitszimmer, sie teilen sich sogar einen gemeinsamen Kopf. Von daher muss das Verhältnis zwischen Frank und Andreas ja stimmen, obwohl es - wie in jeder guten Ehe - auch mal zu Spannungen kommen kann. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden ist aber groß, denn Andreas stand mit „Die Lieferung“ auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste. Das möchte Frank natürlich nicht auf sich sitzen lassen.... Handlung Er tötet wahllos. Er sucht seine Opfer einfach so aus. Der Zufall entscheidet. Es kann jeden treffen, das macht es nicht gerade einfach für die Polizei. Kommissar Olav Thorn ahnt daher auch nichts gutes, als im Bremer Busbahnhof ein Koffer mit grauenhaften Inhalt gefunden wird. Der Beamte findet einen Zettel mit der Aufschrift: „Ich packe meinen Koffer, und auf die Reise geht...?“. Und dann kommt noch aus Berlin die Nachricht rein, das am hiesigen Busbahnhof ebenfalls ein Koffer mit der gleichen Botschaft gefunden wird. Die Ermittler Thorn und seine Kollegin aus der Hauptstadt Leonie Grün ermitteln nun gemeinsam, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus.BewertungFrank Kodiak ist in der Tat mit einer schwarzen Seele ausgestattet, denn „Das Fundstück“ ist ein harter Thriller, so wie man ihn von einem gewissen Sebastian Fitzek her kennt. Kodiak bedient sich auch einem Stilmittel von Fitzek. Er kommt zwar nicht an das Niveau des Thriller-Meisters heran, doch die vielen Wendungen sorgen für reichlich Unterhaltung und Abwechslung. Der Plot kommt dadurch sehr gut in Schwung und die eher kurzen Kapitel sorgen für weiteren Speed. All das sorgt dafür, dass der Leser aus einem Sog nicht mehr heraus kommt. Es ist auch wichtig genau aufzupassen, denn sonst könnte leicht der Überblick abhanden kommen. Die vielen Tatorte und unterschiedlichen Städte tragen sehr zur Verwirrung bei.

Der Perspektivwechsel hin zu den Opfern, lässt diese menschlich wirken, was beim Leser Mitleid auslösen könnte. Es sorgt ganz nebenbei dafür, dass eine zusätzliche Ebene für weitere Spannung sorgt. Thorn ist ein Cop mit gewissen Ecken und Kanten. Er wirkt auf den ersten Blick nicht gerade sympathisch. Im Laufe der Handlung wandelt sich die Haltung des Publikums gegenüber des Protagonisten jedoch zu seinen Gunsten.

Kodiaks Schreibstil ist angenehm flüssig, was natürlich Voraussetzung für einen guten Thriller ist. Die gute und fast schon erdrückende Spannung trägt ihr Übriges zum Erfolg bei.
Fazit „Das Fundstück“ folgt einer relativ simplen Idee, die in den Händen von Kodiak zu einem spannenden, harten Thriller mutiert. Winkelmann muss jetzt also nachlegen...
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