Buch - Thriller

Das Kalendermädchen

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Das Kalendermädchen
Das KalendermädchenBuch - Thriller | mit: Sebastian FitzekBewertung:★★★★★ Das jährliche Sebastian-Fitzek-Highlight ist wieder da. Wie in jedem Jahr erscheint natürlich auch 2024 zur kalten Jahreszeit ein neuer Thriller aus der Feder des Bestsellerautors. Und wie immer lässt sich Fitzek etwas Besonderes einfallen – gemeint ist das Buchcover. Diesmal gibt es wieder eine Edition, die alle haben wollen und die teilweise in manchen Städten schon ausverkauft ist. Den Hype um diese Erstausgabe kann ich nur zu gut verstehen, denn es ist besonders schön, wenn diese Exemplare die heimische Sammlung bereichern. Wie mir die neue Geschichte gefallen hat, erfahrt ihr ein Stück weiter unten.

Erschienen ist "Das Kalendermädchen" am 24. Oktober 2024 und umfasst 400 Seiten. Handlung Vor elf Jahren wurde Alma als Baby unter mysteriösen Umständen zur Adoption freigegeben. In ihrer streng unter Verschluss gehaltenen Adoptionsakte steht der Vermerk: „Identität der Eltern darf unter keinen Umständen ans Licht kommen! Mutter droht Todesgefahr!!!“ Doch nun ist Alma lebensgefährlich erkrankt und braucht dringend einen Knochenmarkspender.
Um das Leben ihrer Adoptivtochter zu retten, startet Olivia Rauch eine verzweifelte Suche nach den biologischen Eltern. Dabei stößt die auf Gewaltverbrechen spezialisierte Psychologin auf die Legende vom „Kalendermädchen“: einer jungen Frau, die sich einst zur Weihnachtszeit in ein abgeschiedenes Häuschen im Frankenwald zurückgezogen hatte – und dort von einem Psychopathen heimgesucht wurde, der sie zwang, einen Adventskalender des Grauens zu öffnen …
BewertungDas Cover kommt mit einem innovativen Effekt daher, den man selten sieht. Es ist wie ein vereistes Fenster gestaltet und gibt nichts vom Inhalt preis. Wischt man jedoch mit einem leicht angefeuchteten Tuch darüber, löst sich das „Eis“, und das eigentliche Cover darunter wird sichtbar – eine unglaublich coole Idee, die das Erlebnis direkt beim Auspacken zu etwas Besonderem macht.

Zum Inhalt selbst: Es stimmt, dass es in "Das Kalendermädchen" ein wenig dauert, bis man komplett in die Geschichte eintauchen kann. Fitzek nimmt sich hier die Zeit, die Spannung langsam aufzubauen und die Handlung Schritt für Schritt in den Fokus zu rücken. Doch einmal gepackt, lässt das Buch einen nicht mehr los. Die Wendungen – wie immer bei Fitzek zahlreich und unvorhersehbar – entfalten sich ab der Mitte des Buches in einem atemberaubenden Tempo. Die letzten Kapitel lesen sich dann fast von selbst, man wird regelrecht durch die Handlung getrieben und fiebert bis zum Schluss mit.

Was "Das Kalendermädchen" zudem besonders macht, ist die Tatsache, dass es im Vergleich zu anderen Fitzek-Romanen relativ unblutig bleibt. Der Fokus liegt mehr auf den Wendungen, die den Leser stets im Unklaren lassen und es fast unmöglich machen, das Buch beiseitezulegen. Zwischendurch war ich mir schon fast sicher, die Story aufzuklären, doch ich wurde wieder einmal eines Besseren belehrt.

Die Atmosphäre ist dabei düster und beklemmend – und genau das ist das letzte Puzzlestück, damit das Gesamtwerk auch in diesem Jahr wieder zur Höchstform aufläuft. Fazit "Das Kalendermädchen" ist eine Leseempfehlung, die nicht enttäuscht. Greift zu – ihr werdet den Kauf nicht bereuen!
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