Comic - Horror

Das Puppenhaus

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Das Puppenhaus
Das PuppenhausComic - Horror | mit: M.R. Carey und Peter GrossBewertung:★★★★★ Joe Hill ist bekanntlich der Sohn vom Master of Horror Stephen King. Er hat in letzter Zeit einige interessante Projekte als Autor auf die Beine gestellt. Die Liebe zum Genre hat er in die Wiege gelegt bekommen, daher ist es auch kein Wunder, dass er nun unter dem Banner „Hill House Comics“ ein eigenes Label beim DC Verlag übernommen hat. In dieser Reihe sollen entsprechende Horror-Comics veröffentlicht werden. „Das Puppenhaus“ wurde aber nicht von ihm persönlich geschrieben, sondern von M.R. Carey und Peter Gross. Hingegen der Aufschlagband „Ein Korb voller Köpfe“ von Hill persönlich betreut wurde. Handlung Horror-Superstar Joe Hill (LOCKE & KEY) präsentiert einen weiteren Geniestreich des Comic-Horrors in bester Vertigo-Tradition: M. R. Carey und Peter Gross erzählen die Geschichte der jungen Alice, die inmitten häuslicher Gewalt aufwächst. Ihr Rückzugsort: Ein uraltes Puppenhaus, dessen Bewohner lebendig sind – und das Alice sogar selbst betritt! Doch sie ist auch hier vor Finsternis und Gewalt nicht sicher …BewertungDas Cover von „Das Puppenhaus“ macht schon einiges her. Gleichermaßen die Cover der einzelnen US-Ausgaben (insgesamt sechs Stück) können nicht nur überzeugen, sondern stimmen eindrucksvoll ein. Besonderes Highlight ist dann noch das toll gestaltete Backcover, das gleich einen besonderen Charme auf den Leser überträgt. Horror-Feeling pur!

Der Inhalt ist wohl dosierte Stephen King Kost. Ja, Parallelen sind zu erkennen. Es fängt langsam an. Die Genre vermischen sich. Dabei punktet klar die Fantasy, indem das Puppenhaus mit seinen Einwohnern und dem mysteriösen Zimmer die Neugierde der Leserschaft wecken dürfte. Ich sagte bereits, dass dies auf eine angenehme dosierte Art und Weise passiert. Das Kreativteam übertreibt es nicht, es hält eindrucksvoll die Balance zwischen Realität und Fiktion. Erst zum Ende hin, ebenfalls typisch King - ich denke zum Beispiel an „Es“ kommt es zur gewaltigen Explosion und... ich verrate es besser nicht. Schaut nur im Comic besser aus, als in einem Film.

Wir werden aber nicht nur mit dem Hier und Jetzt konfrontiert, sondern bekommen einen Rückblick in die Vergangenheit. Einer Zeit, indem die Geschichte ihren Ursprung fand. Aber ich denke, dass konnte sich jeder von euch denken. Daher spoiler ich auch nicht.

Was mir noch gut gefallen hat - das sage ich mit großer Überzeugung - sind die Charaktere, die einfach eine große Portion Tiefgang mitbringen und Probleme ansprechen, mit der unsere Gesellschaft heutzutage konfrontiert wird. Zudem ist ein breites Geflecht entstanden, das durchaus Potential für ein größeres Projekt mitbringt, da die vorliegende Kurzgeschichte recht komplex ist.
Fazit „Das Puppenhaus“ ist ein tolles Horror-Comic, welches gut dosiert in seinem Element und recht komplex in der Handlung ist.
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