Comic - Geschichte
Das Recht der Erde
Das Recht der ErdeComic - Geschichte | mit: Étienne Davodeau (Autor), Tanja Krämling (Übersetzer)Bewertung:★★★★★ Für mich ist es das zweite Werk von Étienne Davodeau, welches ich mir gegönnt habe. „Die Ignoraten“ hat mich damals schon sehr zum Nachdenken inspiriert. Dort trafen die Welt des Weines auf die des Comics. Komischerweise haben beide sehr viele Parallelen gefunden, in ihrer Genauigkeit zum Beispiel und wo sie ihre Schaffenskraft gefunden haben. Es ging wieder ein Stück um Natur und das Ländliche, was in den Arbeiten von Étienne Davodeau immer wieder auftaucht. „Das Recht der Erde“ dreht sich nun ganz speziell nur um unseren Heimatplaneten, wie wir ihn lieben aber auch, wie wir mit ihm umgehen. Handlung
Étienne Davodeau ist einer der ganz großen Comicautoren unserer Zeit. In Frankreich bereits ein Bestseller, erzählt Davodeau in seinem neuen Buch von seiner Wanderung durch die Landschaft. Er trifft Bauern und Wissenschaftler und hinterfragt mit ihnen die Beziehung zu unserer Umwelt. Was werden wir denjenigen hinterlassen, die nach uns geboren werden?BewertungIn den letzten Tagen erreichten uns die Bilder von den Protesten in Lützerath. Viele Menschen haben versucht den kleinen Ort vor den Braunkohlbaggern zu retten, damit schlussendlich weniger Kohle in Kraftwerken verarbeitet wird. Sie wollten ein Zeichen setzen, für das Klima und für Mutter Natur. „Das Recht der Erde“ startet seine Reise zumindest themenbezogenen mit gleichen Tönen. Anfangs geht es um Atommüll, der in die Erde vergraben werden soll. Natürlich überwacht und abgeschottet. Überwacht werden muss der radioaktive Abfall ein paar hundert Jahre, denn so lange wird er strahlen und eine Gefahr für uns sein. Da blickt man doch leicht sorgenvoll um die Ecke, wenn weiterhin Atomkraftwerke am Netz sind. Naja, das ist ein anderes Thema.
„Das Recht der Erde“ stellt uns alte Höhlenmalereien vor. Sie sind so alt, sie zeugen von alten Kulturen und dürfen bald Seite an Seite mit den Abfällen der Menschen ihr Dasein fristen. Doch dann folgt keine direkte Anklage. Wir werden zwar kritisch mitgenommen, doch was mir ins Auge gefallen ist, ist die Liebe zur Natur. Es werden Menschen gezeigt, die ihre Zeit unter dem Himmel verbringen. Die Ruhe und Kraft unter den Wolken finden, die ihre Seele wieder auftanken. Doch die Bedrohlichkeit schwebt ebenfalls über unseren Köpfen. Es ist aber nicht nur der erwähnte Atommüll. Wir werden mit zwei gegensätzlichen Polen konfrontiert.
Étienne Davodeau nimmt uns eindrucksvoll auf seine Reise mit. In tollen, detailgetreuen Bildern werden wir Teil von seinem Abenteuer. Die Atmosphäre, die Aktualität ist stets gegenwärtig und wenn die Dialoge mal wieder etwas ausführlicher werden, lauschen wir dennoch gespannt und schalten nicht ab. Alles wirkt spannend, es fühlt sich zudem gut an. Ein sehr gute Erzähldichte habe ich wahrgenommen und daher konnte ich das Comic nicht aus der Hand legen, ich habe es neugierig verschlugen. Das liegt auch daran, weil er uns dazu auffordert selbst nachzudenken, wie wir mit der Welt umgehen wollen und was wir unseren Kindern hinterlassen wollen. Eine Frage, die man sich stellen muss, denn der Klimawandel ist nicht nur spürbar, er steht vor unserer Haustür…
Fazit „Das Recht der Erde“ ist ein beeindruckendes, gar ein eindringliches Comic, welches den aktuellen Zeitgeist trifft. Mir hat es sehr gut gefallen!
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Étienne Davodeau ist einer der ganz großen Comicautoren unserer Zeit. In Frankreich bereits ein Bestseller, erzählt Davodeau in seinem neuen Buch von seiner Wanderung durch die Landschaft. Er trifft Bauern und Wissenschaftler und hinterfragt mit ihnen die Beziehung zu unserer Umwelt. Was werden wir denjenigen hinterlassen, die nach uns geboren werden?BewertungIn den letzten Tagen erreichten uns die Bilder von den Protesten in Lützerath. Viele Menschen haben versucht den kleinen Ort vor den Braunkohlbaggern zu retten, damit schlussendlich weniger Kohle in Kraftwerken verarbeitet wird. Sie wollten ein Zeichen setzen, für das Klima und für Mutter Natur. „Das Recht der Erde“ startet seine Reise zumindest themenbezogenen mit gleichen Tönen. Anfangs geht es um Atommüll, der in die Erde vergraben werden soll. Natürlich überwacht und abgeschottet. Überwacht werden muss der radioaktive Abfall ein paar hundert Jahre, denn so lange wird er strahlen und eine Gefahr für uns sein. Da blickt man doch leicht sorgenvoll um die Ecke, wenn weiterhin Atomkraftwerke am Netz sind. Naja, das ist ein anderes Thema.
„Das Recht der Erde“ stellt uns alte Höhlenmalereien vor. Sie sind so alt, sie zeugen von alten Kulturen und dürfen bald Seite an Seite mit den Abfällen der Menschen ihr Dasein fristen. Doch dann folgt keine direkte Anklage. Wir werden zwar kritisch mitgenommen, doch was mir ins Auge gefallen ist, ist die Liebe zur Natur. Es werden Menschen gezeigt, die ihre Zeit unter dem Himmel verbringen. Die Ruhe und Kraft unter den Wolken finden, die ihre Seele wieder auftanken. Doch die Bedrohlichkeit schwebt ebenfalls über unseren Köpfen. Es ist aber nicht nur der erwähnte Atommüll. Wir werden mit zwei gegensätzlichen Polen konfrontiert.
Étienne Davodeau nimmt uns eindrucksvoll auf seine Reise mit. In tollen, detailgetreuen Bildern werden wir Teil von seinem Abenteuer. Die Atmosphäre, die Aktualität ist stets gegenwärtig und wenn die Dialoge mal wieder etwas ausführlicher werden, lauschen wir dennoch gespannt und schalten nicht ab. Alles wirkt spannend, es fühlt sich zudem gut an. Ein sehr gute Erzähldichte habe ich wahrgenommen und daher konnte ich das Comic nicht aus der Hand legen, ich habe es neugierig verschlugen. Das liegt auch daran, weil er uns dazu auffordert selbst nachzudenken, wie wir mit der Welt umgehen wollen und was wir unseren Kindern hinterlassen wollen. Eine Frage, die man sich stellen muss, denn der Klimawandel ist nicht nur spürbar, er steht vor unserer Haustür…
Fazit „Das Recht der Erde“ ist ein beeindruckendes, gar ein eindringliches Comic, welches den aktuellen Zeitgeist trifft. Mir hat es sehr gut gefallen!