Netflix
Dead to me
Dead to meNetflix | mit: Christina Applegate, Linda CardelliniBewertung:★★★★★ Die Netflix-Serie „Dead to me“ zeigt sich von einer humorvollen und zugleich rabenschwarzen Seite. Wer fließend Englisch spricht, sollte sie auf jeden Fall in der Originalversion schauen, notfalls mit deutschen Untertiteln. In der hiesigen Sprache kommt der Zuschauer dennoch auf seine Kosten und so verdient sich „Dead to me“ gute vier Geek-Whisper-Sterne! Handlung Jens (Christina Applegate) Mann ist vor drei Monaten bei einem Autounfall gestorben. Seitdem versucht sie ins Leben zurückzufinden. Tagsüber ist sie die starke Mutter für ihre zwei Kinder und nachts kann sie nicht die Augen schließen. Die Gedanken rauben ihr buchstäblich den Schlaf. Sie tritt einer Selbsthilfegruppe bei, bei der sie Judy (Linda Cardellini) kennenlernt. Judy muss ebenfalls ihre Trauer bewältigen. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine Freundschaft, die vor allem Jen neuen Lebensmut gibt. Aber irgendetwas scheint mit Judy nicht zu stimmen… Trailer BewertungEs sind nicht die vielen kleinen Gags die „Dead to me“ besonders machen, es ist die Situation. Der Verlauf der Handlung nimmt immer verrücktere Wendungen an, die einfach frisch und überraschend daherkommen. Sicherlich wirkt die eine oder andere Tatsache ein wenig klischeehaft, dennoch ergibt die Story im Ganzen ein reichhaltiges Buffet. Die beiden Hauptfiguren Jen und Judy sind miteinander verbunden. Die Frage nach dem Warum wird im Laufe der ersten Episoden geklärt (ich will nicht spoilern!). Dennoch verbindet die beiden Frauen mehr. Sie passen zusammen, daher werden sie in Kürze schnell zu Freundinnen, was für die Familie von Jen gespenstisch wirkt. Judy sitzt nicht nur am Essenstisch, sondern wohnt auch bei ihnen.
Das alte Leben von Judy kann ambivalenter nicht sein. Mit einer Lüge startet sie in die Serie und trägt dennoch ein trauriges Schicksal auf ihren Schultern. Darüber hinaus hat sie starke Probleme mit ihrem Ex-Verlobten, der ebenfalls Leichen im Keller hat. Wer nun denkt, dass sich der Plot auf diese drei Ebenen festnagelt, ist auf dem Holzweg. An dieser Stelle möchte ich nur stichwortartig aufzählen, welche Reibungspunkte es noch gibt: Tochter Sohn Konflikt, Schwiegermutter, Religion, Jobkriese, Mord, Affären und vieles mehr. Es wird keineswegs langweilig. „Dead to me“ überdreht dabei nicht und hat ein angenehmes Erzähltempo. Als Gegenbeispiel möchte ich „Shameless“ anführen. Dort überschlagen sich viele Sachen und die Produktion hat viel mehr Tempo.
Der schwarze Humor ist natürlich allgegenwärtig. Wie oben bereits erwähnt, verliert er in der Übersetzung. Wer also mag und kann, sollte auf die Originalversion zurückgreifen. Aber keine Angst, auch in der deutschen Ausgabe kann man „Dead to me“ bestens genießen.
Christina Applegate zeigt, dass sie eine gute Schauspielerin ist. Ja, sie kann mehr als nur die Bundy-Tochter sein. Das Manko wird sie – darum erwähne ich es – aber wohl nie mehr los. Genauso wie ihre damalige Serienmutter Katey Sagal, die in „Sons of Anarchy“ gezeigt hat, was in ihr steckt, kann Applegate komplexe Rollen mimen. Von Linda Cardellini (Bloodline) bin ich sowieso schon lange überzeugt, leider steht sie in meinen Augen nicht so im Rampenlicht, wie sie es verdient hätte. Fazit „Dead to me“ ist eine unterhaltsame Serie, die mit viel schwarzem Humor daherkommt und untergründig das Thema Freundschaft durchleuchtet.
ZURÜCK INS ARCHIV
Das alte Leben von Judy kann ambivalenter nicht sein. Mit einer Lüge startet sie in die Serie und trägt dennoch ein trauriges Schicksal auf ihren Schultern. Darüber hinaus hat sie starke Probleme mit ihrem Ex-Verlobten, der ebenfalls Leichen im Keller hat. Wer nun denkt, dass sich der Plot auf diese drei Ebenen festnagelt, ist auf dem Holzweg. An dieser Stelle möchte ich nur stichwortartig aufzählen, welche Reibungspunkte es noch gibt: Tochter Sohn Konflikt, Schwiegermutter, Religion, Jobkriese, Mord, Affären und vieles mehr. Es wird keineswegs langweilig. „Dead to me“ überdreht dabei nicht und hat ein angenehmes Erzähltempo. Als Gegenbeispiel möchte ich „Shameless“ anführen. Dort überschlagen sich viele Sachen und die Produktion hat viel mehr Tempo.
Der schwarze Humor ist natürlich allgegenwärtig. Wie oben bereits erwähnt, verliert er in der Übersetzung. Wer also mag und kann, sollte auf die Originalversion zurückgreifen. Aber keine Angst, auch in der deutschen Ausgabe kann man „Dead to me“ bestens genießen.
Christina Applegate zeigt, dass sie eine gute Schauspielerin ist. Ja, sie kann mehr als nur die Bundy-Tochter sein. Das Manko wird sie – darum erwähne ich es – aber wohl nie mehr los. Genauso wie ihre damalige Serienmutter Katey Sagal, die in „Sons of Anarchy“ gezeigt hat, was in ihr steckt, kann Applegate komplexe Rollen mimen. Von Linda Cardellini (Bloodline) bin ich sowieso schon lange überzeugt, leider steht sie in meinen Augen nicht so im Rampenlicht, wie sie es verdient hätte. Fazit „Dead to me“ ist eine unterhaltsame Serie, die mit viel schwarzem Humor daherkommt und untergründig das Thema Freundschaft durchleuchtet.