Comic - Drama

Deadly Class: 1988 – Die Schlangengrube #3

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Deadly Class: 1988 – Die Schlangengrube #3
Deadly Class: 1988 – Die Schlangengrube #3Comic - Drama | mit: Rick Remender, Wes CraigBewertung:★★★★★ „Deadly Class“ ist nicht nur in der Welt der Comics gut angekommen, auch die Serienwelt fiebert den Schülern aus der Todesschule nach. Dort haben sich die Kritiker gleichermaßen positiv geäußert, wie ich in den Reviews zu den ersten zwei Bänden. Das Abenteuer von Marcus Lopez und seinen Freunden geht weiter und bleibt gleichermaßen ein toxisches Gemisch aus Drogen, Gewalt und Jugendproblemen. Handlung In der Schule hat die Gang von Marcus einige Probleme. Sie sind die Außenseiter und die Stärkeren lassen es spüren, wer in der Hackordnung oben steht. Marcus steht nun vor einem Boss eines mexikanischen Kartells und hält den Kopf dessen Sohnes in der Hand. Das Unglück nimmt seinen Lauf und stellt die Freunde auf eine harte, eine sehr harte Probe. Der Gangsterboss schwört Rache und Marcus verliert sich immer mehr. Seine Drogensucht wirft ihn vollkommen aus der Bahn.BewertungNormalerweise stehe ich nicht besonders auf die typischen Jugendserien. Freundschaften, erste Liebe, Sex und Drogen. Dazu wilde Partys und das Aufmucken der Jugend, die gleichzeitig so erwachsen und intellektuell dargestellt wird, gerade in US-Serien, das ich vollkommen abgenervt ein Comic oder eine Serie sofort zuklappen/ausschalten würde. Gerade die untrübsamen, geschwafelten Dialoge, die sich anhören, als ob 50-jährige miteinander sprechen, erinnern mich so gar nicht an das reale Leben meiner Jugend. Wir waren eher anstößig, wenn wir „Boah ey“ und „geil“ gesagt haben. Nun ja. Deadly Class ist jedoch etwas besonderes. Die Seilschaften, die Verstrickungen wirken hinter dem ernsten Hintergrund der geheimen Todesschule real, obwohl fiktiv inszeniert. Echte Probleme von missratenen Jugendlichen, die doch so anfassbar wirken, sind einfach total genialer Stoff.

Hauptfigur Marcus verliert sich immer mehr in seine Drogensucht. Er macht nicht nur einiges wegen seiner Kindheit durch, er kommt mit seinen Gefühlen nicht klar. Die Beziehungen untereinander sorgen dabei für weiteren Zündstoff, sodass er sich auf eine neue Figur konzentriert, die ihn aber noch mehr herunterzieht. Es ist eher das Prinzip Lust, die Abkehr aus der Schulgang, die dazu führt, dass Marcus alles zu verlieren scheint.

Unterdessen gibt es noch reichlich brutale Action zu sehen. Gerade zu Beginn bekommt der Leser reichlich Material vor die Augen. Schließlich steht ein Kampf zwischen dem mexikanischen Kartell und den Nachwuchsschülern an. Dabei fließt viel Blut. In der Schule hingegen naht sich das Jahr dem Ende entgegen und es kommen erste Fragen auf, warum es in den ersten Klassen mehr Teilnehmer gibt, als in den Jahrgängen darauf. In einer Einrichtung, die ihre Mitglieder auf das Töten abrichtet, kann das nur eins bedeuten. Oder steckt doch etwas anderes dahinter?

Und ich hätte es fast vergessen. Natürlich geht es auch um ungewollte Schwangerschaften und übertragbare Krankheiten. Es klingt klischeehaft, aber, wenn wir uns mal anschauen, auf was für Partys der liebe Marcus geht, dann sollte es kein Wunder sein, dass er sich irgendwie, irgendwo oder bei irgendwem ansteckt. Da der Junge aber bekanntermaßen von der Straße kommt, ist alles eine Verbesserung. Logisch.

„Deadly Class“ präsentiert sich im dritten Teil sehr toxisch. Die Story nimmt an Intensität nicht weiter ab. Eher im Gegenteil, das Kreativteam legt sogar noch eine Schippe drauf, indem nun die Gruppe auf den Prüfstand gestellt wird und einfach alles aus den Fugen gerät. Fazit Auch der dritte Teil von „Deadly Class“ ist eine Erfolgsgeschichte. Die Story entwickelt sich gekonnt weiter und nimmt immer mehr Fahrt auf, sodass es bald zu einer gewaltigen Explosion kommen muss.
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