Comic - Marvel
Deadpool – Killer-Kollektion Band 8
Deadpool – Killer-Kollektion Band 8Comic - Marvel | mit: Autor: Gail Simone; Zeichner: UdonBewertung:★★★★★ Er hat ’ne freche Schnauze, kann sich heilen und ist Söldner – nein, es handelt sich bei der Hauptfigur nicht um Deadpool, sondern um Agent X. Denn obwohl der Comic „Deadpool Killer-Kollektion Band 8“ seinen Namen trägt, taucht der bekanntere Söldner mit der großen Klappe nicht auf. Ob das überhaupt gut gehen kann?
Handlung Deadpool ist tot, hoch lebe… Agent X? Nach einer großen Explosion konnte noch nicht einmal seine Superheilkraft Wade Wilson aka Deadpool wieder zusammenflicken. Sandi, Deadpools Freundin und Sekretärin, hat sich mit seinem Ableben abgefunden, doch plötzlich taucht ein muskelbepackter, vernarbter, halb lebloser Mann vor ihrer Wohnung auf. Er nennt sich selbst Alex Hayden und will der beste Söldner der Welt werden. Wer er ist oder woher er kommt weiß er aber selbst nicht. Sandi überredet ihren Ex-Taskmaster, Alex auszubilden. Auch die heiße Outlaw erklärt sich bereit, Alex auszuhelfen. Bald muss Alex aka Agent X gegen wilde Tiere, Superschurken und sogar den Punisher kämpfen.BewertungDeadpool ist – spätestens seit den Comicverfilmungen mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle – dafür bekannt, dass er immer einen Spruch parat hat. Dementsprechend sarkastisch und witzig sind auch seine Comic-Auftritte. In „Deadpool – Killer-Kollektion Band 8“ ist zwar nicht mehr der titelgebende Held die Hauptfigur der Geschichte, trotzdem wird auch hier nicht an witzigen Sprüchen und absurdem Humor gespart. Denn obwohl Agent X nicht Deadpool ist, ist er genauso durchgeknallt und schlagfertig wie sein verstorbener Vorgänger. Gail Simone schreibt sehr pointierte Dialoge, die keine Figur davor bewahrt, vorgeführt und verbal auseinandergenommen zu werden. Nicht einmal der Ober-Schurken-Boss kann sich davor retten, von Agent X aufs Korn genommen zu werden.
Man muss diese Art von Geschichte mögen. Nichts wird ernst genommen, nichts ist vor dem Sich-Drüber-Lustig-Machen sicher. Einerseits machen solche Geschichten unheimlichen Spaß, weil die Dialoge fast wie kleine Duelle auf der Kommunikationsebene sind und eine schöne Abwechslung zu den echten Faustkämpfen darstellen. Andererseits kann man durch den immer wiederkehrenden Humor nichts ernst nehmen. Romanzen, Freundschaften und Verluste haben nicht die gleiche Wirkung, wie sie in einer „ernsten“ Geschichte haben würden. Was die Deadpool-Filme an dieser Stelle gut gemacht haben – ernste, emotionale Momente durchziehen, sie aber trotzdem humorvoll ein Stück weit untergraben – macht der achte Band der „Deadpool – Killer-Kollektion“-Reihe gar nicht. Es gibt schlicht und ergreifend keine dieser Momente. Dadurch behält der Comic seine Leichtigkeit und eine unglaubliche Gag-Dichte. Trotzdem fehlt etwas, um eine Bindung zu den Figuren zu schaffen.
Eine weitere kleine Macke des Comics ist der Zeichenstil. Für mich passte der eher Manga angehauchte Stil nicht zur Brutalität mancher Szenen. Ich weiß, ich weiß, es gibt auch zahlreiche Mangas, die gleich brutal, wenn nicht sogar noch brutaler sind. Aber die Gesichtszüge, vor allem von Agent X, waren zu weich gezeichnet für einen so knallharten Typen. Das gleiche gilt für seine Narben, die eher wie aufgemalt aussahen als wie echte Narben (so echt wie Narben bei einer gezeichneten Figur aussehen können).
Trotz des meiner Meinung nach sehr weichen Zeichenstils kann sich die Action richtig sehen lassen. Sie ist übersichtlich, sodass man sich nicht verloren fühlt, und so ist sehr brutal und abgefahren wie man sie von Deadpool gewohnt ist. Fazit Mir hat „Deadpool – Killer-Kollektion Band 8“ ganz gut gefallen. Die Dialoge sind witzig und die Action ist abgefahren. Was ich besonders schön finde, ist dass man auch als Einsteiger ganz gut in die Story reinkommt. Dadurch, dass Deadpools Geschichte vorbei ist und wir mit Agent X eine neue Hauptfigur mit brandneuer Story bekommen, muss man als Quereinsteiger nicht alle vorherigen Comics gelesen haben. Was mich aber sehr gestört hat war der Zeichenstil. Vor allem die Figur Agent X war für mich sehr weich gezeichnet und kam trotz krasser, abnormaler Muskel nicht allzu „bad ass“ rüber.
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Handlung Deadpool ist tot, hoch lebe… Agent X? Nach einer großen Explosion konnte noch nicht einmal seine Superheilkraft Wade Wilson aka Deadpool wieder zusammenflicken. Sandi, Deadpools Freundin und Sekretärin, hat sich mit seinem Ableben abgefunden, doch plötzlich taucht ein muskelbepackter, vernarbter, halb lebloser Mann vor ihrer Wohnung auf. Er nennt sich selbst Alex Hayden und will der beste Söldner der Welt werden. Wer er ist oder woher er kommt weiß er aber selbst nicht. Sandi überredet ihren Ex-Taskmaster, Alex auszubilden. Auch die heiße Outlaw erklärt sich bereit, Alex auszuhelfen. Bald muss Alex aka Agent X gegen wilde Tiere, Superschurken und sogar den Punisher kämpfen.BewertungDeadpool ist – spätestens seit den Comicverfilmungen mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle – dafür bekannt, dass er immer einen Spruch parat hat. Dementsprechend sarkastisch und witzig sind auch seine Comic-Auftritte. In „Deadpool – Killer-Kollektion Band 8“ ist zwar nicht mehr der titelgebende Held die Hauptfigur der Geschichte, trotzdem wird auch hier nicht an witzigen Sprüchen und absurdem Humor gespart. Denn obwohl Agent X nicht Deadpool ist, ist er genauso durchgeknallt und schlagfertig wie sein verstorbener Vorgänger. Gail Simone schreibt sehr pointierte Dialoge, die keine Figur davor bewahrt, vorgeführt und verbal auseinandergenommen zu werden. Nicht einmal der Ober-Schurken-Boss kann sich davor retten, von Agent X aufs Korn genommen zu werden.
Man muss diese Art von Geschichte mögen. Nichts wird ernst genommen, nichts ist vor dem Sich-Drüber-Lustig-Machen sicher. Einerseits machen solche Geschichten unheimlichen Spaß, weil die Dialoge fast wie kleine Duelle auf der Kommunikationsebene sind und eine schöne Abwechslung zu den echten Faustkämpfen darstellen. Andererseits kann man durch den immer wiederkehrenden Humor nichts ernst nehmen. Romanzen, Freundschaften und Verluste haben nicht die gleiche Wirkung, wie sie in einer „ernsten“ Geschichte haben würden. Was die Deadpool-Filme an dieser Stelle gut gemacht haben – ernste, emotionale Momente durchziehen, sie aber trotzdem humorvoll ein Stück weit untergraben – macht der achte Band der „Deadpool – Killer-Kollektion“-Reihe gar nicht. Es gibt schlicht und ergreifend keine dieser Momente. Dadurch behält der Comic seine Leichtigkeit und eine unglaubliche Gag-Dichte. Trotzdem fehlt etwas, um eine Bindung zu den Figuren zu schaffen.
Eine weitere kleine Macke des Comics ist der Zeichenstil. Für mich passte der eher Manga angehauchte Stil nicht zur Brutalität mancher Szenen. Ich weiß, ich weiß, es gibt auch zahlreiche Mangas, die gleich brutal, wenn nicht sogar noch brutaler sind. Aber die Gesichtszüge, vor allem von Agent X, waren zu weich gezeichnet für einen so knallharten Typen. Das gleiche gilt für seine Narben, die eher wie aufgemalt aussahen als wie echte Narben (so echt wie Narben bei einer gezeichneten Figur aussehen können).
Trotz des meiner Meinung nach sehr weichen Zeichenstils kann sich die Action richtig sehen lassen. Sie ist übersichtlich, sodass man sich nicht verloren fühlt, und so ist sehr brutal und abgefahren wie man sie von Deadpool gewohnt ist. Fazit Mir hat „Deadpool – Killer-Kollektion Band 8“ ganz gut gefallen. Die Dialoge sind witzig und die Action ist abgefahren. Was ich besonders schön finde, ist dass man auch als Einsteiger ganz gut in die Story reinkommt. Dadurch, dass Deadpools Geschichte vorbei ist und wir mit Agent X eine neue Hauptfigur mit brandneuer Story bekommen, muss man als Quereinsteiger nicht alle vorherigen Comics gelesen haben. Was mich aber sehr gestört hat war der Zeichenstil. Vor allem die Figur Agent X war für mich sehr weich gezeichnet und kam trotz krasser, abnormaler Muskel nicht allzu „bad ass“ rüber.