Rezension

Death Proof - Todsicher

Veröffentlicht am 30.11.-0001
Death Proof - Todsicher
Death Proof - TodsicherFilme - Thriller | mit: Kurt Russel (Darsteller), Zoe Bell (Darsteller), Quentin Tarantino (Regisseur)Bewertung:★★★★★ "Death Proof - Todsicher" ist eine Grindhouse-Doublefeature-Produktion, inszeniert und geschrieben von Tarantino und Rodriguez, die zeitgleich mit "Planet Terror" in die US-Kinos kam. Handlung Stuntman Mike ist ein raubeiniger Killer, er kurvt mit seinem alten Stuntauto durch Texas und stellt Frauen nach. In einer Bar lernt er die heiße DJane "Jungle" Julia (Sydney Portier) und ihre Freundinnen kennen. Sie trinken, flirten und genießen ihr Zeit, nicht ahnend, dass der Tod schon wartet. Einige Zeit später spioniert Mike ein Frauen-Trio aus, Zoe (Zoe Bell), Kim (Tracie Thoms) und Abernathy (Rosario Dawson). Bei einem Highspeed-Spielchen stoßen die Frauen auf Mike, doch sie durchschauen ihn schnell und drehen den Spieß um. Ein Duell auf Leben und Tod entbrennt. Trailer BewertungDas Grindhouse-Projekt von Tarantino und Rodriguez legte in den USA eine kleine Bruchlandung hin und wurde von Kritikern und Fans zerrissen, deshalb wurden die beiden Titel hierzulande getrennt von einander vermarktet. Die dreistündige Fassung, mit extra gedrehten Trailern im Grindhouse-Style, ist eine Hommage an die 70er Jahre "B- und A-Movie" Filme.
Aber machen wir es kurz, "Death Proof" ist ein toll besetzter, witziger und streckenweiser sehr brutaler und abgefuckter Film, der sich gekonnt an die Streifen "Gone in 60 Seconds", "Vanishing Point", aber auch an den Selbstjustiz-Klassiker " Last House on the Left" lehnt, eben jene Filme die QT in seiner Jugend geliebt hat.
Es gibt Filmfehler in jeder Szene, sogar Tonfehler und der "The Reel is lost"-Gag wird gerissen, um eine Lap-Dance-Szene raus zuschneiden. Die Darsteller überzeugen, besonders Kurt Russell, denn wenn er mit einem verwegenen Lachen in die Kamera guckt, weiß man das gleich etwas verdammt Schlimmes passiert. Die Dialoge sind wieder Tarantino-typisch langatmig und diesmal mehr auf typische Frauenthemen bezogen- wer hat mit wem geschlafen und wer wurde von wem betrogen. Diesmal sind Frauen nicht die Opfer, sondern starke Personen die Männern in nichts nachstehen. Tarantino hat es echt geschafft, schon vor der #MeToo Kampagne emanzipierte Frauen in seinen Filmen zu zeigen - siehe "Jackie Brown" oder die Braut aus "Kill Bill" und viele andere.
Fazit Es lohnt sich auf jeden Fall den Film in der gedachten Weise zugucken, in der Grindhouse Edition mit den Fake-Trailern, dem als B-Movie produzierten "Planet Terror" und dem Charme der 70er Jahre. Kleiner Fun-Fact: Aus einem dieser Fake-Trailer wurde ein erfolgreicher Rodriguez-Film "Machete". Erst beide Teile zusammen ergeben Sinn, denn viele der Darsteller aus "Planet Terror" haben auch einen Gastauftritt in "Death Proof". Es ist zwar nicht Tarantinos bester Film, aber in dem Gesamtpaket macht er höllischen Spaß, gerade wenn man wie ich die Zeit der Grindhouse-Produktionen nicht miterlebt hat. "Death Proof" ist eine Liebeserklärung an alle Stuntmen und Stuntwomen, weil die bekommen in den meisten Filmen kaum Beachtung oder werden nur mit einer Randnotiz in den Credits geehrt, nur nicht bei Tarantino er zeigt auch auf wie frustrierend es für einen Stuntman ist, keine Beachtung zu bekommen.
ZURÜCK INS ARCHIV