Filme - Drama
Dem Horizont so nah
Dem Horizont so nahFilme - Drama | mit: Jannik Schümann, Luna Wedler, Luise BefortBewertung:★★★★★ Der Film „Dem Horizont so nah“ basiert auf dem gleichnamigen Roman der Autorin Jessica Koch, die ihre persönliche, tragische Liebesgeschichte mit ihrem damaligen Freund Danny niederschrieb. In einem Interview sagte sie uns, dass sie ihr Mann dazu überredet hat, diese schicksalshafte Begegnung und Liebe zu Papier zu bringen. Da Koch insgesamt drei Bücher zu diesem Thema herausgebracht hat, bleibt abzuwarten, ob diese auch noch verfilmt werden. Allerdings sollte man wissen, dass gerade „Dem Abgrund so nah“ keine leichte Kost ist, da er von den Misshandlungen des Vaters berichtet. Handlung Jessica Koch ist gerade 18 Jahre alt geworden. Sie steckt voller Lebensfreude und will die Welt entdecken. Verheißungsvoll blickt sie ihrer Zukunft entgegen. Eines Tages verliebt sie sich aber Hals über Kopf in den charmanten und gutaussehenden Danny, der gerade einmal 20 Jahre alt ist und als Model arbeitet. Nichtsahnend, dass er eine schreckliche Vergangenheit erlebt hat und ein dunkles Geheimnis mit sich trägt, knistert und funkt es gewaltig zwischen den beiden. Als der Vorhang fällt, zerbricht der Traum von der gemeinsamen Zukunft, doch Jessica kämpft für ihre große Liebe und gibt sie nicht auf. Trailer BewertungEine Liebesschnulze für die Damen?! Nein, nicht so ganz, denn „Dem Horizont so nah“ ist weit mehr als das. Natürlich überwiegt der Anteil der Romantik und Liebe, dennoch berührt der tragische Inhalt auch die Männer und die Situation der begrenzten Zeit zweier Menschen birgt eine besondere Ausgangsituation. Da sich die Geschichte nun auch noch so in der Wirklichkeit zugetragen hat, ist das Schicksal von Dannay und Jessica Koch umso deftiger.
Zunächst nimmt uns der Streifen mit in eine Wohlfühloase. Es ist alles rosarot und es fehlten quasi nur noch die Einhörner, die vom Regenbogen getrunken haben. Bis hier hin, war es ganz klar der befürchtete Frauenfilm (aus Männersicht). Doch dann folgte der Schlag. Das Geheimnis wurde gelüftet, die Widerstände gegen die Liebe der beiden jungen Leute beruhten aber nicht nur auf besagtem Geheimnis, sondern kamen nun von überall. Freunde und Familie drohten sich abzuwenden. Hier hätte ich mir aber noch ein Stück weit mehr Ernsthaftigkeit gewünscht, es hätte ruhig etwas doller knallen können. Gerade der Konflikt mit Jessicas Eltern war recht oberflächlich gezeigt. Doch dann schlitterte „Dem Horizont so nahe“ in die Bedrohlichkeit ab. Es hing alles am dünnen Bindfaden und konnte jederzeit kaputtgehen. Das dramatische Finale war das Ende eines zerstörten Lebens.
Darüber hinaus wurde das Leben von Tina geschildert. Tina hatte ähnliches durchgemacht und sie lernte Danny ebenfalls kennen. Der Zuschauer wird auch bei ihr langsam herangeführt. Zunächst stellen wir fest, dass sie etwas durchlebt hat, aber doch irgendwie nur eifersüchtig ist. Als wir dann die volle Wahrheit kennen, leiden wir auch mit ihr, denn ihr Schicksal, ihre Ängste sind so real und greifbar, dass sie ein jedem das Herz zerfetzen. Gespielt wird Tina von Luise Befort. Die Nebendarstellerin bringt ihre Rolle gut auf den Punkt. Aktuell ist sie auf Netflix in der Serie „Wir sind die Welle“ zu sehen. Bekannt ist sie auch als Emma in „Club der roten Bänder“. Der hübsche Jannik Schümann mimt Danny. Er passt optisch einfach gut rein. Bei ihm wäre allerdings eine extremere Darstellung in den Gefühlsausbrüchen wünschenswert gewesen. Der Star des Cast ist allerdings Luna Wedler, die mit ihrer Mimik vollkommen überzeugt. Für die Leistung ziehe ich glatt meinen Hut. Sie ist damit der absolute Dreh- und Angelpunkt der Handlung.
Fazit „Dem Horizont so nah“ ist Liebe und Drama in einem. Der reale Hintergrund macht den Film besonders und lässt uns aufgewühlt zurück.
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Zunächst nimmt uns der Streifen mit in eine Wohlfühloase. Es ist alles rosarot und es fehlten quasi nur noch die Einhörner, die vom Regenbogen getrunken haben. Bis hier hin, war es ganz klar der befürchtete Frauenfilm (aus Männersicht). Doch dann folgte der Schlag. Das Geheimnis wurde gelüftet, die Widerstände gegen die Liebe der beiden jungen Leute beruhten aber nicht nur auf besagtem Geheimnis, sondern kamen nun von überall. Freunde und Familie drohten sich abzuwenden. Hier hätte ich mir aber noch ein Stück weit mehr Ernsthaftigkeit gewünscht, es hätte ruhig etwas doller knallen können. Gerade der Konflikt mit Jessicas Eltern war recht oberflächlich gezeigt. Doch dann schlitterte „Dem Horizont so nahe“ in die Bedrohlichkeit ab. Es hing alles am dünnen Bindfaden und konnte jederzeit kaputtgehen. Das dramatische Finale war das Ende eines zerstörten Lebens.
Darüber hinaus wurde das Leben von Tina geschildert. Tina hatte ähnliches durchgemacht und sie lernte Danny ebenfalls kennen. Der Zuschauer wird auch bei ihr langsam herangeführt. Zunächst stellen wir fest, dass sie etwas durchlebt hat, aber doch irgendwie nur eifersüchtig ist. Als wir dann die volle Wahrheit kennen, leiden wir auch mit ihr, denn ihr Schicksal, ihre Ängste sind so real und greifbar, dass sie ein jedem das Herz zerfetzen. Gespielt wird Tina von Luise Befort. Die Nebendarstellerin bringt ihre Rolle gut auf den Punkt. Aktuell ist sie auf Netflix in der Serie „Wir sind die Welle“ zu sehen. Bekannt ist sie auch als Emma in „Club der roten Bänder“. Der hübsche Jannik Schümann mimt Danny. Er passt optisch einfach gut rein. Bei ihm wäre allerdings eine extremere Darstellung in den Gefühlsausbrüchen wünschenswert gewesen. Der Star des Cast ist allerdings Luna Wedler, die mit ihrer Mimik vollkommen überzeugt. Für die Leistung ziehe ich glatt meinen Hut. Sie ist damit der absolute Dreh- und Angelpunkt der Handlung.
Fazit „Dem Horizont so nah“ ist Liebe und Drama in einem. Der reale Hintergrund macht den Film besonders und lässt uns aufgewühlt zurück.